Vom Elite Einzelkämpfer beim KSK zum Magazinverleger im Yukon / USA – Ein Leben ohne Komfortzone

Shownotes

Wie die Ausbildung beim KSK sein Verständnis von mentaler Belastbarkeit für immer verändert hat Die erste Firmengründung mit 22 – vom Kaltakquise-Glückstreffer bis zum geplatzten Enron-Deal während der Dotcom-Krise Warum Tammo sechsmal an der Green-Card-Lotterie teilnahm, bevor er beim siebten Mal gezogen wurde Den Neustart in New York: vom Türsteher bei Club Monaco bis zum Senior-Job bei einer globalen Werbeagentur Die Stationen Detroit, Chicago, Philadelphia und Kalifornien – und was er über den Unterschied zwischen deutscher und amerikanischer Arbeitskultur gelernt hat Nike's "Just Do It"-Mindset und das Prinzip "Progression rather than Perfection" Die Gründung eines Sporternährungs-Unternehmens 2016 – und warum Covid das Geschäft 2023 zum Erliegen brachte Sein neuestes Projekt: die Übernahme eines etablierten Regionalmagazins im Yukon – als bewusste Gegenbewegung zur KI-getriebenen Medienlandschaft Sein Lebensmotto: "I'm comfortable with the uncomfortable"

Eine Folge über Mut, Neuanfänge und die Frage, was es wirklich bedeutet, Profession und Passion zusammenzubringen.

⏱️ Kapitelmarken / Timestamps 00:00 Intro & Begrüßung 01:01 Kindheit in Ibbenbüren: der abenteuerlustige junge Tammo 02:24 Der Weg zum Kommando Spezialkräfte (KSK) 06:18 Was die Elite-Ausbildung mental und charakterlich geprägt hat 08:49 Die prägendste Übung: mehrere Tage allein im Gelände 19:15 "Wenn du denkst, du bist am Ende, hast du noch 30 % in dir" 21:39 Kurswechsel: Grafikdesign-Studium in Dortmund 23:12 Erste Firmengründung während des Studiums 24:44 Der Kaltakquise-Glückstreffer – und warum er gefährlich war 27:25 Vollzeit in die Agentur: Umzug nach Essen 28:35 Zweite Gründung: Pool 17 – die Strommarkt-Vergleichsplattform vor Check24 30:16 Der Millionen-Deal mit Enron 32:20 Dotcom-Krise: Der Investor bricht weg 35:40 Wechsel zu Grey: Kunden wie Mercedes-Benz, Steiff, Yves Saint Laurent 41:29 Die Entscheidung für die USA: Green-Card-Lotterie 46:30 Der Schockmoment beim Botschaftsinterview 50:59 Ankunft in New York: von Social Security bis Wohnungssuche 57:47 Erster Job in den USA: Türsteher bei Club Monaco 1:00:22 Job bei BBDO – Umzug nach Detroit 1:03:02 Wechsel auf die Corporate-Seite: Motorola in Chicago 1:03:13 Weiter nach Philadelphia und Kalifornien 1:04:23 Kunden Nike Tennis & UCLA 1:10:59 "Just Do It": Wie US-Kultur sein Denken verändert hat 1:15:45 Verkauf der Agentur 2016 & Neustart: Sporternährungs-Startup 1:19:08 Vertrieb bei CVS und der US Navy 1:24:00 Covid als Wendepunkt – Geschäftsaufgabe 2023 1:27:59 Mindset: "Comfortable with the uncomfortable" 1:34:35 Das neue Projekt: Magazinverlag im Yukon 1:39:17 Was das Magazin ausmacht – Nische statt Mainstream 1:44:39 Der Übernahme-Deal & die Co-Ownership-Struktur 1:45:21 KI, Vertrauen und die bewusste Gegenbewegung im Verlagswesen 1:48:15 Fazit: Wenn Passion und Profession zusammenkommen

Tammo Walter – Social Media / LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/tammowalter/ Magazinverlag Yukon: https://theyukonmagazine.com/ Scale & Help – weitere Folgen: https://open.spotify.com/show/5v8dOWzDarxwhgaTykvPzB 📢 Call to Action

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Kategorie-Vorschlag: Business / Persönlichkeitsentwicklung / Auswanderung

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen bei Scale and Help, dem Podcast für Unternehmensnachfolge, Transformation und echten Impact.

00:00:07: Mit Carlo Yesse triffst du die spannendsten Unternehmer- und Nachfolger im deutschsprachigen

00:00:12: Raum!

00:00:12: Hier erfährst Du wie Unternehmen erfolgreich übergeben, skaliert und neu gedacht werden – unsere Mission One

00:00:18: Business,

00:00:19: one School.

00:00:20: Let's go!

00:00:23: Heute sitze ich am alten Freund gegenüber jemandem den ich schon aus der Grundschule kenne.

00:00:27: was Tamo Walter seitdem erlebt hat Klingt wie drei Leben in einem.

00:00:31: Kampfstimmer, Werbeprofi, Gründer mit Millionen Etats, Green Card-Auswanderer und jemand der immer wieder neue Wege gefunden hat größer zu denken.

00:00:39: Zuletzt hatte er das an einem abenteuerlichsten Ort am Nordamerikas bewiesen.

00:00:43: Tamo willkommen bei Scale and Help!

00:00:45: Ja

00:00:46: super hier zu sein.

00:00:47: gut dich zu sehen Carlo.

00:00:48: Schön

00:00:49: dass es geklappt hat.

00:00:49: wir hatten ja schon mal ein kurzes Vorgespräch und kennen uns ja wirklich seit ich glaube seit circa vierzig fünfvierzig Jahren.

00:00:57: Du bist dann mit Anfang Mitte zwanzig in die USA gegangen.

00:01:01: Deswegen lassen wir mal so ein bisschen Revue passieren.

00:01:03: Tamo, was erinnern sich Leute?

00:01:06: Wenn sie sich an einen jungen Tamo aus Grundschul oder Kindheitstagen zurückdenken.

00:01:11: Ich weiß du warst ein super Experimentier freudiger Typ hast kurios und verrückt die Ideen gehabt.

00:01:16: gehen wir nochmal ganz kurz in deine Kindheit.

00:01:17: Ja also ich bin ursprünglich aus Freiburg.

00:01:19: Bin im Freibug geboren worden.

00:01:22: Bin dann mit vieren halb sind wir nach eben Bühnen gezogen.

00:01:25: Eltern hat es in der Norddeutschland gezogen und bin dann da ganz normal in den Kindergarten, Grundschule gegangen so den klassischen Weg gemacht.

00:01:36: Woran erinnern sich Freunde oder Bekannte aus der alten Zeit?

00:01:39: Ich würde sagen dass ich ziemlich abenteuerlustig bin ist auf jeden Fall eine Sache.

00:01:45: das hat mich immer fasziniert.

00:01:49: Ich hatte immer Spaß daran Sachen zu erkunden, ich war immer super aktiv.

00:01:52: Wahrscheinlich mehr als die Hälfte meiner Kindheit irgendwo mit Heute-Burger Wald verbracht bei Bubenbauen, BMX oder Fahrradfahren aber auch so generell würde ich sagen eigentlich das Experimentierfolge des Abenteuerlustige ist ein roter Faden der sich durch mein Leben zieht auf jeden Fall.

00:02:11: Deswegen das ist eine ganz gute Überleitung.

00:02:13: dann hast du die Schule durchlaufen Kindergarten Grundschule hast schon kurz erwähnt Dann bist du aufs Gymnasium und ich kann es nicht mehr ganz hundertprozentig Revue passieren lassen.

00:02:23: Es hieß auf jeden Fall, Tamo hat die Qualifikation oder hatte die einen Aufnahmetest als Einzelkämpfer bestanden und wird Kampfschwimmer.

00:02:32: Wie ist das dazu gekommen?

00:02:34: Ja

00:02:34: ehrlich gesagt Ich habe mich damals ein bisschen gelangweilt.

00:02:38: in der Schule würde ich so sagen.

00:02:40: vor allem im Rückblick ist das wahrscheinlich eins der treibenden Faktoren gewesen einer.

00:02:48: Ich habe mich damals aus irgendeinem Grunde dafür interessiert zu gucken, was für Möglichkeiten es bei der Bundeswehr gibt.

00:02:56: Damals war ja noch die Werflicht aktiv.

00:02:59: Das heißt für viele von uns hieß das dass man irgendwann eingezogen wird.

00:03:04: Man hatte die Möglichkeit auch Zivildienste machen aber das kam für mich eigentlich damals nicht so in Frage.

00:03:09: ich finde das war immer wichtig und eine gute Alternative für manche Leute.

00:03:16: Also der Gang zur Bundeswehr stand für mich eigentlich außer Frage.

00:03:20: Und dann habe ich mir gedacht, wenn ich eh hin muss, dann sollte ich mich vielleicht damit auseinandersetzen was man sonst noch machen kann.

00:03:28: denn typischerweise wenn man eingezogen wird für die Wehrpflicht oder ein Wehrdienst hat man keine besonderen Möglichkeiten da sich auszusuchen, wo es hingeht.

00:03:37: Das ist natürlich anders, wenn man sich verpflichtet.

00:03:39: Ich habe mich dann informiert was es da so an unterschiedlichen Möglichkeiten gibt und in den Kampfschmerzen zu gehen war damals eine Option die mich sehr interessiert hat halt einfach die Herausforderung.

00:03:50: Damals sah das auch alles noch ganz anders aus, also Wehrpflicht und Verpflichtung bei der Bundeswehr.

00:03:55: Das ist heute mit Sicherheit ein anderes Ding als es damals war.

00:04:00: Das war so'n bisschen wie so'ne Abenteuerspielplatz für Erwachsene.

00:04:04: Ganz einsetzte eigentlich relativ wenig.

00:04:06: Ja klar war das eine ernste Geschichte und man musste davon ausgehen dass unter Umständen wird man natürlich im Ernstfall auch irgendwo in die Welt geschickt, aber ich glaube... Der

00:04:15: Irak Krieg war ja damals auch so etwa zu der Zeit.

00:04:18: Kann ich mich noch erinnern?

00:04:19: Aber da waren wir mal nicht so in der Zehnten-Elfen-Klasse.

00:04:21: Ich mein', dass er da Irak war und kurz danach bis zur Bundeswehr.

00:04:26: Das musst du grob in der Richtung gewesen sein!

00:04:28: Genau das war kurz davor hauptsächlich medizinische und logistisch Unterstützung damals.

00:04:35: Die Bundeswehr eigentlich nicht eingebunden in irgendwelche Kampfeinsätze.

00:04:40: Das hat sich dann eigentlich erst mit dem Jugoslawien-Konflikt verändert.

00:04:45: Und da hat sich natürlich auch politisch wahnsinnig viel getan und die Verantwortung, die Deutschland in Europa, in der Welt hat um einen Beitrag zu leisten für Sicherheit.

00:04:53: Ja ich würde mal sagen so humanitäre Grundrechte ist jetzt was ganz anderes als das noch vor zwanzig dreißig Jahren war.

00:05:01: Aber ich bin dann zu einem Aufnahmetest gegangen damals nach Wilhelmshaven.

00:05:07: Ich war glaube ich drei Tage, musste da alle möglichen Sachen machen von physischen bis psychischen und Intelligenz-Tests.

00:05:17: Und hatte dann die Möglichkeit bekommen dahin zu gehen habe mich dann nochmal mit der ganzen Thematik auseinander gesetzt um mich schlussendlich entschieden zum Fallschirmjäger anzugehen weil wenn man den eigentlichen Test Oder die Zeit, bei den Kampfschirmen zum Beispiel nicht besteht.

00:05:36: Dann muss man in der Einheit, wie so eine Art Fallback-Einheit dient.

00:05:40: Das hat mich bei der Marine nicht so interessiert.

00:05:44: Bei den Fallschirmjäger war das ein bisschen anders.

00:05:45: Ich bin am letzten Endes beim KSK gelandet.

00:05:49: Den Kommando Spezialkräfte, die ganz frisch gegründet waren... Und davon gab's in Lebach, wo ich hingegangen bin.

00:05:56: Gab es eine Kompanie, die war damals noch auf drei verschiedene Kompanien unterteilt in Deutschland.

00:06:01: Mittlerweile sind die alle im Kalf.

00:06:03: Aber ja das hab' ich dann damals gemacht.

00:06:06: Ein Prinzip des Pendants zu den Kampfsmannen bloß weniger Amphibische oder Wassereinsätze, die da irgendwie mit rein spielen Und es war eine unheimlich prägende Zeit.

00:06:17: Deswegen, das wäre jetzt nochmal spannend dass du gerade noch mal da drauf eingehst.

00:06:20: also was hat er so mit dir körperlich mental karakterlich gemacht?

