Salvus Mineralbrunnen - von 0 auf 1 Mio. Flaschen am Tag.
Shownotes
Die Wahrheit über Unternehmensnachfolge – im Gespräch mit Heike Schürkötter (Salvus Mineralbrunnen)
Was braucht es, um ein Traditionsunternehmen erfolgreich in die nächste Generation zu führen?
In dieser Folge spricht Carlo Jesse mit Heike Schürkötter, Geschäftsführerin von Salvus Mineralbrunnen, über die Realität hinter Unternehmensnachfolge, Verantwortung im Mittelstand und die Herausforderungen moderner Führung.
Dieses Gespräch liefert echte Einblicke in:
strategische Entscheidungen im Familienunternehmen Führung zwischen Tradition und Innovation und die Frage, wie Unternehmen langfristig erfolgreich bleiben
👉 Ein ehrliches Gespräch mit echtem Mehrwert für Unternehmer, Nachfolger und Entscheider.
🔑 Themen dieser Folge Unternehmensnachfolge im Mittelstand Verantwortung als Geschäftsführerin Tradition vs. Innovation Führungskultur im Familienunternehmen Entscheidungsprozesse in der Praxis Herausforderungen und Learnings aus der Unternehmensführung ⏱️ Kapitel
00:00 Intro 02:10 Vorstellung Heike Schürkötter 05:30 Einstieg in Salvus Mineralbrunnen 10:45 Unternehmensnachfolge – Realität vs. Erwartung 18:20 Führung im Familienunternehmen 27:40 Herausforderungen und Entscheidungen 36:10 Zukunftsperspektiven & Wachstum 45:00 Persönliche Learnings 52:00 Abschluss & wichtigste Erkenntnisse
💬 Zentrale Aussagen „Unternehmensnachfolge ist kein Ereignis, sondern ein Prozess.“ „Führung bedeutet Verantwortung – vor allem gegenüber Menschen.“ „Tradition ist wichtig, aber Stillstand ist keine Option.“ 🎯 Für wen ist diese Folge? Unternehmer & Geschäftsführer Nachfolger in Familienunternehmen Führungskräfte im Mittelstand Menschen mit Interesse an nachhaltigem Businessaufbau 🔗 Mehr zu Heike Schürkötter & Salvus
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Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen bei Scale and Help, dem Podcast für Unternehmensnachfolge, Transformation und echten Impact.
00:00:07: Mit Carlo Yesse triffst du die spannendsten Unternehmer- und Nachfolger im deutschsprachigen Raum.
00:00:12: Hier erfährst Du wie Unternehmen erfolgreich übergeben, skaliert und neu gedacht werden – unsere Mission!
00:00:18: One
00:00:18: Business, one School.
00:00:20: Let's go!
00:00:23: Heute zu Gast im Scale & Help Podcast ist Heike Schürketer Inhaberin von Salvos Mineralbunden, einem traditionsreichen Familienunternehmen mit starker Marke.
00:00:34: Tiefen regionalen Wurzeln und einer langen Unternehmensgeschichte.
00:00:37: Salvos steht seit Generation für Qualität, Beständigkeit und Vertrauen.
00:00:41: Doch hinter jedem erfolgreichen Familien-Unternehmen stehen auch große Fragen wie führt man Tradition in Zukunft?
00:00:47: Wie übernimmt man Verantwortung und wie entwickelt man ein gewachsenes Unternehmen in einer sich ständig veränderten Welt weiter?
00:00:53: Genau darüber sprechen wir heute im Teil Geschirrkötter.
00:00:56: Wir tauchen einen in ihren persönlichen Weg, die Herausforderungen und Chancen der Unternehmensnachfolge, moderne Führung im Familienunternehmen.
00:01:04: Und die Verantwortung, die Unternehmertum mit sich bringt.
00:01:07: Liebe Heike, schön dass du heute da bist.
00:01:09: Herzlich willkommen im Scale- und Help-Podcast!
00:01:13: Ja danke Carlo für das Intro.
00:01:15: ich freue mich auch heute hier zu sein.
00:01:18: Heike bevor wir über Salvo sprechen wie würdest Du dich selbst als Mensch beschreiben?
00:01:26: Ich würde sagen, ich bin sehr verlässlich und zielstrebig.
00:01:32: Habe dieses Unternehmer-Gehen einfach in mir und bin immer sehr lösungsorientiert.
00:01:38: Wenn ich mit Menschen ins Gespräch komme und die formulieren ein Problem, dann rattet es bei mir im Kopf eigentlich schon.
00:01:45: Und ich versuche irgendwie Lösungen zu finden, mitzuhelfen.
00:01:49: Ich glaube auch einen Helfer gehen in mir ... So würde ich mich beschreiben, Teamplayer halt auch nochmal.
00:01:58: Das wäre vielleicht ein Punkt, den ich dazu fügen
00:02:00: müsste.".
00:02:01: Ich glaube das hilft natürlich extrem wenn man dann als Unternehmerin agiert, wenn man eigentlich diese Stärken hat als Teamplayer und pragmatisch lösungsorientiert zu sein.
00:02:12: Wie war es denn in einer Unternehmerfamilie aufzuwachsen?
00:02:15: Ich kann mir vorstellen dass hatte ich natürlich auch als Kind, als Jugendlicher, als Person unglaublich beeinflusst, du kannst ja einfach mal so ein bisschen zurückgehen in die ersten Jahre wie ihr als Kinder aufgewachsen seid.
00:02:29: Ja natürlich ist in der Unternehmerfamilie das Unternehmen die Firma täglich präsent am Ess-Tisch und beim Fernsehen gucken abends und so.
00:02:41: Irgendwie geht es um die Firma, natürlich ist man da als Kind manchmal, dass man da vielleicht auch von genervt ist.
00:02:47: Und auch wenn mein Vater hat damals am Wochenende viel gearbeitet, hat noch Getränke ausgeliefert dann mussten wir sonntags mit diese Getränken ausliefern.
00:02:57: Da hat man sich als Kind vielleicht auch sicherlich was anderes gewünscht.
00:03:01: nur so ist das eben Wenn man Unternehmer ist, dann ist man irgendwie am Start quasi und da mussten wir als Kinder mit.
00:03:10: Und das war nicht immer schön, auf der anderen Seite war es aber auch immer irgendwie spannend.
00:03:14: Wir haben eben auch Einblicke gekriegt in Gastronomie-Objekte oder in andere Themen wo man noch als normales Kind vielleicht nicht somit aufwächst?
00:03:25: War Seilbus denn zu Hause immer Thema oder konnte man auch privat mal klar trennen?
00:03:31: Aber du hast ja gerade schonmal so ein bisschen ausgeführt dass ihr als Kinder schon mitgekommen seid wenn dann mal Kisten ausgeliefert wurden Und ihr wart ja nicht immer ein Hersteller von Mineralwasser oder das, was sie jetzt operativ macht.
00:03:44: Deswegen kannst du vielleicht noch mal kurz in die Geschichte zurückgehen.
00:03:47: wie hat es denn alles angefangen mit deinem Vater?
00:03:51: Ja, also der hat ja schon einen jungen Jahr.
00:03:53: Ich glaube da war er fünfzehn oder sechzehn im Unternehmen seiner seines Vaters gearbeitet und da gab es eine ganz kleine Getränkeproduktion.
00:04:02: aber letztendlich war das mit heute gar nicht vergleichbar.
00:04:06: Das war eher so in der heimischen Küche wurde Zucker gelöst und der Grundstoff dazu gemischt Und dann wurden am Tag vielleicht keine Ahnung zehn, zwanzig Kisten abgefüllt.
00:04:16: Also alles Handarbeit.
00:04:17: quasi also.
00:04:18: so ist das mal angefangen in der Nachkriegszeit und wir hatten dann neunzehntsechsten, siebzig unseren ersten Getränkemarkt.
00:04:25: Der lag auch bei unserem Wohnhaus direkt gegenüber.
00:04:28: Also war auch da natürlich immer dass die der Getränkemarkt vor Ort und das Unternehmen vor Ort.
00:04:34: Wir haben quasi über der Produktion gewohnt Also die da natürlich später ein wenig mehr war als diese Küche.
00:04:43: Und ja, wenn morgens um sechs Uhr der Kessel angestellt wurde für die Flasche- und Waschmaschine dann ... Ich will nicht sagen ist man aus dem Bett gefallen aber... Dann war das auch schon laut!
00:04:52: Wenn tagsüber dann die Produktion lief Ja, hatte man nicht mal eben so die Momente der Ruhe sondern dann wohnte man und lebte man über einer Produktion.
00:05:04: Wie gesagt gegenüber war unser Getränkemarkt und da sind wir natürlich schon in jungen Jahren zwischen den Flaschenkisten und Bierfässern.
00:05:13: Wir hatten damals noch ein Getränkenfachgrushandel hin- und hergesprungen und wie gesagt sind damit groß geworden.
00:05:19: Wir sind dann zu Hallefeldstraße gezogen hier in Amstetten, also ins Industriegebiet mit fünftausend Quadratmetern.