00:06:25: Ich meine das ist ja nicht keine banale Standard-Truppe sondern das is ne Elite Einheit bei der Bundeswehr

00:06:32: wie...

00:06:33: Was hat das mit dir gemacht?

00:06:34: Also ich würde sagen für die meisten jungen Männer oder Frauen die irgendwo in der Bundesweh sind und anspruchsvolle Jobs leisten ist in der Regel der Einfluss und die Prägung ziemlich hoch, weil man wird von null auf hundert in einer wachsenden Umfeld geschmissen.

00:06:54: In dem man sich beweisen muss... Warst

00:06:56: du schon achtzig?

00:06:57: Ich bin achtzehn geworden.

00:06:59: kurz danach ja Ja was hat das mit mir gemacht?

00:07:04: also ich würde sagen Auf der einen Seite natürlich dass das physische beanspruchsvoll aber wenn man fit ist und ich war damals schon fit dann ist das eigentlich die kleinste Herausforderung.

00:07:15: Und was unheimlich interessant war, war zu sehen, dass ... Zu der Zeit, das waren vierneunzig, da sind doch viele der ehemaligen Spitzensportloralitäts-Sporterprofi Sportler aus der DDR.

00:07:27: Die mussten sich neue Möglichkeiten suchen also... Der Wettbewerb so im physischen Bereich, der war unheimlisch hoch aber ... Das ist etwas woran sich der Körper relativ schnell gewöhnt.

00:07:41: Neues für die meisten Menschen oder meisten Leute, die sich dann in solche Umfelder aussetzen ist der psychische Druck und damit umzugehen.

00:07:51: Und ich würde sagen eine der interessantsten und prägensten Erfahrungen war das eben nicht die, die am fittesten sind, am schnellsten laufen können, am stärksten sind, Am besten aussehen wie so Model-Athleten oder Gewichtsheber Das sind diese oft als erstes einbrechen Denn die Ausdauer Ihr hängt letzten Endes doch maßstäblich mit dem Kopf zusammen.

00:08:15: und da sich durch zu beißen.

00:08:16: Und das auch ein Stück weit zu lernen, ich glaube zum Charakter-Frage.

00:08:22: Da sind vielleicht manche besser für prädestiniert als andere aber zum großen Grad kann man es auch lernen.

00:08:31: Kannst du noch ein Beispiel erinnern?

00:08:34: vielleicht irgendeine Trainingseinheit oder irgendein Situation X, wo man wirklich mental gefordert war.

00:08:41: Wo du wirklich sagst so die Nummer werde ich mein Leben lang nicht vergessen?

00:08:44: Auf jeden Fall also davon gibt es einige aber eine die würde ich sagen heraussticht ist war eine Übung in der wir mehrere Tage alleine im Wildnis ist das natürlich in Deutschland nicht, aber im Wald und im Gelände unterwegs waren Und uns da durchschlagen mussten.

00:09:02: Das war eine Übung, da musste man halt von ... ja also Stationen ablaufen quasi über mehrere Tage und waren ... Wie lang?

00:09:13: Also

00:09:13: auch ein paar hundert Meter auseinander oder ein, zwei Kilometer, sondern

00:09:17: wir

00:09:17: reden immer ein bisschen größere Distanz wahrscheinlich,

00:09:20: ne?

00:09:20: Das war ne größere Distanz.

00:09:21: ich weiß nicht mehr genau das war wie viel es war aber das war auf jeden Fall ne größer Distanz sehr herausfordernd.

00:09:26: Ja Über mir der Tage den ganzen Tag.

00:09:30: Oh ja!

00:09:31: Also da war es so, dass man sich halt immer alleine durchschlagen musste.

00:09:36: Letzten Endes als die Übung vorbei war und man hat natürlich wenig zu essen gehabt.

00:09:42: Das sind alles Faktoren.

00:09:45: wie reagieren Soldatinnen unter Stress?

00:09:49: Wenn es wenig zu Essen gibt, wenn die physische Herausforderung hoch ist, wenn's wenig zu trinken gibt... ...wenn all die Dinge, die man sonst so gerne hätte, wenn sie einem ins Hogen werden, wie reagiert man?

00:09:58: Kann man dann noch vernünftig navigieren, kann man vernünftige Entscheidungen fällen.

00:10:06: Funktioniert man halt eben zu einem Grad der zuverlässig ist, eben mental und nicht nur... Und am Ende dieser Übung war es so dass man aufgesammelt worden ist und dann die Soldaten gemeinsam in die Kaserne zurückfohren.

00:10:22: Wurde dir

00:10:22: mit Fallschirmen erst irgendwo rausgelassen?

00:10:26: Bei diese Übung nicht!

00:10:27: Aber das gab's wahrscheinlich auch

00:10:28: ne?!

00:10:29: Das gab es auch, die Leute wurden also die Teams oder die einzelnen Inseraten wurden quasi unterschiedlich abgesetzt und mussten dann ihre eigenen Noten und Strecken diese Ablaufen mussten.

00:10:42: Und ja klar nach drei vier Tagen hast du natürlich wahnsinnig hohe Verbrenztausende von Kalorien jeden Tag schweres Gepäck, fünfzig Kilo auf dem Rücken, schwieriges Gelände, schwierige Witterungsbedingungen.

00:10:54: das war damals im Winter, lag Schnee aufm Boden Nächte, super kalt.

00:11:00: Also wirklich herausfordernd.

00:11:02: und dann kommst du irgendwann an deinen Endpunkt und bist natürlich wirklich ausgelaugt.

00:11:08: Und ja da war dann also ein Stwagenstand zur Verfügung der dann halt da war um die Soldaten zurück in die Kaserne zu fahren Und da war hinten drauf eine ganze Menge an super leckerem Essen oder zumindest dem, was einem dann lecker vorkam.

00:11:25: Das ist natürlich.

00:11:25: nach vier Tagen in der Wildnis sieht das ein bisschen anders aus als wenn man so in der Stadt unterwegs ist und es wurde aber gesagt, dass wäre nicht für uns, das darf man nicht anfassen.

00:11:35: Dann sind wir halt zurück in die Kaserne gefahren mit ein paar Leuten hinten drauf Und da wurde natürlich dann versucht irgendwie an diese Essensvorräteranz zu gehen, man dachte vielleicht das wird nicht bemerkt.

00:11:48: Da wurde auch weiter so und ich ein großer Heel daraus gemacht.

00:11:51: Er kam in der Kaserne an und dann wurde festgestellt dass wir da ein bisschen an den Vorräten geplündert hatten auf dem Weg zurück.

00:11:58: Dann drehte der Laster im Kasernengelände um und es ging gleich

00:12:03: wieder

00:12:03: raus ins Gelände.

00:12:04: Es wurde eine extra Runde gedreht nochmal ein paar Tage raus.

00:12:09: Das war auf jeden Fall so eine Lässe, die man nicht vergisst.

00:12:16: Das war damals jung...

00:12:20: Wie lange warst du da?

00:12:22: War das wirklich nur dann...?

00:12:25: Ja, die Regelzeit das Wehrdienst ist ich glaube um bei falschen Jägern oder Kampfsprung zu sein.

00:12:30: Man musste sich ja glaube ich wirklich verpflichten für eine gewisse Zeit.

00:12:34: Ja

00:12:34: man muss sich verschlichten.

00:12:35: damals waren es vier Jahre habe ich auch gemacht für vier Jahre verpflichtet.

00:12:39: Ich bin letzten Endes nach zwei Jahren raus weil die Verpflichtungszeit wurde hochgesetzt von vier auf acht jahren.

00:12:46: Die Bundeswehr hat erkannt dass wenn die nur Rotation von vier jahren haben Das ist nicht finanziell nicht machbar.

00:12:52: die Ausbildung ist wahnsinnig teuer letzten Endes, also was da an Gerät gebraucht wird von Waffen bis zu allen anderen möglichen Equipment.

00:13:01: Wenn du eine Rotation von vier Jahren hast dann ist der Verschleiß unheimlich hoch und all das Knowledge, was da vermittelt wird vom Fallschirm springen bis hin zur anderen Sachen die wenn das nach vier jahren abwandert ist es nicht tragbar.

00:13:15: Die Bundeswehr das Hochgesetz auf acht Jahre und den Leuten die in diese Zeit vielen wo sie sich entweder hätten länger verpflichten müssen oder eben nicht.

00:13:26: Den haben Sie dann die Möglichkeit gegeben zu sagen, okay ihr könnt auch austreten und ich habe damals erkannt dass wenn ich das acht Jahre mache werde ich wahrscheinlich einen schweren wird es schwer so normale Leben zurückzukehren.

00:13:40: dieser Adrenalin Level auf dem man da unterwegs ist eigentlich auf einer tagtäglichen Basis ist wahnsinnig hoch.

00:13:50: Für das normale Leben ist man unter dem schon verbrannt.

00:13:53: Es

00:13:54: gibt ja keine ähnlich wie so Fußballprofis, die vor achtzigtausend Leuten spielen.

00:13:59: Das ist auch schwierig vergleichbare Situationen dann in der Nachprofi-Karriere nochmal nur an der Hand irgendwie dazu darzustellen.

00:14:07: Da war scheinbar so ein bisschen ähnlich.

00:14:10: Das kann man nicht rekreieren und das ist ziemlich einmalig.

00:14:14: Gerade die Situation im militärischen Bereich sind dann natürlich nochmal einmalig, weil das sind Dinge, die es so im Zivilleben natürlich gar nicht mehr gibt.

00:14:23: Also du kannst auch nicht einfach auf einen Druckmühungsplatz gehen und sagen, hey die Atmosphäre gefällt mir.

00:14:28: Und sie vermisse ich jetzt irgendwie... Es gibt

00:14:30: ja inzwischen so Spielplätze für Männer wo sie irgendwelche ausrangigierten Panzer- und gerechtshaftenen Stellen dass sie sich da so ein bisschen austoben können.

00:14:37: Jetzt nochmal eine Kurzverbindung und dann beendet das Kapitel vielleicht auch.

00:14:42: Ich kann mir vorstellen hat dich das maßgeblich geprägt.

00:14:46: Du hattest immer unglaubliche Energie vom Typ war super sportlich Abenteuerlustig wie du auch anfangs schon gesagt hast.

00:14:53: Aber würdest du sagen, das hat schon auch noch mal einen Impact gehabt auf deine weitere berufliche Laufbahn?

00:14:58: Oder ist das jetzt irgendwie zu weit hergeholt.

00:15:00: Ja hundert Prozent!

00:15:01: Also ich würde sogar sagen, dass hat es vielleicht einer der prägensten Aspekte gewesen weil...

00:15:06: Echtlich?!

00:15:07: ...der Aspekt sich durchzubeißen den für Leute die Ambition haben und die was aus dem Leben rausholen wollen, der taucht immer und überall auf.

00:15:17: Das ist egal ob das im Zivilleben ist, im militärischen Bereich, im sportlichen Bereich sich durch zu beißen, sich durch beißen zu können.

00:15:27: Zu verstehen wo die Limits sind oder wie weit man sie eben auch pushen kann ist unglaublich wichtig und ich habe das immer wieder im Leben festgestellt.

00:15:35: dass das sind so banale Situationen wie zum Beispiel mit dem Flieger irgendwo zu spät anzukommen und du realisierst dass jeder so um dich rum im flieger sagt für den verbindungsflug ja schaffen wir nicht mehr brauchen überhaupt nichts zu probieren macht eh keinen Sinn.

00:15:53: und du sagst ja einfach, ne ich gebe alles was ich habe.

00:15:56: Ich renne durch die Terminus, ich verausgabe

00:15:59: mich quasi

00:16:00: wie auf dem Innern des Laufs.

00:16:02: Genau!

00:16:02: Und das geht dann...und man versucht alles und es ist doch überraschend wie oft dann eben man feststellt dass man doch ans Ziel kommt wenn man das eben versucht und alles gibt Und ich würde sagen, das sind so prägende Erfahrungen und sich da selbst einschätzen zu können.

00:16:23: Das gelernt zu haben, dass man in der Regel eben bei Weitem nicht an seine Grenzen geht.

00:16:28: Dass es was Wertvolles, was einem durch den Rest des Lebens begleitet – in allen möglichen Situationen aber vor allem auch beruflich!

00:16:37: Da stellt man fest, dass viele Leute viel zu früh aufgeben.

00:16:39: Hallo?

00:16:40: Ich kann dich nicht mehr hören.

00:16:41: Ich kann den nicht hören.

00:16:42: Ich kann ihn sehen, aber ich kann ihn nicht hören!

00:16:44: Ne?

00:16:44: Soll ich mal versuchen meine Kopfhörer rauszunehmen und das zu testen ob das an meiner Seite liegt?

00:16:49: Kannst du mich hören?

00:16:50: Kannest du mich hör'n?

00:16:51: Ja?

00:16:52: Warte mal ganz kurz.

00:16:53: Sagen wir noch was?

00:16:54: Nee kommt kein Ton durch auch wenn ich auf dem Computer... Umstelle jetzt höre ich dich ja gut

00:16:59: die Aufnahme.

00:17:00: Gut, dann machen wir da einfach irgendwie weiter.

00:17:02: das kann man ausschneiden ist kein Problem.

00:17:04: Okay?

00:17:04: Ich glaube so Situationen kann man auch schwer gerade was du gesagt hast was man da als Einzelkämpfer der Ausbildung also wirklich ans Limit geht die extra Meile gehen.

00:17:13: es gibt auch Ja, ich glaube Profisportler haben ähnliche Situation wo dies die auch gewohnt sind einfach nochmal Schippe drauf zu legen und eigentlich wissen was limit bedeutet weil limit relativ.

00:17:25: aber ja ich glaub Der Großteil der Personen kommen wahrscheinlich gar nicht in die Situation, wenn sie nicht im Leistungssport waren oder in so einer militärischen...

00:17:36: Die meisten sicherlich nicht und ich glaube, viele Menschen wären wahnsinnig überrascht wie weit die eigentlich gehen können.

00:17:43: Also ich kann mich erinnern an so ein Satz eines Ausbilders der sagte wenn du denkst Du bist absolut am Ende dann hast noch dreißig Prozent in dir.

00:17:49: Und das betrifft das Physisch schon.

00:17:50: Das betrifgt das Mentale auch.

00:17:52: Wir sind so strukturiert dass das Gehirn versucht möglichst früh einen dazu zu bringen Dinge sein zu lassen die vielleicht irgendwann Problemen frühen.

00:18:03: und wenn man das nicht ausreizt und da die Grenzen verschiebt, dann denkt man halt man ist schon am Ende.

00:18:10: Und dabei ist eigentlich das Potenzialwasser noch drin ist wahnsinnig hoch!

00:18:15: Das hat sich also wirklich auch wie so ein roter Faden durch den Rest meines bisherigen Lebens gezogen Und da denke ich auch oft daran zurück.

00:18:23: Also diese Erfahrung, die man da mitnimmt und auch die Kleinigkeiten, die so eine Rolle spielen... Ich kann mich dran ändern.

00:18:29: wir im Bund auf Tugger gelacht haben, dass man morgens als erstes das Bett machen muss.

00:18:32: Gibt es eine bekannte Rede von einem ehemaligen Kommandeur der Navy Seals, der darüber spricht was die Bedeutung dieses Bettmachens ist?

00:18:40: Es geht nicht oder nur sekundär darum, dass dann die Stube ordentlich aussieht.

00:18:44: Es geht darum, dass du den Tag damit beginnst, das ein Achievement hast und dass du eine erste Aufgabe gemeistert hast und dadurch gegangen bist.

00:18:51: Du banal die auch erstmal klingt, aber genau darum gehst!

00:18:56: Du bist einfach startklar um jetzt zu liefern, um mit es losgeht.

00:19:04: Genau, da entwickeln sich Routinen und man entwickelt im Prinzip aus so einem... So ein Verständnis dafür, Dinge zu machen die einem vielleicht keinen besonderen Spaß machen.

00:19:14: Bett machen ist natürlich so eine Sache das macht keinem jetzt besonders Spaß.

00:19:17: aber da entwickeln sich Routinen entwickelt sich halt eben das verständnis für das dinge abgearbeitet werden müssen die dann ultimativ halt eben auch einen effekt haben auf den auf dem Rest des tages.

00:19:28: ja also davon gibt es wahnsinnig viele situationen und beispiele die eben mitnimmt wenn man das mehrere jahre macht und dann auch in der unterschiedlichsten Situation ist.

00:19:39: gehen wir vielleicht zur nächsten Station.

00:19:41: So, bis zu dann hast du zwei Jahre durchlaufen?

00:19:46: Was war der nächste Schritt?

00:19:47: Warum war dieser nächste Schritt und was ist denn passiert?

00:19:50: Ja also ich habe wie gesagt, ich habe mir dann gesagt, also acht Jahre das ist zu lang!

00:19:55: Ich trete da aus, schlag einen neuen Weg ein und hab mich damit auseinander gesetzt, was ich gerne machen möchte.

00:20:04: Ich bin beim Graphic Design im Prinzip gelangt.

00:20:08: Graphic design, Fotografie in kreativer Bereich eigentlich was total anderes aber eine Thematik die mich auch seit Kindertagen schon interessiert und faszinierter hat so das Kreative Und hab dann in Dortmund studiert Studium angefangen Hab grafikdesign studiert, Fotographie und Marketing.

00:20:27: Das habe ich in Dortmond dann angefangen der komplette Tapetenwechsel gewesen und das war nicht unbedingt einfach.

00:20:38: Aber wenn man Spaß an Herausforderungen hat, dann sucht man sich die Herausforderung egal wo man ist.

00:20:47: Und jede, jede Thematik jedes Umfeld, jede Lebenssituation kann das bieten, wenn man das gerne möchte.

00:20:57: Die kann man sich suchen, die kann man schaffen.

00:20:59: diese Herausforderungen Und daran kann man wachsen.

00:21:01: und wenn man daran Spaß hat, dann ist es ja... Dann geht was.

00:21:06: Das ist etwas wahnsinnig Faszinierendes für mich zumindest.

00:21:09: Du

00:21:09: hast ja schon in der Zeit eine Firma gegründet, wenn ich jetzt richtig lege?

00:21:14: War das schon nach dem Studium oder hat sie schon während des Studiums?

00:21:18: Es war während des Studios noch.

00:21:19: Ich habe mit zwei Freunden ne Firma geGründet Eigentlich um einfach so Projekte nebenher abzuwickeln, wir dachten uns okay.

00:21:31: Wir lernen hier was was man gut anwenden kann.

00:21:34: warum warten bis man mit dem Studium fertig ist wenn man praktische Erfahrungen sammeln kann.

00:21:39: hey dann vielleicht auch jetzt!

00:21:41: Das ja schon fast Silicon Valley Mindset das ist ja schon so.

00:21:44: dein Grund am Mindset in den USA viel hast du dir und auch außer Universität einfach schon ausgrund?

00:21:49: Ja,

00:21:49: gibt es hier natürlich in Nordamerika ganz viel und das Silicon Valley dann natürlich besonders viel.

00:21:56: Da herrscht natürlich so eine Atmosphäre und das ist auch schon sehr lange.

00:22:01: Wir haben das damals gar nicht so empfunden.

00:22:02: Es war halt einfach auch so ein Outlet was man sich gesucht hat um das was man gelernt hat anzuwenden und eben nicht nur im Klassenraum zu sitzen oder irgendwelche Schulprojekte zu machen sondern zu sagen okay da kann man vielleicht A number of birds with one stone, wie man im Englischen sagen würde.

00:22:18: Und was dann damals ein bisschen fatal war... Wir haben uns gelbe Seiten rausgenommen und benutze ja heute eigentlich kein Schwein mehr.

00:22:28: aber wir haben uns so einen gelben Seitenbuch rausgenommen oder vorgenommen und haben gesagt okay wir kontaktieren jetzt einfach für randomly Und ja, Schauen

00:22:41: auf die Kalterquise.

00:22:42: Totale Kalter Quise war damals natürlich auch wahnsinnig naiv.

00:22:47: und wir haben dann also wirklich nach dem Zufallsprinzip haben wir eine Seite aufgeschlagen und eine Firma in einem Dortmunder Vorort, eine Elektronik-Farmer angerufen, haben uns da vorgestellt und gesagt, wir wären ein junges Kreativteam und wenn die irgendwelche Projekte hätten ... im Marketing-Kreativbereich dann würden wir ja, wir stellen mehr zur Verfügung und der erste Anruf hat direkt zu einem Projekt geführt.

00:23:15: Was?

00:23:15: Und das war natürlich unheimlich aufregend und spannend und total cool.

00:23:22: aber in vielerlei Hinsicht war es fatal weil es einen völlig falschen Eindruck davon gegeben hat oder uns gegeben hat was das eigentlich bedeutet kalter Krise zu machen auch Kunden zu generieren.

00:23:34: War das ein bisschen

00:23:35: mehr Glück als Verstand, Robert?

00:23:37: Das war absolut mehr Glück.

00:23:40: Wenn man da überlegen würde was sind die Chancen um Treffer zu landen mit dem ersten Anruf direktem Kundenprojekt zu machen.

00:23:47: Das war damals eine Webseite zu der Zeit auch etwas total Neues.

00:23:51: Da war der Bedarf natürlich wahnsinnig hoch.

00:23:53: Das waren in deiner Art und Weise.

00:23:55: Es gab viele Firmen, die hatten noch keine Webseiten.

00:23:58: Und wenn sie welche hatten dann waren die Wahnsinnig rudimentär!

00:24:01: Also das war wirklich spannend, aber der totale Glücksgriff und also für diesen einen Fall.

00:24:10: Und wir haben dann gedacht naja wenn er so einfach ist, dass es natürlich cool und dann machen wir das mal weiter.

00:24:18: Ich meine da sind ganz viele positive Aspekte drin, aber das Fatale war halt, dass der schnelle Erfolg des ersten Kontakts hat uns suggeriert, dass es einfach ist.

00:24:30: Wir haben dann diese Firma gegründet auch mit dem Gedanken zu sagen okay wir probieren das jetzt während des Studiums.

00:24:38: wenn wir mit dem Studium fertig sind und wir sehen dass das läuft dann machen wir das weiter.

00:24:42: super cool gibt's keine Transition Time und wenn es regt läuft dann gehen wir irgendwo in eine Agentur und starten im Prinzip ein ganz normal angestellten Job.

00:24:52: die meisten Leute nach einem Studium machen.

00:24:55: Wir haben das ein bisschen so gesehen als Test & Learn und mal sehen wo es hingeht.

00:25:03: Das hat dann aber auch ganz gut funktioniert, und wir haben das nach dem Studium weitergeführt.

00:25:09: Es war

00:25:10: ja,

00:25:11: heißt es?

00:25:13: Also es war da wirklich fulltime!

00:25:14: Seid wirklich nahtlos vom Studium in die Agentur, die schon existierte... Aber habe dann wahrscheinlich Vollgas gegeben, weil er dann halt hundert Prozent Kapazität im Garten.

00:25:24: Ja

00:25:24: genau und so wie das dann eben ist für junge Leute, das war mehr als Vollzeit.

00:25:31: Das waren zwei FTIs pro Person irgendwie die da wirklich Tag und Macht geschuft hat haben und wir haben sehr viel gearbeitet und es hat uns aber Spaß gemacht.

00:25:46: Das war eine Aufbruchszeit damals mit dem Internet, mit digitalen Medien.

00:25:52: Und das war ja wirklich genau wie du sagst, sich neun, neunzig ... Ja!

00:25:56: Da ging halt irgendwie richtig was?

00:25:57: Das war so die Startzeit einfach.

00:26:01: Wie lange habt ihr das gemacht?

00:26:02: und ich weiß, ihr habt teilweise wirklich große Counts da dann auch angeholt.

00:26:07: Hat zwar angefangen im lokalen Unternehmen Dortmund... Ihr wart auch in Dortmund, richtig?

00:26:12: Die Agentur?

00:26:13: oder wo war eure Base?

00:26:15: Wir haben in Dortmund gestartet.

00:26:17: Wir hatten eine Möglichkeit in ein Gebäude, also dann mit dem Studium Ende, haben wir gesagt okay, wir müssen nicht in Dortmond bleiben und das angeschaut.

00:26:26: Das war eine Möglichkeit, aber am letzten Ende uns entschieden für eine Räumlichkeit in Essen und sind nach Essen umgezogen relativ nah beieinander.

00:26:37: Wir haben jetzt nicht das Gefühl, dass wir da irgendwie was aufgeben, was man an Dortmund schon mal angeschoben hat.

00:26:42: Dafür sind die Wege da, kurz und easy zu bewältigen.

00:26:47: Also für uns war das Ruhrgebiet alles eine Location.

00:26:52: Wir sind dann nach Essen gegangen.

00:26:54: Wir hatten größte Kunden oder kleinere Kunden und das lief auch gut.

00:26:58: Wir haben noch eine zweite Firma gestartet.

00:27:02: Damals wurde der Strommarkt in Deutschland geöffnet.

00:27:09: Das heißt oder das hieß damals, dass Endverbraucher sich an Stromanbieter wenden konnten die nicht vorgegeben waren.

00:27:18: Bis dahin war das etwas was nicht möglich war da wo man wohnte.

00:27:22: Da hatte man einen Stromanbeater und bei dem musste man seinen Strom abnehmen.