00:05:28: Und ich glaube irgendjemand bei der Stadt hat meinen Vater mal gefragt, warum er fünftausend Quadrantmeter bräuchte?
00:05:33: Wo er von, ich sag mal, Fünfhundert Quadratmeter kam, ob er irgendwie Tannen anpflanzen wollte oder so.
00:05:40: Also da hat glaube ich auch niemand mit gerechnet und wir natürlich irgendwie auch nicht, dass sich das zu dem entwickelt was es heute ist.
00:05:46: Wir sind heute irgendwo auf hunderttausend Quadratmetern hier beheimatet.
00:05:51: Ja und wie gesagt, achtundachtzig hier zur Hollefeldstraße und neunzehnneinzig ging es ja dann quasi erst mit Salvos los.
00:05:57: und wir hatten dann parallel aber immer noch ein Getränke-Fachgroßhandel, hatten eigene Getränkemärkte.
00:06:06: Wie gesagt, was ging es mit Salvos los?
00:06:08: und Anfang der zweitausender haben wir uns dann von unserem Getränkefachhandel getrennt.
00:06:14: So dass wir da seitdem quasi ein reines Industrieunternehmen sind.
00:06:19: Getränk-Fachhandel?
00:06:20: Also mir sagt moment Hoffmann Getränken zum Beispiel also diese Getränkemärkte Trinkgut.
00:06:26: ich glaube Es gibt so ein paar regionale oder nationale Ketten.
00:06:29: das war wirklich ein klassischer Handel wo der Endkunde im Prinzip samstags Reinkommen konnte und Cola, Fanta whatever you name it kaufen konnte.
00:06:41: Also
00:06:41: klassischer
00:06:41: Handel?
00:06:42: Genau.
00:06:42: also wir haben wie gesagt auch Gastronomie beliefert.
00:06:45: Wir hatten auch Getränkeautomaten die man halt heute auch noch natürlich kennt von Bahnhöfen und aus Firmen Und die haben wir mit unseren getränken oder mit Getränken bestückt Hatten zwölf eigene Getränkemärkte hier im Kreis Steinfurt verteilt Genau, aber haben in erster Linie mit Getränken gehandelt und unsere Produktion war damals sehr klein.
00:07:05: Wir haben Sinalco abgefüllt, aber auch wie gesagt in kleinsten Mengen ja und das war eben unser Schwerpunkt.
00:07:13: Und wie gesagt, dass mit Salwos das lief so quasi am Anfang noch nebenbei
00:07:20: Aber dann ist es tatsächlich der dritte Generation.
00:07:23: Du hattest anfangs kurz gesagt, daß dein Vater auch schon wiederum bei seinem Vater mitgeholfen hatte.
00:07:28: Auch er war im Bereich Getränke tätig.
00:07:31: Richtig, genau!
00:07:32: Wie
00:07:32: war denn der absolute Ursprung?
00:07:34: Wie ging es dann da los?
00:07:36: War das so der Handel oder diese kleine Abfüllung?
00:07:39: Ja und mein Urgroßvater quasi ist als Bierkutscher von Münster nach einem Stetten gekommen und hat hier angefangen mit Bier zu handeln und das war der eigentliche Ursprungs des Ganzen.
00:07:50: sozusagen.
00:07:51: also wenn man sie jetzt ganz genau nimmt ist es dann schon die vierte Generation.
00:07:54: ja
00:07:56: okay Hattest du denn früh das Gefühl schon als Kind, dass du irgendwann mal ins Unternehmen einscheigen wirst?
00:08:05: Wie war da die Entwicklung?
00:08:06: oder wird es im Prinzip offen gehalten von deinen Eltern.
00:08:12: Wie waren da so die Gedankengänge?
00:08:14: Ja also es war relativ offen... Ich habe irgendwann mal als Teenager wollte ich Tierärztin werden, dann irgendwie später hatte ich die Idee Polizei und war aber so relativ unentschlossen.
00:08:25: Aber das Unternehmen zu übernehmen, also diese Getränke merkte oder so, das war für mich gar nicht so im Kopf.
00:08:35: Ja, als es damit salvos losgeht hat ja auch quasi unser Unternehmen eine ganz andere Wendung genommen und ich habe dann nach dem Abitur klassisch eine Ausbildung gemacht zur Industriekaufrau.
00:08:46: Das hab' ich gar nicht bereut und das war genau der richtige Weg auch praktisches Wissen aus einem anderen Blickwinkel zu haben was kaufmännische Prozesse angeht.
00:09:00: Ja, und dann ging es vierneunzig mit Salvos los.
00:09:03: Und da war dann eben meine Ausbildung zu Ende und ich wollte eigentlich nur so ein bisschen übergangsweise bei Papa mithelfen.
00:09:11: Ja und aus diesem, ich wollte nur ein bisschen mithelfen ist dann geworden dass ich dann halt da geblieben bin weil die Anfänge von Salvos jetzt auch nicht so lustig waren.
00:09:19: Dass man sagen könnte das lief einfach wie von selbst sondern da gab es schon viele Hürden die wir gehen mussten und ich sag mal das Geld war für die Investitionen, Mineralbrunnen quasi aufgebraucht und da war kein Geld für Werbekampagnen oder Personal einstellen usw.
00:09:40: Und da habe ich mich dann dazu entschieden, eben von vornherein dabei zu sein und nicht studieren zu gehen.
00:09:48: Du wirst also direkt nach der Ausbildung ins Unternehmen eingeschieben?
00:09:52: Genau!
00:09:52: Ich hab eine Ausbildung in einem relativ großen Unternehmen hier im Stetten gemacht oder hab auch wirklich richtig viel gelernt... ...und hab alles weitere mir selbst beigebracht, Seminare besucht, Workshops gemacht etc.
00:10:06: Wie ging's denn dann...?
00:10:08: weiter jetzt mal bezüglich Verantwortung.
00:10:10: Du bist ja dann direkt nach der Ausbildung frisch eingeschrieben, ich glaube im Vorgespräch hat mir schonmal so kurz darüber gesprochen dass natürlich viele Stationen innerhalb des Unternehmens die angesehen hast wo da kannst du gleich nochmal ganz kurz ausführen und wann war der Punkt wo du dann wirklich auch Verantwortung übernommen hast oder in die Verantwortung reingegangen bist?
00:10:32: Dein Bruder ist ja auch noch da.
00:10:34: ihr seid ne Doppelspitze vielleicht kannst du dazu was sagen.
00:10:38: Ja, also als ich angefangen bin war das eher so ein bisschen wie gesagt wir hatten wenig Geld für Personal und ich habe dann erstmal Rechnungen geschrieben und organisatorische Dinge gemacht weil mein Vater sich viel um diesen Thema Vertrieb und Technik gekümmert hat.
00:10:54: Und ich war so ein bißchen Organisationen- und Rechnungsschreibenaufträge annehmen
00:11:00: etc.,
00:11:00: Telefondienst sowas Ja, und ich sag mal so die Verantwortung kam ein bisschen schleichend.
00:11:07: Ich hab dann parallel mich auch um unsere Getränkemärkte gekümmert wo ich da natürlich auch dafür verantwortlich war welche Aktionen liefen da welches Bierwurz beworben habe dann auch Einkaufsgespräche geführt mit Brauereien und anderen Mineralbrunnen damals noch Genau.
00:11:25: Und dann ist das, wie gesagt eigentlich so ein schleichender Prozess gewesen und Ende der Neunziger ist mein Bruder dann dazugekommen und dann hat sich irgendwie so ohne dass wir da groß drüber geredet haben so ergeben, dass eben mein Mein Bruder mehr den Part von meinem Vater übernommen hat.
00:11:42: also dieses Thema Vertrieb und Technik was er heute auch noch verantwortet und bei mir ist quasi so dieser Bereich in Anführungsstrichen immer gleich oder ähnlich geblieben, nämlich Marketing, Personal und Organisationen und Kommunikation.
00:11:58: Ja und diese Übergang in Verantwortung übernehmen wie gesagt das war bei uns tatsächlich auch schleichend und mein Vater hat bis er dann im Jahr zwei Tausend Achtzehn verstorben ist weil ja eigentlich irgendwie auch noch täglich immer unternehmen zwar schon lange nicht mehr im operativen aber Ja, als gestandener Unternehmerpersönlichkeit hat er zu einem halt auch noch eine Meinung gehabt und die mussten wir dann zu dritt manchmal auch hier lautstark miteinander diskutieren.
00:12:26: Wo ich glaube unsere Mitarbeiter teilweise gedacht haben oh je was ist da los?
00:12:31: Wer weiß, ob hier gleich einer nicht mehr dabei ist.
00:12:34: Ja aber wir sind alle drei sehr impulsiv auch.
00:12:37: und wie gesagt da flogen ab und zu mal die Fetzen Aber es ging dann immer nur um die Sache und eben nicht um persönliche Themen.
00:12:45: Und ja das so waren so die ich sag mal auch Anfänge oder die Zeit als sie noch zu dritt waren.
00:12:52: quasi
00:12:53: Deswegen.