00:27:27: Das Monopol wurde damals aufgelöst Und wir haben dann eine Verbraucherplattform aufgebaut, Pool-Sitzen hieß die damals und Unsoommenten nachfragen zu bündeln.

00:27:37: Dann an verschiedene Stromanbieter zu gehen und zu sagen hey was sind die?

00:27:42: Das

00:27:42: ist ja schon das Vary-Wox oder Check-Firnzwanzig, das habt ihr ja schon an

00:27:47: zweitausend gemacht.

00:27:48: Wir haben in den Western gefunden.

00:27:50: auch das war wahnsinnig, wahnsinnigt spannend!

00:27:54: Also

00:27:54: vorher gebootstrapped, also vorher eigenes Geld.

00:27:57: Ihr habt ganz normal gestartet und habt dann noch die ersten Accounts gehabt, habt dann Geld generiert.

00:28:03: aber ihr musstet ja wahrscheinlich nicht groß investieren weil es ja dann einfach doch erstmal primär Wissen, Knowledge digital irgendwie war.

00:28:10: Aber dann mit der zweiten Firma habt ihr tatsächlich ein Investor reingeholt.

00:28:13: Ja man hat einen Investor rein geholt und das praktisch war auch dass wir für die Firma konnten wir natürlich Ressourcen benutzen die wir in der Agentur schon hatten.

00:28:22: Alles was also von Website bis zu Präsentationen, ja bist du so konzeptionellen Dingen und so weiter und sofort das konnten wir alles relativ einfach aufbauen.

00:28:33: Das wäre für andere Leute ein bisschen schwieriger gewesen ohne Kapital zumindest.

00:28:37: Und insofern hatten uns der Name dann eine gute Startposition gebracht waren bei mehr Investmentpitches die damals eigentlich auch überall aus dem Boden schossen dabei und haben dann einen Investor gefunden.

00:28:49: auch aus dem Ruhrgebiet haben das dann zwei Jahre ungefähr gemacht.

00:28:56: Das lief gut, wir hatten einen sehr guten Deal damals mit Enron ausgehandelt die große amerikanische Energiekonzerne der mittlerweile eingegangen ist.

00:29:04: Die sind durch so ein ganz großes Desaster geschlittert.

00:29:08: danach aber die wollten auf den europäischen Markt und besonders den deutschen Markt war somit das Interessante sondern mit denen hatten wir dann Konditionen verhandelt um auf dem Markt einzusteigen.

00:29:19: und das war am Ende oder am Anfang der Dotcom-Krise muss man sagen, so am Ende des Boomes.

00:29:26: und ja dann ist uns der Investor weggebrochen.

00:29:29: Der ist pleite gegangen, konnte seine Zahlung nicht mehr leisten und hat uns dann quasi mit runtergezogen in... Ein bisschen tragisch, ein bisschen dramatisch war wirklich schade.

00:29:39: Wir waren damals abhängig von den Investmentzahlungen um das Geschäft aufzubauen wie es bei den meisten Start-ups ist.

00:29:46: Du brauchst halt das Kapital im Anfang.

00:29:48: Ja ihr

00:29:49: hättet ja sicherlich dann auch unseren Änderern und Kunden um denen entsprechend ich glaube es ging ja um einen Markteintritt in Deutschland oder Europa.

00:29:56: da habt ihr ja entsprechend wahrscheinlich dann auch Bandpower reingewollt und Leute die dann nur dieses Thema betreut haben Und da war dann wahrscheinlich erstmal eine reine Burnrate, die man hatte.

00:30:06: Da kam das erst mal kein Cash.

00:30:11: Ja also das war... wie viele Start-ups?

00:30:14: War man darauf angewiesen dass man eben das Investmentgeld hat und wenn der Kerninvestor wegbricht ist es schwierig.

00:30:20: Was dazu kam ... wir waren jung unerfahren Wir haben wahnsinnig viel Erfahrung gesammelt quasi die ganze Berufszeit dann begleitet haben.

00:30:31: Aber das war schon so ein bisschen unglücklich, dass eigentlich einen positiven Outlook hatte und der Investor weggebrochen ist.

00:30:44: Und das war auch dann zu der Zeit, also man würde denken ja vielleicht hätte man es verkaufen können oder vielleicht hätte jemand da irgendjemand Neues finden können.

00:30:51: Das Problem war am Anfang der Dotcom-Krise ähnlich wie bei so einem Börsencrash wenn er einmal Panik aufkommt im Markt, dann findest du keinen neuen Investor.

00:31:02: Das war keine Option damals.

00:31:06: Ohnehin schon eine Leistung, sondern account wie enron ranzulnen also ein riesen us-konzern.

00:31:13: Der euch das vertrauen ausgesprochen hat ja den markt antrat am markantritt deutschland im prinzip zu planen und zu machen.

00:31:21: Ja nochmal ganz kurz vielleicht zu der situation weil das interessiert mich das war eines der weltgrößten konzerne.

00:31:28: Enron Wie habt ihr den account lag gemacht?

00:31:31: wir haben

00:31:32: uns Ich weiß gar nicht mehr genau, ob die uns angeschrieben haben oder ob wir uns an die gemeldet haben.

00:31:40: Auf jeden Fall kam ein Kontakt zustande zu der entsprechenden Projektleiterin in London.

00:31:48: Da war er ja in European Headquarter damals Und ich glaube, die haben damals zu dem Zeitpunkt einfach gescannt wie sieht der Markt aus.

00:31:57: Welche Anbieter gibt es da?

00:31:58: Welche Plattformen wären potenzielle Partner?

00:32:01: oder einzusteigen in diesen geöffneten Strommarkt?

00:32:03: und dann haben wir einen Kontakt aufgenommen und sind nach London geflogen war für uns natürlich wahnsinnig spannende Erfahrungen.

00:32:10: das war Big Business.

00:32:11: damit hatten wir so in der Form vorher noch nichts zu tun haben dann da im exten Stock in der Executive Etage gesessen und Präsentation gegeben, was wir machen.

00:32:23: Was wir vorhaben wie die Planung sind, wie das Potenzial ist.

00:32:26: Und ja letzten Endes kam dann da halt eben ein Vertrag zustande, der wirklich spannend war.

00:32:36: Aber es ist nicht mehr wirklich zum Tragen gekommen.

00:32:39: Bist du zu gray?

00:32:41: Wenn ich das noch richtig Revue passiere... Gray ist ja einer der weltweit größten Agenturen.

00:32:49: Also wie ging es dann irgendwie weiter?

00:32:51: oder was war denn so?

00:32:52: der next step?

00:32:53: Ja, also wir haben das Business-Film... also die Startup haben wir dann eingestellt.

00:33:01: relativ kurzfristig war klar dass das nicht weiterzuführen war als der Investor weggebrochen war.

00:33:07: Dann haben wir die Agentur noch ein bisschen weitergeführt und irgendwann festgestellt okay Wir müssen noch was anderes machen, Erfahrungen sammeln.

00:33:14: Und ganz am Anfang der Karriere des Berufsweges wollten wir jetzt nicht hängenbleiben, sagen wir mal und wir haben dann... Ihr wart ihr als

00:33:24: drei Gründer, wart ihr euch da alle super einig?

00:33:27: Ich meine so drei Leute an einem Boot!

00:33:32: Das ist nicht Einflug.

00:33:33: Da stimmt, weil wenn man gemeinsam eine Firma aufbaut, dann trägt man natürlich auch ne Verantwortung und wenn einer einfach sagt ja ich hab jetzt keinen Bock mehr.

00:33:41: das kann Probleme bereiten.

00:33:44: Das war eine Phase durch die wir durchgegangen sind wo uns viele Gesetze haben gesagt haben okay wir wollen jetzt dies und jenes erreichen oder diese Projekte pushen oder da noch einen Kunden in den bestimmten Bereich reinholen.

00:33:56: Wenn wir das schaffen dann machen wir nochmal ein bisschen weiter.

00:33:58: gucken wir mal Und letzten Endes haben wir gesehen, dass dieses Erfahrungspotenzial was wir da haben und die Mühlen wie die Gemahlen zu der Zeit haben.

00:34:11: Da hatten wir das Gefühl, wir lassen – we're leaving something on the table!

00:34:17: Wenn wir jetzt am Anfang der Karriere uns nicht nochmal daraus schälen, dann verpassen wir was.

00:34:23: Wie

00:34:23: ging es dann weiter?

00:34:24: Ich bin nach München gegangen zu Grey Der Pendant von Grey Deutschland.

00:34:29: In München habe dann da angefangen als Artirektor, singe Artirektor.

00:34:33: Hab auf unterschiedlichsten Kunden gearbeitet – von Steif bis Mercedes bis Bang & Olufsen.

00:34:40: Eigner Fashionmarke damals, Yves Saint Laurent also ein breiter Mix an Marken den ich ausgesetzt war und das war eben halt genau der Unterschied.

00:34:52: oder das machte diesen Unterschied deutlich wenn man eine große Firma gibt ... geht, dann hat man da Potenzial-Erfahrungen zusammen und Business ausgesetzt zu sein.

00:35:03: Da hätten wir wenn überhaupt, wenn wir dahin gekommen wären das hätte sehr lange gedauert.

00:35:10: Das sind ja die große Namen wie du gerade geplant hast... Und war das dann im Prinzip komplett Mediarberatung, Marketing kanalübergreifend?

00:35:21: Also irgendwie Print oder Digital und Full Service Agentur und vielleicht auch TV, also wahrscheinlich das ganze Programm.

00:35:29: Das war das ganze Programmen.

00:35:31: Das einzige was wir damals da nicht gemacht haben war TV, dass viel für unsere Kunden nicht an.

00:35:37: Grey natürlich hat jede Menge Kunden in dem Bereich aber das viel für uns nicht an, ansonsten halte ich die ganze Palette.

00:35:46: Von Print zum klassischen Prinzsachen zu digitalen Medien, Fotoschutz.

00:35:52: Große Fotoschutz auch überall in Europa und in Kapstein für Siemens war ein großer Kunde den ich hatte.

00:35:59: Und ja das war eine sehr spannende auf ne sehr prägende Zeit die ich dann München hatte und viel Einblick gewonnen in so einer anderen Business-Liga

00:36:12: Ist ja auch spannend.

00:36:13: Ihr wart jetzt noch jung, habt aber schon ne Viermal gegründet und die war nicht ganz klein.

00:36:17: Habt große, große Kunden zum Teil gehabt wie z.B.

00:36:20: Enron und dann nochmal der Change auf die Konzernseite weil Gray ist tatsächlich ein Konzert mit unterschiedlichen Dependorsen.

00:36:30: so das war jetzt nochmal eine ganze neue Situation und es ist ja auch nicht so häufig.

00:36:34: Wie hast du das irgendwie wahrgenommen?

00:36:35: Aber die Kunden die du natürlich gerade benannt hast Ich glaube, da war ja auch noch mal unglaublich Lernkurve wahrscheinlich für dich.

00:36:43: Aber es ist natürlich dann nochmal nur unterschiedliche andere Welt von der Selbstständigkeit in eine große Globalagentur.

00:36:49: Ja

00:36:49: das war eine ganz andere Welt.

00:36:52: ich glaube was Gray damals an also was die interessiert hat an meiner Erfahrung war eben das Selbstständige und Dinge, die normalerweise Leute in dem Alter mit wenigen Jahren Berufserfahrung eben nicht mit einbringen.

00:37:09: Das fanden die interessant und da hatte ich natürlich was zu bieten, was viele andere nicht hatten, die dann aus dem Studium kommen oder vielleicht mit ein, zwei, drei Berufswahrungen in anderen Agenturen.

00:37:20: Aber auf der anderen Seite sich dann einzuarbeiten in so'n Team, eine größere Struktur mit mehreren Schichten an Vorgesetzten und Provel-Prozessen.

00:37:33: Das war natürlich was Neues.

00:37:34: das hat auch so ein bisschen gedauert aber das war damals kein Problem.

00:37:37: wenn man so jung ist dass es also ich habe das kein Problem erfahren weil gab's zu viel Dinge die neue und spannend waren Ja, auch da kann man sich dann natürlich wenn man wenn man Interesse daran hat Dinge in die Hand zu nehmen Verantwortung zu zeigen und auch zu übernehmen.

00:37:55: Dann im richtigen Umfeld wird das wird es dann auch gerne angenommen und so war das damals auch.

00:38:01: ich hatte ein super super vorgesetzten Kreativdirektor Super Geschäftsführer Team.

00:38:05: als sie gesehen haben dass da jemand ist der der gerne Verantwortung benimmt auch das Business vorantreiben will, haben die mir doch viel freier Hand gegeben damals.

00:38:17: Da schulde ich denen ein großes Dankeschön!

00:38:21: Jetzt ging es ja von dort aus aus München in die USA?

00:38:24: Nehmen wir uns da jetzt mal mit wo du ja schon seit circa, ich glaube, ca.

00:38:28: und wie lange bist du jetzt in den USA?

00:38:30: Also ich bin im Jahr zwei Tausend vier in die US A gegangen.

00:38:32: Sommer-August-Zwei-Tausendvier ist ein Netz dann fast zwanzig Jahre.

00:38:37: Ja, eine lange Zeit... Die

00:38:38: kam es

00:38:38: dazu?!

00:38:40: Meine Eltern und meine beiden älteren Geschwister haben für knapp drei Jahre in den USA gelebt, bevor ich geboren worden bin.

00:38:49: Mein Vater hat damals an der Columbia University in New York medizinische Forschung betrieben.

00:38:55: Und da haben die halt für die Zeit in den US an New York gelebt oder außerhalb von New York.

00:39:02: Das hab' ich nicht miterlebt!

00:39:04: Aber ich bin mit den ganzen Diashows aufgewachsen... ...mit den Geschichten, mit den Erzählungen Mit einer Zeit, die natürlich für meine Eltern und für meine Geschwister auch wahnsinnig prägend waren.

00:39:15: Damals war das was viel besonderes als heute wo viele Leute mal ins Ausland gehen.

00:39:20: Egal ob der Studium ist oder an der Weitiger Form zur Schule Austauschjahr- oder Berufserfahrung.

00:39:26: Damal war das wirklich etwas Besonderes Und ich glaube dass hat mich sehr geprägt.

00:39:30: Ich habe das damals nicht unbedingt so gesehen aber als ich zwei drei Jahre hier in US war und es ein bisschen analysiert hab, warum ich eigentlich hier war.

00:39:39: das glaub' ich schon ein prägender Faktor.

00:39:40: Beiden Schwestern waren dann auch nochmal in den USA Die Mittlere.

00:39:44: die hatten einen Austauschjahr hier verbracht während des Gymnasiums.

00:39:47: Eine ältere Schwester ist nach Washington gegangen und am Goethe-Institut zu arbeiten für eine Weile.

00:39:52: Das hat diese Thematik USA für mich immer so ein Stück weit am Leben erhalten.

00:39:58: Und wenn du dann noch zupackst dass Verwerbung und kreative Arbeit Und waren die USA ein unglaublich großer und interessanter Markt.

00:40:11: Da fand alles statt, was man sich so gewünscht hat.

00:40:14: Das große Berufsbuffet, wenn man das mal austracken kann!

00:40:20: Ich habe mich dann noch während des Studiums damit auseinandergesetzt... Was braucht man um da hinzugehen?

00:40:26: Ich hab immer wieder jedes Jahr an der Green Card Lottery teilgenommen einfach um zu gucken, was passiert.

00:40:35: Also schon

00:40:35: zur Studienzeit?

00:40:37: Das heißt du warst schon ein paar Jahre, einige Jahre wahrscheinlich schon mal probiert oder Lotharie teilgenommen?

00:40:44: Ja ich glaube ich habe sechsmal teilgenommen und das letzte Mal hat es dann funktioniert.

00:40:48: ja und ja dass viele Leute nehmen daran teil oder haben daran teilgenommen damals einfach um mal zu gucken Wenn man was kriegt, keiner geht davon aus.

00:41:00: Bewerben sich viele Leute, Chancen sind gering und was zumindest damals oft missverstanden worden ist.

00:41:08: diese Lotterie bedeutete nur dass die amerikanische Regierung Leute außentopf zieht, die sich dann bewerben dürfen.

00:41:19: also was häufig miss verstanden worden.

00:41:24: Nein, diese Lektion von dieser Latorie hatte noch nichts damit zu tun ob man da eine Arbeitsgenehmigung kriegt oder nicht.

00:41:33: Das war einfach nur dass man ausgewählt worden ist um dem Auswahlverfahren teilnehmen zu können und das dauerte dann glaube ich nochmal eine anderthalb Jahre um durchzugehen und war wahnsinnig aufwendig.

00:41:47: Das waren dann nach des Jahrhunderts die Auflagen auch nochmal verstärkt wurden.

00:41:52: Ich musste damals angeben, wo wir im Urlaub waren in den letzten zehn, fünfzehn Jahren.

00:41:57: Meine Eltern im Urlaub waren meine Geschwister.

00:41:59: also es war so ein bisschen haasträubend was man da alles auflisten musste und die das lief alles durch die amerikanische Botschaft in Deutschland und sie haben sehr klar gemacht dass wenn man dann Fehler macht bei diesen ständigen hin und her von Formularen und Informationen die man abliefern muss Die wenden sich nicht an einen und sagen, hey du hast da was vergessen auszufüllen.

00:42:24: Schickt das dann nochmal ein.

00:42:25: Also wenn man Fehler macht, wenn man es vergisst, dann landete die Bewerbung im Mülleimer und das war's.

00:42:31: Dann hätte man auch nichts mehr gehört.

00:42:32: Die haben sich nicht die Arbeit gemacht.

00:42:35: oder hätten sie nicht die arbeit gemacht als ich andere von Leuten zu wenden und zu sagen hey ihr habt da etwas vergessen.

00:42:40: Und sofern war der Druck ziemlich hoch ja aber wir sind nie davon ausgegangen dass das irgendwo hinführt.

00:42:48: Dann damals in dem Jahr hatten beide meine Frau und ich, wir haben uns beide beworben für eine Green Card.

00:42:54: Und meine Bewerbung hatte das dann halt wurde gezogen und wir sind dann durch diesen Auswahlprozess durchgegangen, der ein Weichchen gedauert hat.

00:43:04: Aber ganz bewusst schon mit der Zielsetzung wirklich in die USA zu gehen?

00:43:08: Das liefert parallel zu der Grey-Zeit wahrscheinlich in München?

00:43:12: Ja!

00:43:13: Liefkaterlärm...

00:43:15: lief parallel zu great zeit habe ich ganz normal gearbeitet gab es auch so ein schockmoment einmal weil das gucke ich da zurück und das ist natürlich alles irgendwie peanuts.

00:43:26: aber wenn man also drin steckt als junge personen und so ein wahnsinnige opportunity vor augen hat dann ist natürlich alle was nicht so richtig läuft oder dein quer schießen kann ist aufregend.

00:43:39: wir mussten zu einem zu einem Termin in die Botschaft nach Frankfurt, um uns davorzustellen.

00:43:47: Als Allerletztes musste man persönlich erscheinen.

00:43:49: Man musste da zu einem Arzt, ein Botschaftsarzt, der hat irgendwelche odimentären Checks gemacht, ich material angeguckt was man mitbringen musste von seinem Hausarzt und genau aufnahmeisung kamen Und die allerletzte Station war das man kurz mit dem Konsul sprechen musste.

00:44:07: Der hat dann gecheckt hat man auch den Charakter nicht nur auf dem Papier, aber auch so in Person.

00:44:14: Damit die einen eine Rad jassen können, dass du nicht irgendwie total extrem bist oder einfach nicht ins Gefühl gepasst.

00:44:21: Naja und der Mann schaute dann durch meine Akte, die war ihre Bücher dick.

00:44:26: dann am Ende mit diesen ganzen Sachen, die man ausfühlen und einreichen musste und Medical Records und er flippt dahin und her, dachte ich schon auch, da ist jetzt bestimmt irgendwas was nicht passt nicht funktioniert und wer weiß, wo das hinführt.

00:44:41: Und dann sagt er so ja Herr Walter also ich hab hier ihre Bewerbung das sieht da alles ganz okay aus.

00:44:48: aber jetzt muss ich sie mal fragen Sie waren noch nie in den USA.

00:44:52: warum wollen sie denn jetzt einwandern?

00:44:59: Das ist jetzt das Ende weil mir bis zu dem Zeitpunkt habe Mir klar gemacht, dass die Amerikaner, also die Regierung das System eine Green Card als Einwanderungstool sieht.

00:45:12: Für Deutsch und Europäer war das immer so ne... Das war eine Möglichkeit um mal ein paar Jahre in den USA zu gehen oder Berufserfahrungen zusammen, um eine gute Zeit zu haben, um Englisch aufzufrischen und zu lernen aber dass die das so sehen als als Einwendungstools was natürlich rund um die Welt in vielen Gegenden der Fall ist.

00:45:31: Also ich war total Total perplex und nicht darauf vorbereitet, dass ich so eine Frage kriege.

00:45:39: Und ich weiß auch gar nicht mehr genau was ich darauf geantwortet habe.

00:45:42: aber ja es war anscheinend gut genug.

00:45:45: Aber also wirklich so ein Schockmoment weil das wirklich so vor der Ziellinie war und ich dachte okay wenn ich darauf jetzt keine gute Antwort habe und die denken ja ich will da einfach nur hin um bisschen Spaß zu haben dann dann macht mir das vielleicht ganz am Ende noch einen Strich durch die Rechnung, ob es da alles gut gegangen ist.

00:46:00: Der

00:46:01: Konsul setzt dann irgendwann ein Stempel drauf und dann hat man wirklich die Dokumente oder man kriegt sofort irgendwie ein Visa- oder eine Art Pass ausgestellt?

00:46:10: Nee, das dauert auch nochmal ein bisschen... Also das ist ein kurzes Gespräch.

00:46:15: Die müssen natürlich eine ganze Reihe an Bewerbern abarbeiten.

00:46:18: Das ist ein relativ kurzes Gespräch.

00:46:21: Ja, das war dann vorbei und dann fährt man zurück.

00:46:24: Und wird einem gesagt, man hört in ein paar Wochen ab, dass es halt durchgeht oder nicht?

00:46:29: Da kam irgendwann das grüne Licht.

00:46:31: Irgendwann

00:46:31: kam eine Post.

00:46:32: Das ist ein Brief... A., die das durchgegangen ist für die Genehmigungkarten und B., was man dann halt machen musste.

00:46:41: O., ja!

00:46:43: Ich habe diesen Brief vielleicht gekriegt im Juni würde ich sagen Man hatte dann sechs Monate Zeit, um in die USA zu gehen.

00:46:50: Um dieses Visa zu aktivieren und da aufzutauchen seine Social Security-Number anzumelden halt all die Dinge zu machen, um neues Leben aufzusetzen.

00:47:01: Für den normalen Deutschen ist es natürlich wahnsinnig einschneiden weil man hat einen Job.

00:47:08: Manche Leute haben vielleicht schon Familie ich hätte damals gerade geheiratet noch keine Kinder.

00:47:13: aber die Lebensumstände Für viele Leute sind dann natürlich so, dass man mitten in der Karriere irgendwo steckt und viele Leute können das nicht mehr wahrnehmen.

00:47:21: Dieser Prozesse dann vielleicht alles in einem oder zwei Jahre dauert, da hat sich das Leben verändert und wenn du dann innerhalb von sechs Jahren an deinem ganzen Zelte abbrechen musst ist schwierig!

00:47:30: Ich habe mir aber damals gesagt es ist eine einmalige Möglichkeit.

00:47:35: die nehmen wir jetzt wahr hab dann meinen Job gekündigt.

00:47:39: Ich habe auch dafür sehr viel Verständnis erfahren damals von meinen Chefs und Support.

00:47:44: Und ja, wir sind dann aus der Wohnung in München ausgezogen, in der wir drin waren.

00:47:49: Meine Frau ist zu einer Freundin in ihr Jugendkindheitszimmer gezogen die da in Münchengroß geworden ist... ...und ich bin dann wirklich mit einem kleinen Koffer und einen kleinen Rucksack von München aus nach Newark geflogen.

00:48:03: Und ja, so wie eine Leitversion von Ellis Island als Immigrant dann da gelandet in einem Bus gestiegen.

00:48:11: Es war ein wahnsinnig heißer Tag und das war

00:48:14: für dich wirklich das erste Mal USA?

00:48:17: Auch wenn ich schon da bin, dann hat es für dich zum ersten Mal amerikanischem Boden betreten.

00:48:21: Ja,

00:48:22: erst mal USA, genau.

00:48:24: Bin rübergeflogen und... Ja!

00:48:27: Das war ne unglaubliches Erlebnis weil zu der Zeit hatte ich das Gefühl steht mir die ganze Welt offen.

00:48:34: Ich hatte die Entscheidung gefällt, das zu machen.

00:48:37: ich hatte keinen Job, ich hatte keine Familie, keine Freunde da, ich kannte niemanden und war noch nie da.

00:48:41: Ich wusste nicht was zu erwarten war Und weil ich mich darauf eingestellt hatte War dieses Freiheitsgefühl was da schwang wahnsinnig hoch!

00:48:52: Ich hatte noch keine Verpflichtung.

00:48:53: Ja auch da waren natürlich wieder Herausforderungen.

00:48:55: Was erwartet ein?