00:12:54: das ist ja gerade spannend.
00:12:55: und man hört sich an vielen Familienunternehmen wo der Nachfolge dazu Einen gibt es manchmal ganz konkrete Prozesse oder Deadlines, dass man sagt okay ihr übernimmt dann ab Jahr X. Oder ich ziehe mich aus einem Unternehmen heraus.
00:13:09: Dann hört mein Geschichten das der Vater sich eigentlich schon vor zehn Jahren aus dem Unternehmen rausziehen wollte und doch nach zehn Jahre weiter gemacht hat.
00:13:15: Da gibt's ja auch Geschichten wo es dann wirklich schwierig wurde in Unternehmerfamilien sogar bis dahin Dass das manche Kinder dann irgendwann ausgestiegen sind und sagen Wir wollen nicht mehr, wir können nicht mehr.
00:13:28: Da sind ja viele Emotionen im Spiel und so wie du gesagt hast wieder ein Vater das aufgebaut hat in Prinzip von Null Und du kannst ja gleich auch noch mal durch die Zahlen führen wo es irgendwie mit los ging oder auch nochmal kurz darauf eingehen.
00:13:40: Wie ist dann mit dem wirklichen Brunnen?
00:13:42: Weil es gab hier keinen Mineralwasserhersteller in Amsterdam oder hier Münsterland finde ich ausspannend wie's da gestartet hat und Dann auf dem Level wo ihr jetzt seid diese Emotion spielen da ja absolut mit.
00:13:55: Ja, also man muss sagen dieses Thema Mineralbrunnen in Amsterdam war wirklich aus heutiger Sicht schon ein bisschen Harakiri von meinem Vater.
00:14:07: Ich meine der war da auch schon Anfang fünftzig.
00:14:09: das ist ja auch noch mal ein anderes Anfang fünfzig gewesen als heute und Der hat damals wirklich alles, was er hatte – Hausbeli, Lebensversicherung
00:14:20: etc.,
00:14:20: in dieses Projekt Mineralbrunnen gesteckt.
00:14:23: Und auch nicht wie man das von heute kennt mit Businessplan und Rating der Banken und uns sondern… Kredit bei der Bank gekriegt, weil man sich halt gut kannte.
00:14:36: Weil die Banken damals an unser Projekt oder an sein Projekt geglaubt haben und als dann zwei Jahre ins Land ging von der Idee bis zur ersten Flasche da ist einfach wirklich fast das Doppelte an Invest reingelaufen was mal ursprünglich so... grob veranschlagt wurde, also wie gesagt ohne Businessplan sondern eher so das muss klappen.
00:15:00: Das ist eine super Idee.
00:15:01: und die zwei Jahre waren natürlich dann lang weil aus ich glaube fünfhundert tausend demag invest voraussage sind dann eben einer millionen geworden
00:15:11: bis die erste flasche im prinzip verkaufbar war
00:15:14: ganz genau ganz genau und das war alles belieendes geld Alles nicht mehr so wirklich vorstellbar.
00:15:25: Und dann gab es zu dem Zeitpunkt, ich sag mal ungefähr, zweihundertfünfzig, zweieinhalbzig Mineralbrunnenbetriebe in Deutschland.
00:15:34: Da hat auch keiner Juhu geschrien, dass es noch einen weiteren gibt und alle Getränkemarkt-Betreiber oder auch Getränkeketten Lebensmittel Einzelhandel besser gesagt haben ja alles schon der Markt war ja gefühlt gesättigt.
00:15:51: Und letztendlich, wie gesagt hat keiner Jehoh geschrieben und wir haben dann wirklich gucken müssen dass wir unser Salvus an den Mann und die Frau bekommen.
00:16:03: Das waren auch keine ganz so einfachen Zeiten.
00:16:08: Wer
00:16:09: sowas heute überhaupt noch möglich?
00:16:11: Dann Vater, der ist zur Bank, er hat gesagt, wir wollen jetzt unser eigenes Emsdettender oder unser Mineralwasser hier fürs Münsterland kreieren und du sagtest, es gab schon gefühlt fünfhundert verschiedene Mineralwasser.
00:16:25: Das heißt ist ja auch ein relativ homogenes und vergleichbares Produkt
00:16:29: genau
00:16:30: klar da gibt's leichte Geschmacksunterschiede aber ist ja mal sehr schwierig dazu differenzieren.
00:16:35: Ist wer sowas überhaupt heute noch denkbar dass jemand sagt komm ich von null ich bohre wirklich in Brunn und mach neben Bodenproben.
00:16:44: das muss wahrscheinlich alles gemacht werden um zu gucken erstmal ob das funktioniert.
00:16:49: Ich glaube auf die klassische Art und Weise nicht.
00:16:51: Dann über, ich sag mal Preis oder Mengen oder Gebindeveränderungen, die der Verbraucher sich wünscht über solchen Wege vielleicht.
00:17:02: aber diesen klassischen Weg Flasche, Kiste Getränkemarkt, Getränkeverhandel halte ich für schwierig.
00:17:13: Jetzt gibt es ja, wenn ich jetzt gerade an Getränke denke weil das können wir vielleicht auch noch mal sagen ihr macht ja nicht nur Wasser Sondern vielleicht kannst du da nochmal ausführen.
00:17:21: Ihr habt ja auch noch ein paar andere Produkte inzwischen im Portfolio.
00:17:24: der Start war zwar glaube ich dann das Mineralwasser Genau Da gibt's ja dann auch inzwischen Getränken mit Geschmacksrichtung.
00:17:30: Was was macht ihr denn?
00:17:32: Weil da fällt mir gerade auch noch zu einem Es gibt hier inzwischen Influencer die ihre eigenen Marken kreieren.
00:17:39: Ich glaube ein paar Wasserbeispiele gibt es auch aber auf verschiedene Red Bull vergleichbare Geschichten, Energy Drinks.
00:17:48: Aber es läuft dann glaube ich eher das dass da der Influencer genutzt wird um irgendwie ein Produkt zu entwickeln wie sie.
00:17:54: so das Thema?
00:17:55: Ja also wir sind ja gestartet klassisch mit Mineralwasser in einer Glasflasche.
00:18:02: Damals gab es noch diese grünen und braunen Kästen.
00:18:05: Und die haben wir dann irgendwann gegen unsere hellblauen ausgetauscht, aber damit sind wir gestartet.
00:18:11: So und dann sind wir Anfang der zwei Tausender als eines der ersten Unternehmen tatsächlich in Deutschland.
00:18:17: Wir waren immer innovativ, wir sind innovativ und ich glaube wir werden auch immer bleiben.
00:18:21: das liegt so ein bisschen in unserer DNA.
00:18:23: Also wie gesagt als einer der Ersten in Deutschland In der PET Flasche im Kasten auf den Markt gekommen Hatten damals allerdings, ich sag mal oder relativ schnell weil Anfang der zweitausender ging das mit den PET Flaschen in Deutschland so richtig los.
00:18:39: Ein Anteil von achtzig Prozent Pet und zwanzig Prozent Glasanteil.
00:18:44: Das sind diese Plastikflaschen?
00:18:46: Genau, in der Kiste genau.
00:18:48: Und ja dann sind wir aber irgendwann zwei tausendzehn kamen dann so langsam die Trendwende weg vom PET wieder hin zu Glas Und haben da auch als einer der Ersten gesagt, wir investieren jetzt in eine Glasflasche.
00:19:04: Das ist die Glasflage, die wir heute haben.
00:19:07: und in einem damals noch schrumpfenden Markt hat uns eigentlich auch da wieder jeder für verrückt erklärt, eine neue Glasfläche auf den Markt zu bringen.
00:19:14: aber wir wollten einfach diese alte Perl-Glasflaschen für unser Produkt nicht mehr.
00:19:20: Ja und ich sage mal, der Erfolg gibt uns recht.
00:19:21: Wir haben da glaube ich eine sehr schöne Flasche kreiert die man auch gerne auf den Tisch stellt und die eben auch ansehnlich ist und hatte bei uns produktionstechnisch auch einige Vorteile noch zusätzlich.
00:19:34: ja und somit sind wir heute mittlerweile fast einem Punkt dass wir ja ich sag mal sechzig Prozent Glasabfüllung haben in unserem Unternehmen.
00:19:44: Also da hat es auch bei uns halt noch mal einen ordentlichen Wandel gegeben und im Laufe der Zeit, wir auch mittlerweile vier Produktionsanlagen haben für Glas.
00:19:53: Und wie gesagt Pett und eben auch produziert
00:19:56: das Glas oder aus selber die Flaschen?
00:20:00: Nee, die werden zurzeit
00:20:01: lang für das Wasser.
00:20:01: hier
00:20:02: kauft
00:20:02: ihr die flaschen oder die Pettflasche zu
00:20:04: genau
00:20:05: und ihr ihr genau.
00:20:07: du kannst ja vielleicht nochmal kurz durch die Produktion gehen.
00:20:09: also ihr habt einen eigenen Brunnen.
00:20:12: Genau, wir haben fünf eigene Brunnen.