00:48:56: Was sind die Hürden die man meistern muss?

00:48:59: aber Ich hatte noch nichts... Da war nicht nach zwei Wochen irgendwie ein Job, den ich finden musste.

00:49:05: Ja und dann bin ich da gelandet.

00:49:06: Ich hatte mir eine Unterkunft organisiert für die ersten zwei Wochen.

00:49:10: Bin ... Und hab mich dann orientiert und habe geschaut was sich in welchen Reihen folgen muss.

00:49:18: Das

00:49:18: war jetzt in New York richtig?

00:49:20: Das war in New york Stadt, ja genau.

00:49:22: Ok.

00:49:22: August viertausendvier und dreinzwanzig August zwei tausend vier nicht angekommen.

00:49:27: Also das kann man sich nicht vorstellen, wenn man irgendwo aufwächst und insen System rein wächst.

00:49:34: Die Sozialsysteme hat dann irgendwann ein Bank-Account oder seine Telefon oder eine Adresse.

00:49:42: Wenn diese Einzelteile alle nicht da sind, stellt man schnell fest dass ich die Katze in den Schwanz beißt.

00:49:48: Wenn man keine Social Security-Nummer hat, dann kriegst du kein Telefon.

00:49:52: Oder telefonnummer kriegste keinen Bangekaun?

00:49:56: So ging das halt jeden Tag.

00:50:00: irgendwie... gab es eine neue Situation die gelöst werden musste wo man auch teilweise ein bisschen kreativ werden muss.

00:50:05: ich hab mir dann zum Beispiel mit dem Telefon habe ich irgendwann da Handen gehabt den ich gefragt habe ob er bereit ist sich einen Telefon seinen Namen für mich zu organisieren damit ich dann eine Nummer habe.

00:50:17: Ja, und so hat sich dann... Hat sich eins zum anderen ergeben.

00:50:20: Ich war in einer ganz kleinen Unterkunft, ich hatte ein Zimmer das war paar Quadratmeter groß.

00:50:24: War knapp größer ist das Bett.

00:50:28: Natürlich eine ganz andere Situation von gutem Job, super schönen Wohnungen mit den Wünchen.

00:50:34: Dann in einen riesengleinstes Zimmer hab mir da die Wohnung geteilt mit drei Leuten aus Polen.

00:50:44: Super nett!

00:50:46: Aber die haben fast kein Englisch gesprochen, auch kein Deutsch gesprochen.

00:50:49: Die Kommunikation war schwierig aber auch spannend und dann habe ich halt eine Sache nach der anderen ausgenockt und gelöst.

00:51:00: Hier

00:51:00: war es aber dann ja in New York zur Arbeit.

00:51:03: Das waren erst mal so die Grundlagen, die man schaffen musste mit Telefon- und Wohnungssuchen und Social Security Number und erstmal so die Base.

00:51:12: Aber das Ziel war dann ja dort... ... in einen Job einzusteigen.

00:51:16: Jetzt hast du wirklich stumpf, Gray gekündigt und hattest auch noch nichts klar für die USA?

00:51:20: Du bist also mit einem Koffer hin!

00:51:25: Wie bist du dann an den ersten Job

00:51:26: gekommen?".

00:51:26: Also

00:51:26: ich hab damals das Ziel war, dass sich idealerweise ein Job in der Werbung einer Vertiefbranche als Designerartdirektor irgendwas so in der Richtung finde... ...und da nachher bloß weitermachen kann wo ich aufgehört habe.

00:51:40: Das war schon das Ziel aber Ich wusste nicht, was ich da zu erwarten habe.

00:51:46: Wie schwierig das ist?

00:51:47: Auch die Sprachkenntnisse waren so dementierig... Ich dachte eigentlich meine Englisch ist ganz gut!

00:51:53: Aber wenn man dann in eine Situation geschmissen wird wo man alles mögliche regeln muss auf Ämtern oder mit Wohnung und so weiter und so fortstellt, hab' ich damals schon relativ schnell festgestellt Meine Englische ist nicht gut.

00:52:02: Ich hatte keine Ahnung ob ich da einfach so einsteigen kann Und ich hatte mir früh gesagt Das wichtigste was ich daraus kriegen will ist dass ich Erfahrung sammel und dass ich die Zeit nutze in einer Art und Weise, die ich so in Deutschland halt nicht haben könnte.

00:52:22: Egal ob das in der Werbung ist.

00:52:23: Also ich wäre auch als Lamberjack nach Heider hochgegangen oder nach Alaska wenn sich diese Musik gerade aufgetan hat.

00:52:30: Aber

00:52:30: es war noch nicht klar, dass du einen Leben lang Deutsch verbringst?

00:52:33: Das war erst mal so ein Projektmäßig bezogen oder war schon die Emission... Ich glaube jetzt hier wieder weg.

00:52:40: Ja jetzt höre ich wieder bis wir da.

00:52:42: Ja ja ich kann dich hören!

00:52:46: Also war es von vornherein klar, dass du ein Leben lang verbringst oder war das erstmal angelegt, irgendwie kopfmäßig auf drei Monate, sechs Monate Erfahrung sammeln.

00:52:58: Deine Frau ist so wie ich es dann richtig verschandert, erst mal in München geblieben.

00:53:04: Ja, mit welchem Mindset oder mit welchen Ideen bist du da rüber gegangen?

00:53:08: Also ich bin total offen rübergegangen.

00:53:09: Es gab allerdings eine Situation als ich abgeflogen bin und also wirklich direkt bevor ich dadurch die Sicherheitsschleuse in Münchner Flughafen gegangen bin und mich von meiner Frau damals verabschiedet habe hat sie gesagt aber nur zwei Jahre, sagt sie zu mir, ne?

00:53:24: Da gab es natürlich jetzt nicht viel Hoffnung zu antworten.

00:53:27: Ich hab mir gedacht okay ja vielleicht sind das nur zwei jahre.

00:53:30: wer weiß ob das überhaupt klappt ist es auch nur ein Ja, aber vielleicht ist das auch länger und ich hatte da wirklich... Ich habe mir nichts keine Grenzen gesetzt.

00:53:42: Ich hab das ganz offen gelassen weil ich nicht wollte dass das in irgendeiner Weise beeinflusst von Anfang an welche Möglichkeiten ich dann verfolge oder was sich da auftut und wie ich dem dann nach gehe.

00:53:55: also das war... Das war ganz ganz offen!

00:54:00: Während ich all diese organisatorischen Dinge abgearbeitet habe, hab' ich mir gedacht okay jetzt muss ich... also ist natürlich wahnsinnig teuer da in New York zu leben.

00:54:09: Ich muss irgendwie so das Bleeding stoppen und hab dann mir einen Job gesucht bei Club Monaco.

00:54:15: Das ist ein Ritter, weil der gehört zu Polo Ralph Lorraine, also eine Fashionkette Und hab da einen Job als Greeder bekommen.

00:54:27: das heißt du stehst an der Tür die Tür auch schon sagst sagts in Leuten hallo ja also auch dass Eine unglaublich wertvolle erfahrung Ganz anderes umfeld.

00:54:39: du wirst in Situationen geschmissen oder oder reingebracht die dir sehr schnell vor Augen führen, wie es vielen Menschen im Leben geht.

00:54:51: Also wie du mit Vorurteilen zum Beispiel konfrontiert bist war für die meisten Leute, die da hinkamen natürlich ganz klar.

00:54:58: ich bin nicht von da starken Akzent.

00:55:01: Für manche super spannend, so hast du dann Gespräche wo du herkommst und dies und jenes.

00:55:05: Und für andere merkst du ist das Missive oder in manchen Situationen auch schon fast ein bisschen hostile?

00:55:12: Ja war eine interessante Erfahrung.

00:55:14: Das habe ich gemacht während ich mich nach anderen Jobs umgeschaut habe.

00:55:20: In ... ...in... ...in ... ... in ... ...In ... Großes Globalis.

00:55:31: Ist ja auch ne globale oder eine große Agentur?

00:55:34: Ja, es ist genau wie Grey halt der andere Firma beim Prinzip des gleiche System-Globales Netzwerk.

00:55:41: und da habe ich dann im Januar zwei Tausendfünf angefangen, konnte zum Glück diesen anderen Job an Nagel hängen.

00:55:48: Obwohl ich da schon den ersten Karriere Schritt gemacht hab vom Greeder an der Tür zum Sales Associated on the Floor wo man dann hauptsächlich Klamotten faltet Und zu sieht, dass der Laden ordentlich aussieht und hin und wieder auch mal in einer Kasse steht.

00:56:03: Aber das war natürlich nicht das Ziel.

00:56:05: Das hätte ich jetzt auch nicht super lange machen wollen.

00:56:09: Also

00:56:09: die Agentur war wirklich Base in New York.

00:56:12: D.h.,

00:56:12: da war dann dein erster Job?

00:56:14: Über New York kam der Kontakt zustande.

00:56:16: Der Job war eigentlich oder war in Detroit.

00:56:19: Das war damals das weltgrößte Agentur-Office was es überhaupt gab.

00:56:23: Siebzehnhundert Leute in einem Office.

00:56:25: Einen einzigen Kunden damals, Daimler Kreisler mit den Submarthen Jeep, Kreislau und Dodge.

00:56:34: Das hat sich

00:56:34: mittlerweile angeht.

00:56:35: Da war ja kurz vorher genau die Fusion von Daimlers Kreisle wahrscheinlich noch kurz hervor.

00:56:41: Da

00:56:42: kam er in die USA.

00:56:43: Vorher war es Schrempf.

00:56:45: Und dann hat Zettel glaube ich von Schremd überwacht.

00:56:51: Ja, der Etat war ja der größte Single-Handed Agency Account in the World.

00:56:55: Das Office war riesig und die hatten da Bedarf.

00:56:59: Und für die war auch interessant dass da jemand ist, der Erfahrung mit Mercedes Benz hat, der so ein duales Kulturverständnis hat... Was?

00:57:06: ...und da was einbringt, das da nicht einfach zu finden war.

00:57:12: So kam dann die Möglichkeit auf und ich bin dann von New York nach Detroit gezogen

00:57:19: In The Motor City

00:57:21: In the Modus City und das haben

00:57:22: die

00:57:25: Freunde, die zu der Zeit in New York hatte.

00:57:26: Die haben das überhaupt nicht verstanden.

00:57:28: Detroit war im Jahr zwei Tausend Fünf immer noch ein ganz schwieriges Pflaster.

00:57:34: In Detroit fand eigentlich auch nicht viel statt, aber die Leute lehrten ja Kriminalität hoch also wirklich eine Problemstadt sondergleichen.

00:57:45: Für mich war das halt eben auch Abenteuer, also rundum.

00:57:48: Das private, das berufliche... Die die Opportunity ist da aufgetan hat, fand ich spannend und Ich hatte natürlich auch nicht wie lange

00:57:58: warst du in Detroit?

00:57:59: Zwei Jahre!

00:58:01: Also ich habe ja auch nicht die gleichen Vorteile, es hat das einfacher gemacht Und dann da zwei Jahre verbracht.

00:58:07: Dann

00:58:07: ging's ja glaube ich weiter, dann schon nach Kalifornien.

00:58:11: War das schon derzeit oder?

00:58:13: Nein, ich bin dann auch

00:58:14: mal kurz vor.

00:58:15: Das war, ich glaube dann waren ja wirklich innerhalb der Agentur oder im Angestellten da waren es glaube ich dann auf verschiedene Stationen.

00:58:23: Da kann die ganze Jahr nochmal ganz kurz auswählen und du bist ja dann glaubt ihr auch noch mal auf die Corporas Seite gewechselt dass du wirklich bei einem Konzern intern gearbeitet hast also weg von der Agentursite.

00:58:33: wie ist das gelaufen?

00:58:34: Ich

00:58:34: bin dann recruited worden quasi von Motorola.

00:58:38: Die haben nach den Kreativen gesucht.

00:58:40: damals der Hauptsitz Motorola waren Chicago Und die suchten nach einem Agenturkreativen, also nicht so dem typischen Corporate-Mitarbeiter.

00:58:49: und da bin ich dann... Die haben mich recruited aus Detroit weggegangen.

00:58:53: Sind wir dann von Detroit nach Chicago gegangen?

00:58:57: Da war ich beim Motorroller auf der Corporatzeit für eine Weile zuständig für Global Advertising für die ganzen Mobiltelefone und bin dann von Chicago nach Philadelphia noch gegangen zu einer Agentur Also zurück ins Agenturleben.

00:59:13: Bei Motorola hatte sich da strukturell einiges verändert und so diese ursprünglichen Gedanken da kreativ in der Haus zu haben, das hat dann neue Geschäftsjures verändert.