00:20:14: Wir haben noch unterschiedliche Marken auch und jede Marke darf nur seinen eigenen Brunne haben sozusagen.
00:20:20: Und wir haben eben Glasflaschen.
00:20:22: die kaufen wir zu und die PET-Flaschen werden hier bei uns im Unternehmen geblasen.
00:20:27: das heißt es gibt so kleine Kunststoffröhrchen und aus denen werden die Flaschen dann geblase und dann direkt im Anschluss befüllt und in die Kisten gesetzt.
00:20:35: Das ist aber extern Dieses PT-Flaschenblasen?
00:20:39: Nee, das machen wir auch hier vor Ort.
00:20:40: Das ist okay.
00:20:41: Achtundzwanzigtausend
00:20:42: Flaschen in einer Stunde werden halt aus diesen kleinen Kunststoffröhrchen geblasene.
00:20:46: da kann man halt schon kaum zugucken.
00:20:47: so schnell geht das und dann werden die dann direkt befüllt.
00:20:51: Aachtundzwantzigtausende pro
00:20:54: Stunde?
00:20:54: Stunde!
00:20:55: Tausend
00:20:56: zu Stunden.
00:20:57: Ja, tausend.
00:20:58: Das heißt wieviel flaschen...das ist vielleicht auch noch mal interessant.
00:21:01: Wie viel Flasche produziert er heute pro oder verkauft ihr pro Tag?
00:21:08: Wir produziert ungefähr, also in der Spitze so eine Million, eins Komma Eins Millionen wenn es richtig gut läuft.
00:21:15: War und angefangen im Prinzip von null
00:21:20: Genau.
00:21:21: nochmal kurz zu dem Thema Brunnen damit man sich das vorstellen kann.
00:21:26: wie sieht sowas aus?
00:21:27: kommt im Prinzip ein Bohrunternehmen, was einmal ganz tief in den Boden reinbohrt.
00:21:33: Und dann kommt das Wasser wie in so einer Ölquelle rausgesprudelt?
00:21:36: Oder wie muss man sich das vorstellen?
00:21:38: Ja also es war so.
00:21:39: wir haben natürlich ganz am Anfang oder mein Vater Geologen zur Rate gezogen und erst mal geprüft gibt es hier in Amstetten überhaupt Wasser vorkommen?
00:21:46: weil nicht überall kann man sagen da finde ich jetzt Mineralwasser oder auch Tiefenwasser was eine Mineralwasser Qualität hat.
00:21:57: Es ist aber oftmals so, wo es obereuirdische Wasservorkommen gibt.
00:22:01: Gibt es meist auch unterirdische?
00:22:03: Also bei uns sind ja hier die Ems und das sind halt evolutionsbedingt alte Wasserlinien, alte Wasseradern, die dann eben letztendlich dieses tiefen Wasser hervorbringen.
00:22:15: Ja und dann wurden Probebohrungen gemacht und um an dieses Tiefenwasser zu kommen muss man durch eine sogenannte Mergelschicht, so eine relativ sehr harte Gesteinsschicht...
00:22:25: Wie tief ist
00:22:25: sowas?!
00:22:26: Wir sind hier bei vierzig Metern, liegt aber auch daran dass wir ja grundsätzlich im Münsterland so quasi sehr flach sind und nicht durch noch irgendeinen Berg müssen um auf Tiefenwasserniveau zu kommen.
00:22:41: Genau.
00:22:41: Und dann ist den auch beim ersten Mal, glaube ich sogar ein Bohrer abgebrochen weil die Gesteinsschicht so hart war und dann kam denen schon das Wasser entgegen geschossen sozusagen.
00:22:50: Man darf sich das ja nicht vorstellen wie eine Blase, wo die irgendwann mal leer ist sondern... Deswegen
00:22:56: kommt mir meine nächste Frage!
00:22:57: Ist es erschöpflig?
00:22:58: Nein,
00:22:59: also erst einmal... Was haben
00:23:00: wir schon
00:23:01: da?
00:23:01: Dafür wären die Investitionen zu hoch als dass man sich das nicht über Geologen bestätigen lassen würde, dass das schon ein Wasser vorkommen ist was auch über die nächsten Jahre Jahrzehnte funktioniert, denn es kommt ja immer Wasser dazu.
00:23:14: Deshalb wenn's regnet sehe ich das immer mit einem lachenden und weinenden Auge.
00:23:19: Ich liebe die Sonne aber wenns regnet wird halt irgendwann zu Seilbus.
00:23:23: Ah okay also das Grund weil ja dass das das Oberflächenwasser was im Prinzip dann irgendwann mal absenken durch die gesamten Erdschechten auf irgendwie vierzig Meter.
00:23:34: Ja, da war wahrscheinlich ein Reinigungsprozess dann auch ein Erfolg.
00:23:37: Aber dieses Wasser muss dieses denn dann auch noch verarbeitet werden?
00:23:41: Da kommt jetzt das Wasser aus einem Rohr raus!
00:23:45: Wie kommt diese zur Produktionsschlätte?
00:23:47: Ist es eine Pipeline?
00:23:48: oder wie funktioniert so was?
00:23:49: Genau, das Wasser wird über eine Pipelin hier ins Unternehmen gepumpt.
00:23:52: die ist zwischen anderthalb und zweieinhalb Kilometer entfernt je nachdem wo unser Brunnen liegt.
00:23:58: Unterirdisch.
00:23:59: Anderthalbt Meter unter der Erde ganz genau.
00:24:01: Und wird dann eben wie gesagt hier ins Unternehmen gepumpt, weil ein Mineralwasser von ursprünglicher Reinheit sein muss und kein Weg über einen Tankwagen oder sonstiges nehmen darf.
00:24:11: Also es muss einen direkten Weg geben.
00:24:14: Das war ja damals auch schon ein Riesenglück dass es überhaupt so nah an unserem bestehenden Produktionsstandort einen Wasservorkommen gab also im Norden.
00:24:24: oder wenn im Westen von Amstetten wir damals unsere Produktion hingelegt hätten Die Pipeline-Kosten hätte sie gar nicht bezahlen können, weil dann da also nicht wohl möglich.
00:24:35: Sondern da gibt es eben keine Wasservorkommen in der Qualität und in der Menge.
00:24:38: Und da gibt's kein Tiefenwasser.
00:24:40: Also war das schon mal die erste Glücksfall überhaupt?
00:24:44: Dass diese Idee überhaupt irgendwie reifen konnte und überhaupt weiter verfolgt werden konnte.
00:24:49: Genau wie
00:24:50: dick ist so ein Rohr?
00:24:50: Wie muss man sich das vorstellen?
00:24:52: Ja, hast du gerade schon richtig gezeigt?
00:24:53: So wie dreißig Zentimeter oder ähnlich?
00:24:56: ja genau okay.
00:24:57: Dann hatte ich ja vorhin, da hatte ich schon mal kurz angesprochen neue Getränke sorten.
00:25:03: Also nicht weg vom Mineralwasser.
00:25:05: aber ihr habt ja im Prinzip euer Produktportfolio dann irgendwann erweitert.
00:25:09: Ihr sagt es schon fünf verschiedene Wassersorten, dann wahrscheinlich Stillen, Medium mit Kohlensäure aber auch noch verschiedene Arten.
00:25:18: Aber dann habt ihr inzwischen auch Geschmacksrichtung.
00:25:22: vielleicht kannst du sagen wie kam der Schritt dahin?
00:25:27: Wie kam die Idee, dass man im Prinzip das Portfolio erweitert?
00:25:31: Ja, also wir sind klassisch damals gestartet wie viele Mineralbrunnen, Apfelschorle, orange Zitrone.
00:25:37: Ich sage mal so die Klassiker.
00:25:39: und irgendwann haben wir uns dann dazu entschieden eben auch ACE-Sport was heute auch bei uns im Portfolio totale Klassika sind mit aufzunehmen.
00:25:48: und ja und dann irgendwann zwei tausend achtzehn oder neunzehnt war es haben wir dann ja Töftes nochmal auch ins Leben gerufen unsere kleine Nullkommen Komma, dreizig Liter Glasflasche mit Schraubverschluss.
00:26:02: mittlerweile wirklich hier Verkaufsschlager im Unternehmen und freut sich immer größerer Beliebtheit.
00:26:09: Und da sind dann eben auch noch mal so Produkte dazu gekommen wie Cola, Cola ohne Zucker also nochmal das was man so klassisch kennt wenn man eine Party feiert, wenn man ne Konferenz hat usw.
00:26:19: Das sind nochmal die Produkte die dazugekommen sind.
00:26:23: Die hatten wir auf früher schonmal aber die haben wir jetzt nochmal neu aufleben lassen unter dem Töftesgebinde sozusagen.
00:26:31: Deswegen
00:26:32: hier im Münsterland, TöFTES ist ja ein absoluter Begriff also man sieht das überall nur mal so einen Gefühl zu bekommen der Anteil prozentual vom Unternehmensumsatz Wasser und dann diese neuen Produkte die da jetzt vor circa acht Jahren im Prinzip ins Leben gerufen hat oder noch einmal neu aufgesetzt habt.
00:26:51: Also wir haben schon einen großen Anteil an Mineralwasser.
00:26:55: also ich sage mal neunzig Prozent Umsatz immer noch klassisch Mineralwasser und der restliche Teil eben Limonaden.
00:27:04: Ja, wie gesagt liegt aber daran wir kommen da klassisch her und das ist eben auch der größte Anteil bei uns im Unternehmen in einer Branche bei was Mineralbrunnen angeht.
00:27:15: Okay nochmal ein paar weitere Themen Nachhaltigkeit, Marke und diese regionale Positionierung die ihr habt Wie gesagt der Begriff Salvos, egal ob man hier in Krankenhäusern ist oder Gastronomie.
00:27:30: Ihr habt also eine unglaubliche Marktpenetration hier in der Region und ich weiß aus dem Vorgespräch auch dass ihr einfach extrem regional verbunden seid.
00:27:41: du kannst ja dazu noch mal ein bisschen was sagen wie da eure Strategie ist.
00:27:45: Ja, also wir sind damals kann ich vielleicht auch noch mal kurz in die Historie gehen.
00:27:48: So gestartet mit Quellfrisch aus dem Münsterland wo man vielleicht so damit vermitteln wollte von unserer Seite.
00:27:55: so ja wir sind hier toll aus einem Münster Land und ich sag mal kauft uns in Regionen in Deutschland oder wo die Qualität vielleicht nicht so toll ist.
00:28:04: Wo die Welt noch ein Ordner gesehen wird als der Land?
00:28:06: Genau!
00:28:06: Hier ist die Welt nur eine Ordnung und kauft unser Mineralwasser genau.
00:28:09: Dann ging das immer so ein bisschen weg vom Mineral ... dann fanden Anfang der zweitausender oder Ende der neunziger, glaube ich sogar schon so dieses Münsterland ein bisschen altbacken offen gesprochen und haben dann gesagt okay Dann ist er so.
00:28:22: Der Slogan genießen Sie bestes.
00:28:24: und waren dann so auf diesem Qualitätsthema unterwegs.
00:28:28: Ja und irgendwann haben wir gesagt, ganz ehrlich lass uns mal irgendwie gucken wo soll eigentlich unsere Strategie hingehen.
00:28:35: Logistik wurde immer teurer das Thema Nachhaltigkeit insbesondere den der ökonomische Part hat immer mehr Bedeutung gefunden.
00:28:44: Wir haben gesagt ganz ehrlich wir haben hier eine tolle Region wir haben viele Menschen die hier leben lasst uns doch auf unserer Region fokussieren sehr heimatverbunden und haben dann irgendwann entschieden, dass unser Hauptvertriebsabsatz bei Hundertfünfzig Kilometer um Amstetten liegt.
00:29:03: Das heißt mein Bruder sagt dann manchmal so ein bisschen spaßig also wenn unser Außendienst über die hundertfünftig Kilometer hinaus fährt da muss er einen Tag Urlaub einreichen.
00:29:13: Also will heißen wir setzen hier wirklich unseren Schwerpunkt besuchen auch nur die Kunden in dem Bereich.
00:29:19: Es sei denn wir sind natürlich mit großen Handelsketten in Gesprächen, dann wird diese Grenze schon mal überschritten.
00:29:26: aber...
00:29:27: Große Handelsketten heißt?
00:29:29: Ja
00:29:30: EDK Rewe Netto So, dann gibt es auch mal Läger die außerhalb dieses Bereichs liegen.
00:29:36: Aber wie gesagt unser Kerngeschäft und unsere DNA sage ich jetzt mal liegt hier ganz klar in der Region.
00:29:43: Und dann kam der unserer Slogan von direkt vor der Tür.
00:29:46: und das ist für uns auch, ich sag mal nachhaltiges Arbeiten ökonomisch und ökologisch und eben auch die ganzen Themen rund um Sport Sport, Sponsoring und
00:29:58: Co.,
00:29:58: also sage ich mal soziales eben was zurückzugeben.
00:30:02: Was zu hinterlassen und dafür zu sorgen dass wir eben auch etwas Gutes in unsere nächste Generation übertragen können.
00:30:10: Deswegen ist es schön das du was ansprichst.
00:30:12: der Podcast heißt ja Scale & Help also eine Skalierung.
00:30:15: da haben wir gerade schon drüber gesprochen was wirklich aus einer Flasche geworden ist.
00:30:20: Inzwischen eine Million Flaschen am Tag unglaublich ist.
00:30:26: und dann haben wir das Thema Help.
00:30:28: Vielleicht kannst du da nochmal, ich weiß dir seit auch dort in ganz vielen Bereichen unterwegs... Ich weiß dass ihr in Afrika auch was gemacht habt vielleicht kann es ja mal so ein paar Projekte nennen oder was auch die Motivation war da etwas zurückzugeben als erfolgreiches Unternehmen.
00:30:45: Wie seid ihr da aufgestellt?
00:30:46: Ja ich fange vielleicht mit Afrika an, ich hatte mir irgendwann im Jahr zwei tausend zehn überlegt ich würde gerne einen Brunnen in Afrik haben bohren oder bauen.
00:30:53: Das
00:30:54: passt ja natürlich auch sehr gut zu eurem Unternehmen?
00:30:57: Genau, das war aber eher so eine private Geschichte von mir und habe mich ein bisschen mit dem Thema auseinandergesetzt und wollte auf gar keinen Fall einfach nur Geld spenden und sagen liebe Organisation ihr werdet schon damit fertig.
00:31:10: Sondern ich wollte irgendwie Teil haben an dem Ganzen und auch sicher sein, dass das Geld gut ankommt.
00:31:16: Und bin dann auf Bettina Landgrafe gestoßen über Atze Schröder der ja mit Bettina von Madame Fogane sehr viel zusammenarbeitet.
00:31:26: Ich habe meinen ersten Brunnen in Ghana gebaut und fand es einfach mega!
00:31:37: Nicht eine One-Women-Show, sondern die hat schon ein großes Team.
00:31:41: Aber da ist sehr viel Transparenz.
00:31:44: Sie lebt selber in Ghana also da bin ich mir zu hundert Prozent sicher und das haben die weiteren Projekte eben auch gezeigt.
00:31:51: Da kommt jeder Cent wirklich an.
00:31:55: Und dann sind wir eben über mein privates Engagement des Brunnenbaus dazu gekommen, dass wir mit Salvos auch mittlerweile ganz viele Brunne dort gebaut haben und Pipelines errichtet haben.
00:32:06: Auch um einzelne Dörfer zu verknüpfen und mit den einzelnen Wasserstellen.
00:32:14: Genau das ist so eine Herzensangelegenheit von uns außerhalb der Region quasi.
00:32:18: Und ansonsten haben wir glaube ich mittlerweile fünfzig, sechzig Vereine und Kultur schaffende Vereine, Sportvereine die wir unterstützen.
00:32:29: Unser Schwerpunkt liegt schon im Sport auf jeden Fall in Mannschaftssport.
00:32:33: da sind wir zu Hause fühlen uns Zuhause.
00:32:35: Da ist so dieser Teamgedanke der uns da irgendwie auch ja begeistert und ich auch einfach persönlich glaube, dass Team Sport Menschen auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung weit nach vorne bringt.
00:32:50: Und ich habe da immer sehr viel Spaß dran mal also bei Veranstaltungen auch in leuchtende Kinderaugen zu schauen wenn die sich bewegen und bewegen dürfen.
00:32:58: Ich glaube wir müssen viel mehr tun das sie Kinder vom Handy weg Spaß an Sport und Bewegung haben.
00:33:05: Da werden glaube ich ganz viele Probleme unserer Gesellschaft, ich sag mal mit Erschlagen und da ist mir ehrlich gesagt noch ein bisschen zu wenig Fokus drauf.
00:33:15: Wo wir gerade bei der nächsten Generation sind... Ich weiß auch Bildung ist auch für dich ein Riesenthema.
00:33:20: Wir hatten auch im Vorgespräch kurz schonmal darüber gesprochen.
00:33:25: wie siehst du das?
00:33:26: Ich glaube unser Bildungssystem hat auch absoluten Reformbedarf.
00:33:31: Wir brauchen die nächste Generation und vor allem wollen einfach gute Werte und auch Motivation in die nächste Generation reinbringen.
00:33:39: Sport ist das eine Teamsport, gerade Teamsport.
00:33:41: ich glaube das ist super hilfreich um auch die Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln.
00:33:47: Wie siehst du das Thema Bildung?
00:33:49: Ja, das hast du schon ganz richtig gesagt.
00:33:51: Also ich bin schon mit unserem Bildungssystem so leicht auf Kriegsfuß.
00:33:55: Ich hätte da schon einige Ideen.
00:33:57: Natürlich ist das auch alles nicht mal eben umsetzbar.
00:33:59: Das ist mir auch klar und ich glaube unsere Föderalismus hilft uns da auch nicht gerade dadurch dass Schule-Ländersache ist, dass da einheitliche Regeln zustande kommen oder eine einheitlichere Form kommt.