00:59:22: Und bin dann wieder zurück ins Argenturleben gegangen in Philadelphia zur Agentur One Sixty Over Ninety war da drei Jahre und bin dann mit der Agentur nach Kalifornien an Newport Beach Stück südlich von Los Angeles gegangen.

00:59:37: UCLA Als Kunden gewonnen ist eine sehr gute Universität in Los Angeles.

00:59:45: Eigentlich muss man sagen, ein Riesenunternehmen ist eine Universität mit, ich glaube, mittlerweile zwölf Billionen Operating-Ital oder Budget.

00:59:54: Das ist wie ein großes Unternehmen und wir hatten als Kunden gewinnen Nike Tennis.

00:59:59: Da die beide an der Westküste saßen machte das Sinn diese Accounts nicht von der Ostküße aus zu pflegen.

01:00:06: Das war ja noch so.

01:00:07: Serena und Venus Williams Zeiten wahrscheinlich.

01:00:12: Ja, das waren Serena Williams, Roger Federer, Raphael Nadal ... Das war die Hochzeit.

01:00:22: Also wirklich ... Jokovic aber natürlich nicht bei Nike.

01:00:27: Aber schon so eine Peak-Time für Tennis, was die Idol anbelangte.

01:00:33: Die hatten ein bisschen das Problem dass nach Nach der letzten Hochphase, wo auch Becker im globalen Trends und Momentums war, dass viele junge Leute nicht in den Bereich Tennis gehen wollten.

01:00:45: Trotz dieser Größen.

01:00:47: Und Tennis war nicht so richtig cool.

01:00:49: Zumindest nicht in die USA oder an eine andere Agentur gesucht um damit zu helfen das zu verändern.

01:00:55: Der Umzug nach Kalifornien war dadurch bedingt, dass die komplette Agentur einfach verlagert hat.

01:01:04: Wir haben einen Office aufgemacht!

01:01:08: Also es war klar, dass das Business groß genug ist um Office aufzumachen und ich bin dann nach Kalifornien gegangen.

01:01:16: Jetzt hast

01:01:17: du ja schon so viele berufliche Stationen für viele deutsche Unternehmer oder auch Manager.

01:01:23: Ist das ja schon fast schwer nachvollziehbar?

01:01:26: Von Dortmund oder von den Böhren nach Lebach, von Lebach nach Dortmund... Von Dortmund dann nach München, von München nach New York, von New York nach Detroit, Chicago, Philadelphia und Kalifornien.

01:01:38: Ja.

01:01:41: Zähl mal kurz du bist dann definitiv extrem flexibel oder hast immer eher die Challenge und die Opportunity irgendwie gesehen wieder Neuland zu betreten.

01:01:52: So kann ich mir natürlich denken wie siehst Du das?

01:01:55: Das war, das ist nie ein Problem für dich.

01:01:57: Nee, das war, war nie ein problem für mich auch wenn meine Frau dann nicht mehr zu der Zeit warme natürlich schon wesentlich länger als die wohlsprünglichen zwei Jahre die sie bleiben wollte in den USA.

01:02:07: wir hatten da... also als wir nach Philadelphia gegangen sind haben wir hat eine zwei Kinder wirklich Wurzeln gefasst.

01:02:15: ich würde sagen stückweit ist das Charakter der Spaß an was Neum und in der Exploration Stückweit ist es auch die Kultur der Amerikaner, im Vergleich zu den Deutschen zum Beispiel.

01:02:28: Die Flexibilität da Locations zu wechseln und neue Jobs zu gehen, die ist vor allen Dingen damals eine ganz andere gewesen als in Deutschland.

01:02:37: so dieser Gedanke dass man halt ewig in einer Firma bleibt.

01:02:42: Ein bisschen lang war ich im Arbeitgeber.

01:02:44: Ja das hier was ganz anderes gewesen und vielleicht auch immer noch Und in so einem Umfeld wird das einander natürlich ein bisschen einfacher gemacht, da auch zu wechseln.

01:02:56: Oh ja spannend!

01:02:57: Das Land ist so groß dass da West Coast, East Coast... Ja das ist jetzt nicht wie in Europa wo man wirklich mehrere Kulturen durchquert.

01:03:06: aber es gibt schon sehr signifikante Unterschiede auch bei den Amerikanern zwischen dem Leben und Arbeiten an der Westküste und an der Ostküse.

01:03:14: Das Arbeit in den USA ist natürlich generell ganz anders als in Deutschland.

01:03:18: Nehmen, geh da vielleicht noch mal ein bisschen drauf ein.

01:03:20: Das finde ich halt spannend schon für Unternehmer auch hier.

01:03:24: wie sind die Leute dort gepolt?

01:03:26: Du hast ja auf Topmanagement-Ebene Senior Art Director, du hast große Counts gemeldet, Nike Tennis, UCLA mit zwölf Billionen Umsatz in die Universität macht zwar nicht das Budget für das Marketing aber es waren wirklich... Was ist so anders?

01:03:43: Was unterscheidet die Amerikaner von den Deutschen, was könnte man hier vielleicht noch da lernen.

01:03:48: Also ich würde sagen ein der... Hier würde man sagen so einen Epiphanie Moment, den ich hatte als ich mit angefangen habe mit Nike zu arbeiten war wie sehr deren Tagline Just Do It sich in der DNA der Amerikanern wiederfindet.

01:04:07: Klar das ist Nike.

01:04:08: Wir sind alle damit groß geworden.

01:04:10: Für mich hat das eigentlich gar nichts anderes deutet als Nike.

01:04:15: Das waren für mich Schuhe und Sportklamotten

01:04:17: usw.,

01:04:19: aber ich habe dann verstanden, dass die in genialer Art und Weise eine Art Summary-Tagline gefunden haben, die nicht nur deren Business auf den Punkt bringt und das worum es für die und deren Kunden geht sondern So ein Lebensgefühl der Amerikaner, dieses Just Do It findest du überall.

01:04:45: Im Business im Privatläden von A bis Z und das hat viele Vorteile.

01:04:51: es hat auch ein paar Nachteile.

01:04:55: also zum Beispiel in politischen würde ich sagen gibt's immer wieder... Wir haben

01:04:58: dieselbe Situation jetzt nochmal gehabt.

01:05:00: hörst du mich?

01:05:00: Ja ich höre dich.

01:05:01: Kurze

01:05:02: Verbrechung!

01:05:04: Ich höre

01:05:05: Dich auch.

01:05:06: Ich komme Dich auf die ganze Zeit an.

01:05:07: Mach's einfach weiter.

01:05:10: Business und Privatleben.

01:05:12: Ja, also this Just Do It ist was ich in der DNA der Amerikaner wiederfindet.

01:05:17: Und das ist auch ein starker Kontrast zu dem wie Deutsche agieren.

01:05:21: dieses... Und es hat beides vor- und nachteile.

01:05:24: Auch das würde ich ganz klar sagen für mich eine wertvolle Erfahrung.

01:05:30: eben nicht nur was ist super an den neuen sondern auch zu erkennen und ganz klar zu erfahren Was ist super an dem, was man verlassen hat?

01:05:40: Also die Detailtreue und so dieses Engineering, das es in Deutschland gibt.

01:05:44: Da sind Klischees aber die sind in Wahrheit und in der Realität verankert.

01:05:51: Aber dieser Kontrast ist groß zwischen Deutschen und Amerikanern.

01:05:55: Dieses Just Do It ist etwas, was sich wirklich durchzieht.

01:05:58: Und speziell mit Nike haben der General Managers bei dem wir da im ersten Meeting waren, glaube ich so durch unterschiedlichste Dinge durchgegangen sind, die Partnerschaft aufzubauen und das arbeiten.

01:06:12: Da hat er gesagt Nike operates on a simple model progression rather than perfection Und... Das ist eine andere Art und Weise zu sagen just do it Aber hast du ein bisschen...

01:06:27: Auf den Fortschritt und in Bewegung kommen bevor es dann perfekt ist.

01:06:31: statt Perfektion.

01:06:33: Die Geschwindigkeit schlägt Perfekcionismus any day.

01:06:38: Weil wenn du in so ein Loop gehst, wo du Dinge so gut machst wie du kannst aber nicht darauf aus bist was Perfekt ist zu machen dann endest du damit dass Du ein sehr gutes Produkt hast.

01:06:48: es kein perfektes Produkt aber ein sehr Gutes Produkt.

01:06:50: Der nächste Schritt ist das wieder weiterzutreiben Aber dann bist du schon am Markt mit etwas was schon gut ist.

01:06:57: und dieser dieser Innovationsloop Das ist natürlich auch nichts was jetzt nur spezifisch für Nike ist, so operieren hier eben viele Firmen.

01:07:08: Aber das war was mir das so ganz deutlich vor Augen geführt hat, was hier anders funktioniert als in Deutschland und... Also

01:07:16: das ist wirklich nochmal ein guter Punkt weil wie du schon sagst diese Tagline Just Do It als Slogan von Nike kennt natürlich jeder.

01:07:24: aber ich habe tatsächlich obwohl ich auch einige Jahre in den USA war ich hab es tatsächlich nie so direkt bezogen auf einfach die Kultur und den Mindset der Amerikaner, aber das ist es ja genau.

01:07:35: Es trifft ja genau das auf dem Punkt dieses Just Do It!

01:07:39: Einfach zu machen nicht sich zu... Nicht nicht die ganzen Variaten durchzuspielen was nicht klappen könnte sondern einfach Progression und Losrennen.

01:07:48: Das ist das erste Mal dass mir diese Connection gerade auch so bewusst wird obwohl sie so

01:07:52: logisch ist.

01:07:53: Total logisch eigentlich würde man sagen total offensichtlich.

01:07:57: Aber auch für mich hat das gedauert, bis ich mit diesem Kunden gearbeitet habe.

01:08:03: Da steckt so viel mehr drin und der Erfolg von Nike hängt natürlich mit ganz vielen Sachen zusammen.

01:08:10: aber ich bin felsenfest davon überzeugt dass ein wichtiger Faktor ist dass der beide Kultur der Amerikaner auf so fruchtbaren Boden fällt.

01:08:22: dieses Just Do It Das ist von Gründerzeiten an hier verankert, dieses Virgen in den USA.

01:08:29: Wir machen das und wissen nicht was uns da erwartet.

01:08:32: Wir gehen von der Ostküste die Pioniere, die in die Westküße gezogen sind und natürlich mit den Verzischenden Stationen zwischendrin.

01:08:42: Das war diese Mentalität – In Light of Not Knowing!

01:08:47: Und ja, also das ist wirklich etwas, das du hier an jeder Ecke findest

01:08:53: Und das zieht sich einfach, wie du schon sagst durchs ganze Leben ob jetzt im privaten oder ein Business.

01:08:58: Da ist häufig glaube ich mehr Mut vorhanden, denn so der Sprung ins kalte Rasser wird wahrscheinlich viel viel häufiger gemacht.

01:09:08: in allen möglichen Bereichen muss gar nicht mal nur geruflich sein dass man es einfach ausprobiert und testet, bevor man sich zu tot überlegt was nicht alles passieren könnte.

01:09:16: Ja genau!

01:09:17: Und du hast das vielleicht mit deiner Zeit im Silicon Valley auch erlebt.

01:09:20: so dieser Gedanke von Fail Fast spielt da auch ein?

01:09:24: Auch etwas, was ich aus Deutschland nicht kennengelernt habe weiß ich nicht ob das mittlerweile vielleicht was ist, was so mehr Fuß fasst.

01:09:31: aber eigentlich Art verwandt also dieses Just do it fail fast or succeed dann hast du natürlich keine Probleme, super.

01:09:40: Und ansonsten schnell weiter!

01:09:43: Nicht lange darauf Zeit verwenden, das ist... Dann macht man was

01:09:47: raus und zu überlegen.

01:09:48: Sondern weiter geht's.

01:09:50: Weiter geht es, neue Sachen probieren.

01:09:52: Neue

01:09:53: Sachen probierend ist jetzt nochmal ein gutes Stichwort.

01:09:56: Jetzt warst ja viele Jahre wenn ich sogar Jahrzehnte wirklich auf Unternehmensseite beziehungsweise auch im Angestellten da sein.

01:10:04: große Agenturen hast du dort eine große Karriere gemacht, absurde Verantwortung und große Accounts betreut.

01:10:13: Jetzt lass mal einen Sprung machen.

01:10:16: Ja ich weiß dass du auch dann nochmal gegründet hast.

01:10:20: Die Agentur mit der ich nach Kalifornien gegangen bin die Agentur als Gesamtkonstrukt haben wir im Jahr haben wir verkauft an einen Investor und sind im Prinzip durch das typische Verfahren durchgegangen.

01:10:43: Ich bin dann noch einige Monate da geblieben, ungefähr ein halbes Jahr.