00:34:12: Deshalb glaube ich muss man gucken was alles ein bisschen step by step funktioniert.
00:34:17: aber wie gesagt Das Thema Persönlichkeitsentwicklung in den Schulen halte ich für extrem wichtig, insbesondere in Zeiten von KI.
00:34:28: Ich sage mal innerhalb von Millisekunden abrufbar ist.
00:34:31: Da könnte man sich ja die Frage stellen, warum soll ich denn noch keine Ahnung irgendwelche Vogelarten Bäume mathematischen Formeln lernen?
00:34:41: Ich gebe es in Chatchi PT oder in welches KI Anwendung auch immer ein und habe innerhalb vom Bruchteil von Sekunden die Lösung.
00:34:49: Und glaube einfach das in Zukunft ist einfach viel wichtiger sein wird dass wir eben besondere Skills haben also eher die Soft Skills die dann eben Erfolg oder Misserfolg ausmachen werden.
00:35:02: Ja, ja also es wird glaube ich super spannend.
00:35:05: was war da wie der Entwicklung des sein wird?
00:35:08: und gerade weil es einfach so extrem schnell lebe gäst du hast gerade das Thema nochmal KI irgendwie angesetzt ist sicherlich eine Herausforderung für Schulen da maßgeblich irgendwie Reformen irgendwie anzuschieben.
00:35:20: aber wie du schon sagst der Föderalismus hilft er auch nicht ist schwierig da Veränderungen zu generieren.
00:35:26: Noch mal auf deine Personen, weil unsere Zuhörer auch häufig Unternehmensnachwager und Unternehmer sind?
00:35:33: Was waren so bisher deine größten Learnings als Unternehmerinnen?
00:35:38: Du bist jetzt schon seit vielen, vielen Jahren im Unternehmen.
00:35:41: Ihr habt es unglaublich aufgebaut und ohne weiterentwickelt.
00:35:46: Da gab es sicherlich viele Herausforderungen, da waren Punkte wo ihr glaube ich große Entscheidungen treffen musstet.
00:35:52: Ich weiß hier habt ein riesen automatisiertes Lager vor einigen Jahren gebaut.
00:35:57: dann die Produktion wird ja massiv weiterentwickelt.
00:36:00: und du sagst das anfangs wart ihr auf fünf Quadratmeter, dann fünf tausend Quadratmetern?
00:36:05: Und inzwischen sind's wieviel Quadratmeter unter den nächsten
00:36:07: Wochen?
00:36:08: Ja hunderttausend ungefähr.
00:36:10: Deswegen vielleicht mal zwei, drei große Learnings so als Unternehmerin oder vielleicht ein paar Punkte.
00:36:19: Also
00:36:20: ich muss sagen, ich glaube mein Bruder und Ich habe wirklich wie viel von unserem Vater mitbekommen.
00:36:26: Ein Spruch von ihm war zum Beispiel auch immer, was würde ich heute tun wenn es mir morgen schlecht ging.
00:36:32: Also immer schon wirklich geguckt Kosten im Griff Investitionen amortisieren die sich
00:36:39: etc.,
00:36:40: so ist das eine.
00:36:42: Das Zweite ist
00:36:44: wirklich wirtschaftliches Denken einfach und auch mit einer gewissen Vorsicht.
00:36:48: Und Kalkulierbarkeit, nicht
00:36:50: gelindt
00:36:50: nach vorne stürmen sondern schon überlegen.
00:36:54: macht das Sinn?
00:36:55: Ich meine natürlich wenn man jetzt auf Anfang unseres Gesprächs so mein Vater da quasi harakirimäßig seinen ganzen Vermögen auf den Mineralbrunnen gesetzt hat dann hatte das natürlich gar nichts damit zu tun dass er da versucht hat dafür sorglich mit seinem Vermögen umzugehen.
00:37:15: Aber du musst
00:37:15: natürlich auch mutig manchmal sein.
00:37:17: Ja, genau!
00:37:18: Und da gibt es ja dann irgendwann einen Punkt diese so gewünschte Einschiegshürde überhaupt im Sonnengeschäft einzusteigen.
00:37:26: das heißt das war ja schon so eine Minimalinvestition.
00:37:30: was heißt minimal?
00:37:30: Das war extrem viel Geld ne halbe Million damals und ist ne Millionen geworden.
00:37:35: darunter ging's einfach nicht.
00:37:36: entweder man wollte ein Grund in dieses Geschäft einscheigen.
00:37:41: Ja, wie du schon sagst ist All Inhalt.
00:37:43: Aber trotzdem ich glaube wir gucken immer was macht Sinn und was macht eben keinen Sinn.
00:37:49: dann auch so etwas wie mich interessiert nicht was gestern war?
00:37:54: Ich gucke was morgen und übermorgen ist also auch immer das Thema Investitionen.
00:37:59: wie tickt der Verbraucher?
00:38:02: Also es waren uns auch immer große Antreiber von uns und eben auch ein Riesen-Learning, was sich nur jedem sei es Unternehmer oder Arbeitnehmer mit auf den Weg gehen kann.
00:38:13: Es ist immer nur erfolgreich wenn man wirklich mit Herzblut dabei ist.
00:38:16: also Wenn ich einen Unternehmen vom meinem Vater übernehmen hätte sollen, wo ich einfach mich nicht hätte mit identifizieren können oder wo ich gesagt habe, okay, ich mache das jetzt weil es von mir erwartet wird.
00:38:29: Oder so ist ja nun mal die nächste Generation dann kann ich da wirklich nur davon abraten, weil wir haben hier immer auch ganz viel ins Unternehmen investiert und haben nicht alle mögliche Gelder aus dem Unternehmen gezogen sondern uns war's immer wichtig weiterzuwachsen ultra viel Spaß daran haben, dass wir alles wachsen gesehen zu haben und auch noch in Zukunft werden hoffentlich.
00:38:53: Und das wiegt für uns in unserer DNA eben nicht auf irgendwelche anderen Besitztümer zu haben.
00:39:03: Ja also das ist ja wirklich ein Unternehmerturm pur, dass man wirklich einfach fürs Unternehmen für die Weiterentwicklung Ja, der Fokus wirklich da drauf liegt.
00:39:12: Dann jeder Unternehmer hat ja sicherlich auch mal Fehler gemacht oder auch mal schwierige Phasen gehabt oder große Entscheidungen vor sich gehabt.
00:39:19: machen wir diese Investitionen.
00:39:20: Ja nein gibt es was wo du gerade aus so einer Phase besonders viel mitgenommen hast?
00:39:29: Ja also wir waren das ist auch so ein Spruch der hier ständig macht Welt.
00:39:34: bei uns ist das Gas vorne rechts Was natürlich auch immer mit Mut zu tun hat, aber auch mit Risiko.
00:39:39: Wenn das Gas vorne rechts ist... Also unser Hochegarlager beispielsweise haben wir ja in den Betrieb im Jahr- und haben gleichzeitig eine neue Glasanlage installiert und haben im Zuge des Hochegallagers ja auch unsere vier Produktionsanlagen an dieses Hochregalager angebunden.
00:39:57: Das heißt, wenn unser Hochregallager steht stehen auch unsere Produktions-Anlagen weil wir keinen internen Staplerverkehr mehr haben.
00:40:05: Also es ist relativ just in time.
00:40:06: im Prinzip das muss im Prinzip in allem reichen darf kein Bottleneck entstehen.
00:40:11: Genau Elektrohängebahnen die das alles untereinander eben miteinander koordinieren.
00:40:16: so und Ja, das war schon, ich will nicht sagen blauäugig.
00:40:21: Aber da waren schon ganz viele Punkte die da nicht so ineinander gegriffen haben wie wir uns das vorgestellt haben.
00:40:27: und zum Thema Projektmanagement und das hätte da definitiv besser laufen können und müssen und da war definitiv auch ein Learning gewisse Dinge vielleicht mal in Ruhe anzugehen oder ruhiger an zu gehen und bisschen mehr bedacht.
00:40:44: aber Ja, es hat dann hinten rausfunktioniert.
00:40:46: Aber das war schon ein schwieriges Jahr für uns.
00:40:52: Das war Anfang zwei achtzehn und dann ist im August zwei tausend achtzehnt auch noch ganz plötzlich da mein Vater verstorben.
00:40:57: Also das war so schon ja sehr schwieriges Jahr für us alle so.
00:41:02: Und genau in dem Jahr war auch diese große Investition.
00:41:05: Genau.
00:41:05: Also vor acht Jahren dieses hochige Erlager.
00:41:09: Hattet ihr vorher schon Lager, aber das war dann manuell mit Staplerverkehr betrieben?
00:41:15: Ja ganz genau.
00:41:16: Und wir hätten an diesem Standort hier auch gar nicht, also so wie wir hier aufgestellt sind, gar nicht weiter wachsen können weil wir hatten riesen Stapler verkehr intern die mussten die einzelne Bestellung dann immer durch verschiedene Läger mit den Staplern die sich begegnet sind etc.
00:41:31: Also da waren wir an unserer Grenze der des möglichen hier intern in der internen Logistik wo muss mal so formulieren Und wir hätten hier gar nicht weiter wachsen können und seit, seit dem Jahr zwei Tausend Achtzehn haben wir schon auch noch gute Umsatzsteigerungen erarbeiten können.
00:41:48: Das wäre wie gesagt ohne dieses Hochegalage auch nicht möglich gewesen.
00:41:53: Jetzt möchte ich nochmal ganz kurz was würdest du jungen Menschen unternehmens Nachfolgern oder junger Menschen raten die Verantwortung übernehmen wollen?
00:42:02: Ich habe manchmal so das Gefühl gibt es überhaupt nach diese Generation die dann wirklich sagt Ja, ich übernehme das Unternehmen oder ich brenne für was die Generation vor mir aufgebaut haben.
00:42:16: Häufig hört man auch, dass man das Gefühl hat, dass Menschen gar nicht mehr so viel Verantwortung übernehmen wollen.
00:42:21: Ich glaube, man muss eine entsprechende Persönlichkeit haben um fähig zu sein, Verantwortung zu übernehmen, Verantwortung fürs Unternehmen und für die Mitarbeiter.
00:42:30: Da sind große Zahlen, da ist ein extremer Wettbewerb.
00:42:35: Da sind extreme Entwicklungen auch auf globaler Ebene.
00:42:40: wie siehst du das?
00:42:40: Aber was wären so Tipps an Unternehmensnachfolger oder junge Menschen die Verantwortung übernehmen wollen?
00:42:49: Ja also ich glaube schon dass es viel mit Mindset zu tun hat, traue ich mir das zu Menschen zu führen.
00:42:56: Traue ich mich zu ein Unternehmen zu leiten.
00:42:59: Also habe ich Spaß daran?
00:43:00: Ich meine Unternehmertum ist eben vierundzwanzig sieben.
00:43:03: Das kann man überhaupt nicht von der Anzuweise, ob man jetzt Kinder hat oder Nicht-Kinder hat die werden dann damit groß.
00:43:09: Man muss irgendwie bereit sein und eben auch Spaß daran haben.
00:43:11: Ich sage immer wenn Menschen mit mir reden und sagen aber du arbeitest aber ganz schön viel ja was fühlt sich für mich wie Arbeit an?
00:43:18: also wird auch im Urlaub angerufen.
00:43:22: und ganz ehrlich, ich sage es auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer wieder macht das bitte.
00:43:26: Mir ist lieber, dass es geklärt hat als dass ich aus dem Urlaub komme und da liegen der riesen Stapel auf meinem Schreibtisch.
00:43:33: Ich arbeite das lieber dann nochmal während des Urlaubs ab und für mich ist das keine Belastung.
00:43:38: also... empfinde das nicht so.
00:43:40: Und wie gesagt, was ich eben schon mal sagte da ist dieses Herzblutthema einfach total wichtig und ja Wie gesagt auch dies Mindset des Wollens Unternehmer zu sein.
00:43:51: und Ich habe vielleicht an der Stelle kurz erwähnt es gibt die Machakademie in Osnabrück Die schon erfolgreich junge Menschen mit dem Thema Unternehmertum in Berührung gebracht hat beziehungsweise Skills vermittelt, die eben dazu führen sollen ein Unternehmen zu gründen und das wollen wir jetzt hier nach Amstetten holen.
00:44:15: Also die Macherkademie kommt noch am Stetten.
00:44:16: Das ist jetzt eine ganz neue News.
00:44:19: Die ist eigentlich nur gar nicht öffentlich Aber ich bin da sehr gespannt drauf.
00:44:25: Da werden wir jungen Menschen die Möglichkeit geben, in Workshops ihr eigenes Unternehmen virtuell zu bauen und mal gucken ob dann nicht die eine oder andere Idee dabei ist dies nachher quasi in den Markt schafft.
00:44:39: Aber du denkst, es gibt schon Jugendliche die da Interesse dran haben.
00:44:43: Deswegen ... Man kann das ja nicht studieren!
00:44:45: Du kannst ja Unternehmertum nicht studiert werden.
00:44:48: In der Schule wird dir egal in welcher Schulform eigentlich auch nichts in dem Bereich beigebracht.
00:44:55: Da gibt's Geschichte, Deutsch, Mathe aber wirklich ein Unternehnertum.
00:44:59: Das heißt diese Machakademie geht es wirklich darum.
00:45:02: Macher und Unternehmer zu entwickeln oder Menschen oder Kinder zu inspirieren.
00:45:08: Ja, ich mag das ehrlich gesagt auch nicht so.
00:45:09: die Generation von heute.
00:45:11: Die wollen ja alle gar nicht mehr.
00:45:12: also alle da über einen Kampf zu scheren.
00:45:14: Das ist glaube ich auch nicht der richtige Weg.
00:45:16: Ich glaub wir sind hier in einer tollen Region unterwegs.
00:45:20: Wir haben hier tolle junge Menschen und ich habe schon ganz viele kennengelernt die eben auch machen wollen.
00:45:26: Und den muss man vielleicht auch noch mal ein bisschen Werkzeug an die Hand geben und die ein bisschen unterstützen, und da sehe ich mich als Unternehmerin auch ein Stück weit gefragt oder da gebe ich gerne was zurück.
00:45:38: mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten macht mir per se sehr viel Spaß und von daher freue ich mich schon riesig auf das Projekt.
00:45:47: Das hört sich gut an.
00:45:48: Ich bin super gespannt und ich glaube, das ist natürlich auch genau der richtige Weg um eine junge Generation an das Thema heranzuführen.
00:45:55: Und du hast es ja schon mal kurz ausgeführt die Nachfrage ist scheinbar extrem.
00:46:00: Die Kids sind irgendwie super heiß darauf diese Workshop zu besuchen.
00:46:05: Noch mal Thema Verantwortung.
00:46:07: Wie wichtig ist es dir als Unternehmerin?
00:46:09: Du hast jetzt ja schon einige Projekte oder viele Projekten, die ihr da habt im sportlichen Bereich auch das Thema Brunnen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
00:46:19: Das ist ein ganz großer Baustein für euch als Salvos.
00:46:24: Ja, genau.
00:46:25: Also wie gesagt wir unterstützen ganz viele Vereine.
00:46:29: ich selber bin auch noch in einzelnen Institutionen aktiv Schwerpunktmäßig beim TV im Stetten, unserem Handball-Profis hier vor Ort.
00:46:40: Und auch da haben wir mit der Green Academy jetzt ein Programm für junge Nachwuchstalente und aber auch in der Grundsätzlichkeit das Thema Kinder in Bewegung bringen.
00:46:50: Wir gehen in Kitas und Grundschulen um einfach den Kindern Lust auf Sport zu machen nicht jedes Kind kommt von aus einer sportaffinen Familie und um aber allen die Möglichkeit und die Chance zu geben irgendwie Spaß an Bewegung zu finden, das ist da auch eine Herzensangelegenheit.
00:47:08: Und wie gesagt ich finde als Unternehmen hat man eben auch Verantwortung was zurückzugeben und da kann jeder so sein eigenes Spielfeld finden und das ist jetzt eben so schwerpunktmäßig der Mannschaftssport und die Bewegung von Kindern und Jugendlichen im Allgemeinen und Bildung.
00:47:24: aber wie gesagt Ich finde man hat uns als Unternehmen ja die Verantwortung und da wir in Deutschland relativ viel mittelständisch gefühlt Unternehmen haben, glaube ich das da auch schon ganz viel passiert.
00:47:37: Aber ich würde mich freuen wenn es einfach noch mehr Unternehmen geben würde die sich unser Mission sozusagen anschließen würden und weil der Staat allein kann es nicht immer alles retten.
00:47:49: und ja da sind vielleicht mal Unternehmer gefragt etwas in die nächste Generation zu transportieren.
00:47:56: Ja
00:47:56: also
00:47:57: ich glaube das sind genau die richtigen Punkte die du angesprochen hast.
00:48:01: alle Schlagen wir auf den Start ein, was man nicht irgendwie erwarten soll und was nicht passieren müsste.
00:48:07: Und ja viele Initiativen können einfach auf lokaler oder regionaler Ebene passieren oder können ins Leben gerufen werden.
00:48:14: die Macher Akademie Akademias sind angesprochen.
00:48:18: Wenn du deinem Jüngeren ich einen Rat geben könntest welcher wäre das?
00:48:26: Gibt es irgendeinen Ratschlag?
00:48:28: Du sagst dass du bist im Prinzip direkt nach der Ausbildung eingestiegen und dann war das eigentlich ein organischer Prozess, der war gar nicht mal so geplant.
00:48:37: Man hat verschiedene Bereiche, man hat einfach Verantwortung übernommen, da ging es los mit Rechnungsschreibungen, dann ist das in Richtung Marketing gegangen.
00:48:44: Das Unternehmen hat sich entwickelt aber trotzdem wäre es irgendeine Rat oder den du auch Jüngeren irgendwie mit auf den Weg geben könntest.
00:48:56: Du hast natürlich
00:48:57: schon viele Punkte jetzt auch erwähnt.
00:49:00: Zum Beispiel Sport zu treiben, Mannschaftssport.
00:49:03: Ich glaube da können auch Dynamiken entstehen oder Learnings.
00:49:07: Ja Persönlichkeitsentwicklung aber ist wahrscheinlich auch eine super Individuelle.
00:49:14: Ich glaube schon, dass man auch als Unternehmer immer auf sich gucken muss.
00:49:17: Also auch insbesondere auf sich aufpassen muss da was auch was Thema Resilienz angeht also einfach irgendwie auch selber gesund zu bleiben bei dem ganzen Stress den man ja sicherlich und der ganze Verantwortung die man sicherlich hat und auch bei den schlaflosen Nächten die man mal hat eben auch immer aufs ich zu gucken das glaube ich ist eine wichtige Geschichte.
00:49:39: Ja und wie gesagt mit Herz dabei zu sein und eben sich auch ein Netzwerk aufzubauen.
00:49:45: Ich glaube, Netzwerke sind einfach immer noch ganz wichtig wenn einer einen kennt der wiederum einen kennt da es sind Problemlösungen irgendwie einfacher anzugehen oder zu finden.
00:49:59: und ja das ist glaube ich sowas wo man sagen sollte man sollte dann nicht allein alleine gucken, dass man da vorne bergsteht.
00:50:06: Sondern immer gucken wo gibt es Menschen die einen irgendwie unterstützen können?
00:50:10: oder
00:50:11: ja Ja sehr guter punkt ich glaube sehr gut erpunkt weil klar man ist schon gefordert und Man arbeitet viel man arbeitet sehr viel aber ich glaube einfach auch wichtig sich trotzdem in gewisse auszahlen zu nehmen um irgendwie wieder energie zu tanken Ja um einfach leistungsfähig zu sein.
00:50:32: nochmal kurz mit einem bruder Jetzt seid ihr zwei Geschwister, jeder kennt das ja vielleicht Familienbruder Schwester.
00:50:39: Man ist zusammen aufgewachsen aber ich glaube ihr habt eine ganz gute Trennung.
00:50:42: du hast anfangs schon mal drüber gesprochen dass er für den Produktionen Logistik für einen technischen Bereich zuständig ist.
00:50:48: dein Fokus es mehr ein bisschen mehr Marketing.
00:50:51: wie funktioniert da die Zusammenarbeit?
00:50:54: und gibt es hier noch gewisse Learning sagst du sagst so klare Aufgabenteilung kann ich mir vorstellen ist irgendwie hilfreich klare Verantwortungsbereiche.
00:51:03: Trotzdem gibt es ja gewisse Synergien und Übergangsbereiche, wo man sich abstimmt.
00:51:08: Wo man zusammen entscheidet.
00:51:10: Ja.
00:51:11: Und dann noch mal ein paar Dinge zu sagen.
00:51:13: Ja ich glaube das ist vom Grundsatz erst erstmal wichtig dass man sich versteht.
00:51:17: also wir... Passt kein Blatter zwischen.
00:51:22: Auch hier fliegen mal die Fetzen gar keine Frage, aber auch wie damals mit unserem Vater es geht um die Sache und nicht um persönliche Themen oder persönlich jemanden anzugreifen.
00:51:32: Wir diskutieren heute immer noch gewisse Bereiche natürlich, die eben auch übergreifend sind.
00:51:37: Oder wenn's um Strategien geht oder strategische Entscheidungen.
00:51:42: Sonst hat aber jeweiliger seine Bereiche Und das ist auch glaube ich gut.
00:51:45: so habe ich auch meine Meinung zu seinen Themen und er hat auch Meinungen zu meinen Themen.
00:51:51: Aber am Ende des Tages müssen ja auch Mitarbeiter eine Verlässlichkeit haben, mit wem spreche ich über was?
00:51:58: Und dann liegt es eben auch an uns da entsprechend, dass mein Bruder und ich uns miteinander kommunizieren und uns gegenseitig abholen zur wichtigen
00:52:07: Entscheidung.".
00:52:11: Seht ihr euch tagtäglich?
00:52:13: sitzt ihr direkt in einem Büro oder wie muss man sich das vorstellen?
00:52:20: Wir sehen uns täglich.
00:52:22: der mein Bruder sitzt genau neben mir sozusagen im Büro.
00:52:26: Wir bauen ja gerade eine neue Verwaltung da wird quasi wir haben beide dann so ein Eckbüro und dann ist der Flur leicht dazwischen, aber wir sehen uns schon jeden Tag und es ist auch nicht
00:52:39: schlimm Noch mal kurz in die Zukunft reingesehen.
00:52:44: Ihr seid so extrem gewachsen über die ganzen Jahre und Jahrzehnte, eine Million Flaschen.
00:52:50: Gibt es da noch Luft nach oben oder ist die Marktpenetration eigentlich so groß?
00:52:56: Ist jährliches Wachstum noch irgendwie möglich oder gibt es da konkrete Ziele?
00:53:00: oder sagt ihr einfach wir geben Vollgas und gucken was passiert?
00:53:05: Wie sind da so Gedankengänge?
00:53:06: Sind die Kapazitäten im Prinzip ausgelastet oder hätte dieses Hochregallager, eure Produktion theoretisch noch mehr Kapazität rein von der Auslastung.
00:53:16: Wie ist da der Plan?
00:53:18: Was ich ja zwischendurch schon mal gesagt habe bei uns ist das Gas immer vorne rechts also wir können auch nicht so aus unserer Haut.
00:53:25: Wir haben immer schon mal Mitarbeiter, die uns dann zwischendurch auch noch einmal versuchen einzubremsen und sagen jetzt müssen wir erstmal die einzelnen Projekte abarbeiten bevor wir neu ist eine neue Idee hier quasi vermarkten.
00:53:39: Also wir haben hier schon noch Kapazitäten, hier am Standort zu wachsen auf jeden Fall und es gibt da sicherlich auch schon die eine oder andere Idee.
00:53:49: Aber es muss ja auch irgendwie homogen wachsen sage ich jetzt mal.
00:53:53: also nützt nichts hier Harakiri zu machen nicht genug Mitarbeiter für die Projekte zu haben Da hat man ja dann auch nichts gewonnen.
00:54:02: Wir sind in den letzten Jahren stetig gewachsen, aber auch so dass es noch händelbar war und das wollen wir eigentlich auch gerne weiterhintun.
00:54:10: Und freuen uns auf die Zeit, die da noch kommt!
00:54:15: Und sind noch nicht müde und sagen gehoffentlich kommt da bald jemand der's übernimmt.
00:54:19: also unsere Kinder sind tatsächlich noch ein bisschen zu klein um darüber nachzudenken und von daher machen wir erstmal nochmal schön weiter so.
00:54:27: Gab es jemals Übernahme an?
00:54:29: Es ist ja so, ich kenne das von der Bierindustrie oder insgesamt auch andere Branchen.
00:54:35: Oder innerhalb der Getränkebranche.
00:54:36: Ich glaube, da gab's ja international auch übernahmen.
00:54:40: Auch deutsch übernahmen, ich weiß nicht, Becks war glaub ich mal so ein Unternehmen was glaub ich auch irgendwie übernommen wurde vom internationalen Unternehmen.
00:54:49: Wie sieht es da aus?
00:54:52: Gabs da mal Anfragen von anderen?
00:54:55: ist es vorstellbar für euch?
00:54:57: oder sagt ihr seid so verwurzelt und ich höre es heraus, ihr seid einfach noch mega heiß.
00:55:02: Und habt einfach Bock das Unternehmen weiterzuentwickeln?
00:55:05: Ja klar kriegt man solose Anfragen mal über ist glaube ich aber auch eher so.
00:55:10: Akquise von Agenturen die sich da eben mit Unternehmensverkäufen beschäftigen konkret nicht.
00:55:17: Aber das ist für uns überhaupt kein Thema.
00:55:19: also wir sind hier wir bleiben hier und wir wollen das nur ein paar Jahre machen.
00:55:26: Ich bin super gespannt, was seit den nächsten Jahren passiert.
00:55:29: Heike erst mal mega vielen Dank, dass du die Zeit genommen hast.
00:55:32: Das ist
00:55:32: ja gerne!
00:55:33: Super spannende Insights wie alles angefangen hat und sich entwickelt hat.
00:55:38: Wie das für euch als nächste Granation, wie ihr das handelt mit deinem Bruder auch nochmal... Glückwunsch und Schapo auf das, was dein Vater und ihr dort aufgebaut habt.
00:55:51: Und ich würde mich freuen wenn das genauso Vollgas in den nächsten Jahren weitergeht.
00:55:56: auch eure Projekte die sozialen Projekten Brunnenbau auch super spannend was ihr da gemacht habt die ganzen Sportgeschichten also wertvolle Einblicke in das Unternehmen lieben.
00:56:08: ja super vielen Dank und schön dass du heute da warst.
00:56:11: Ja
00:56:11: vielen lieben dank und bis bald mal
00:56:14: Tschüss.
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