01:10:48: In den Jahren des Jahrhunderts hat er dann durch private Leidenschaft am Fahrrad fahren und am Sport in Kalifornien natürlich ein großes Thema hatte ich die Möglichkeit, in das Ernährungs-Business einzusteigen.

01:11:08: Carlo bist du noch da?

01:11:09: Ich bin da, ich höre dich!

01:11:10: Okay bei mir bist du eingespornen aber okay alles klar.

01:11:16: Also hatte dann eine Möglichkeit mit drei weiteren Freunden oder Bekannten ins Sportanierungsindustrie einzusteigen.

01:11:31: Ich war damals sehr aktiv im Rennradfahren, hatte mit einer Coach aus Colorado gearbeitet.

01:11:38: Weil ich auch Rennen fahren wollte einfach schauen wollte was krieg ich raus irgendwie so aus meinem Körper in dem Alter und die hat mich dazu angeregt meine eigene Nutrition vorzubereiten und zu benutzen.

01:11:55: also jetzt nicht so diese synthetischen Produkte zu verwenden die du halt überall kaufen konntest damals Nicht Powerbound Co.

01:12:04: Das fand ich ziemlich spannend und habe das dann probiert, relativ schnell festgestellt es ist nicht machbar.

01:12:10: also neben einem anspruchsvollen Job zu der Zeit noch mit der Agentur sind wir durch den Verkauf durchgegangen.

01:12:15: Ich hatte zwei relativ kleine Kinder.

01:12:17: meine Frau hat gearbeitet.

01:12:18: Es war halt nebenbei, kannst du nicht noch deine eigene Ernährung machen kochen?

01:12:25: Sporternährung ist ein Thema, was völlig unterschätzt wird.

01:12:27: Weil wenn du wirklich einen Effekt haben willst für die Performance dann musst du genau wissen, was du machst.

01:12:32: da reicht das nicht dass du irgendwie sagst okay ich tausche jetzt die Fritten für ein paar gekochte Kartoffeln oder für ein Stück Banane.

01:12:39: Das so funktioniert es halt nicht.

01:12:41: und ich habe das an Nagel gehängt und hab gedacht ok In Kalifornien speziell, so ein Markt wo Leute viel Sport treiben, Körperkult eine große Rolle spielt.

01:12:54: Da muss das auch im Supermarkt irgendwo zu finden sein.

01:12:58: Nicht synthetische, organische, Organic... Deutschland würde uns leider sagen Bioprodukte die speziell für Sportler sind.

01:13:07: Hab ich geguckt?

01:13:07: Habe ich nicht gefunden!

01:13:08: Und ich dachte, okay das ist vielleicht eine interessante Marktlücke.

01:13:11: Also Ernährung sowieso ein großes Thema gewesen zu der Zeit in aller Munde gerade so diese ganze organische Bereich und weg von Highly Processed Foods usw.

01:13:23: und sofort.

01:13:24: Ich habe dann eben mit drei anderen Leuten eine Firma gegründet für Organic & Whole Foods Sportländer.

01:13:36: auch Die drei

01:13:38: anderen kamen aus dem Radsport oder auch von Agentur Satte?

01:13:42: Eine Person, nee gar nicht.

01:13:44: Also weder noch eine Person kam auch aus der Gründerszene.

01:13:49: Eine Person kam aus dem Ernährungs- und Foodbereich.

01:13:54: Und eine Person war schon mit Sport involviert aber war jetzt weder Agentur noch... Profisportler noch Ernährung.

01:14:06: Es war jemand, der sehr stark in der Szene aktiv war aber ja halt gute Kontakte im Prinzip hatte.

01:14:13: Aber es ist

01:14:13: immer eine gute Kombination.

01:14:21: Wie habt ihr da gestartet?

01:14:22: Die waren dann auch wirklich Vollzeit drin haben auch ihre Jobs an Nagel gehängt.

01:14:28: Wir haben das alle Vollzeit gemacht.

01:14:29: Also für mich, ich habe mich nach einem halben Jahr... Nach diesem Verkauf hab' ich mich losgelöst von der Agentur.

01:14:36: Es schien eine gute Gelegenheit zu sein um nochmal was Neues anzufangen.

01:14:41: Ich war zu dem Zeitpunkt knapp neun Jahre bei der Agentu und ich dachte mir okay, dass es jetzt noch mal eine Gelegenkeit ist etwas anderes zu machen?

01:14:51: Und wir haben das dann vollzeit gemacht sind durch Produkteentwicklung gegangen Und haben quasi parallel dann natürlich go-to-market Strategie und Market Research, also solche Sachen gemacht, Produkte entwickelt.

01:15:08: Das lief alles parallel?

01:15:10: Dann haben wir Ende of the year enden in den letzten Jahren die ersten Produkte auf dem Markt gebracht.

01:15:16: Nicht nur für Ratsportler, aber das war so eine Kernzielgruppe, Radtriathlon ... Laufen, also die Kernendur in Sportarten oder die Großen.

01:15:26: Aber Produkte, die sich eigentlich an jeden gesundheitsbewussten Sportler übernimmt haben.

01:15:32: und da haben wir dann relativ schnell Traction gehabt.

01:15:35: Wir haben hier mit einem großen Retailer zusammengearbeitet, CVS sind da nationwide ins Dorf reingekommen.

01:15:41: Also das

01:15:42: war schon USA-Arbeitern?

01:15:43: Ja es war US Arbeit.

01:15:46: Die haben unsere Produkte aufgenommen Hier in den USA, das war auch spannend.

01:15:53: Natürlich ganz anderer Prozess.

01:15:56: Kompliziert in mancherlei Hinsicht und... Da

01:15:58: muss man ja auch erst

01:16:01: mal ein Fuß reinkriegen?

01:16:02: Ja!

01:16:05: Die haben halt ... die sind eine Situation wo die gerade auf den Schiffen natürlich die suchen oft nachruckten, die nicht nur gut schmecken sondern denen halt auch gesund sind.

01:16:17: Und mit dem besunden Gesundheitsbewusstsein und dem Bewusstsein für Sport und Bewegung, fiel das halt in der richtige Zeit.

01:16:27: Da hatten wir dann die Möglichkeit unsere Produkte auf unterschiedlichsten Schiffen rund um die Welt zu packen.

01:16:37: Unterschiedlichste Retailer haben unterschiedlichstens Sportland zusammengearbeitet und klassisch ist ein ... Klassisches Unternehmen aufgebaut, eigentlich.

01:16:47: Habt ihr selber produziert oder Produktion ist wahrscheinlich Out-Gestorz?

01:16:51: Ja, haben wir auch outgestorzt.

01:16:53: Kann man eigentlich nicht selbst produzieren Sportlernahrung weil das zu kompliziert ist.

01:16:58: also es fängt an von den Formulas die man entwickeln muss wenn man wirklich was erreichen will.

01:17:03: Also wenn man jetzt nicht nur so ein Marketing Gag Produkt auf dem Markt bringen will Dann muss man mit jemandem arbeiten.

01:17:10: Wir haben da als Konsultant einen Food Specialist reingebracht, der die ganzen formulas entwickelt hat für die Produkte basierend auf Research beides im Food-Bereich und im Performance Bereich.

01:17:28: Und diese Produkte dann herzustellen, da brauchst du professionelle Anlagen.

01:17:34: das wäre sehr toll das aufzubauen.

01:17:36: Also Firmen wie Gatorade und andere, die haben natürlich ihre eigenen Produktionsanlagen.

01:17:44: Das ist am Anfang gar nicht möglich.

01:17:46: Jetzt bist du ... das habe ich in unserem Vorgespräch rausgefunden.

01:17:49: bis zu verkürzten hast du dich an einem Verlag in Yukon, wodurch ihr jetzt auch gerade befindet oder zumindest grob in der Region, beteiligt?

01:17:57: Das ist jetzt das neueste Projekt oder du kannst ja noch mal können ausfinden.

01:18:01: Wie ist es mit den Nahrungsmitteln Ergänzungsthematik weitergegangen mit dem Unternehmen.

01:18:08: Wie kam es jetzt zu der Beteiligung?

01:18:09: Ja,

01:18:09: also wir haben natürlich wie jede andere Firma auch Covid-Kam'n in den Jahr zwanzigzwanzig.

01:18:18: Das war für uns eine riesen Hürde.

01:18:21: Wir hatten im Jahr zwantechzwanzigeinvierzig Eventpartizipation oder Teilnahmen anstehen

01:18:31: Als Sponsor oder Marketing.

01:18:34: Sponsore

01:18:35: und Sampling, also diese klassischen Sachen die man als junges Unternehmen machen muss unter die Leute mischen.

01:18:42: Da hatten wir einviertzig Events anstehen in den Jahr zwei tausend.

01:18:46: zwanzig davon haben wir einen machen können im Februar.

01:18:48: zwanzundzwanzig von März war dicht Und das hat aus nachvollziehbaren Gründen natürlich einen wahnsinnigen Ruck geben.

01:19:00: Fast noch schlimmer als die fehlenden Sport-Events, die alle gecancelt worden sind war das Verhalten der Retailer.

01:19:10: Also die ganzen Gespräche, Verkaufsgespräche, die wir hatten oben in große nationwide Retailerein zu kommen, die finden statt bei.

01:19:20: ich glaube es ist die weltgrößte Foodmesse, die hier eine LA stattfindet Anfang März Die zwei Tage vor Stadtfind ist gekänzelt worden.

01:19:27: Damit sind natürlich dann auch alle unsere Gespräche im Bach runtergegangen, gecancelt worden und die Retailer weil sie nicht wussten wo das hingeht, haben gar keine neuen Produkte mehr in ihre Regale aufgenommen.

01:19:39: Also Fugungsfugnissicherheit

01:19:40: einfach harte Stoff

01:19:43: Unsicherheit, die müssen auch zu sehen dass sie natürlich die Produkten in den Regalen verkaufen, die können sich das nicht erlauben da Produkte bestehen zu haben dann nicht verkauft werden können, hätten nicht mehr samplen können.

01:19:57: Also so das was man auch typischerweise dann im Retail macht.

01:20:01: Naja also damit hatten wir schwer zu kämpfen.

01:20:04: Wir haben das aber trotzdem noch weitergeführt bis Ende.

01:20:07: dreiundzwanzig war dann insgesamt ja von von sechzehn bis dreiund zwanzig.

01:20:13: Haben wir das gemacht und haben dann erkannt wir haben diesen Zenit überschritten.

01:20:17: wo also das Momentum was man braucht Train am Laufen zu halten, dass der war weg mit Covid.

01:20:27: Und das nochmal anzuschieben nach Covid war wahnsinnig schwierig.

01:20:31: und dann haben wir gesagt okay also entweder müssen wir ganz stark was verändern hier oder wir müssen überlegen was wir dem Business machen.

01:20:40: und da haben wir Aber wir stellen das jetzt ein.

01:20:46: Die Marklage, wie die sich verändert hat, neue Kompetitöste hier an Markt gekommen sind mit wahnsinnig viel Kapital.

01:20:54: Wir waren profitabel

01:20:55: aber es schieb nicht so dass ich das wohne und jetzt sehe, ewig lang weiter zu treuen.

01:21:01: Lass euch

01:21:01: jetzt auch so raushöre du bist extrem stark konsequenter Entscheidung zu fällen.

01:21:07: Das höre ich einfach so ein bisschen.

01:21:07: Ich glaube das zieht sicher Autos dein Leben angefangen, der Schritt zu sagen ob Abitur.

01:21:13: Nee ich geh zum ja geht zur Elite-Einheit.

01:21:16: also ein radikaler Schritt.

01:21:18: dann diese ganzen Brüche aber im positiven Anfangssprichen nach München und nach New York auch Dinge kapittelt irgendwie zu beenden so gefühlt emotionslos oder einfach konsequent das finde ich unglaublich genial und spannend.

01:21:35: oder ich höre da auch wenig wehmut so ein bisschen raus sondern totaler Pragmatismus, Abgeklärtheit und sagen okay so und so ist es.

01:21:44: Lass uns das nächste Chapter angehen.

01:21:49: Erzähl mal ein bisschen was dazu weil ich glaube da tun sich viele Menschen schwer diese Entscheidung zu fällen.

01:21:54: die fühlen sich für manche vielleicht anfangs als Niederlage oder als Ende der Welt oder whatever an.

01:22:01: aber da geht ja so viel bisher so open minded.

01:22:05: Ich glaube dass fehlt Unternehmern häufig Hier und sicherlich auch noch in vielen anderen Ländern.

01:22:12: Für das vielleicht mal so ein bisschen aus?

01:22:14: Ja,

01:22:14: also ich würde sagen... Ein Comfortable with the Uncomfortable Das ist hier so eine Redewendung die ich immer wieder benutzt habe Und die zu verschiedenen Stationen passt.

01:22:29: Also das passt zudem was wir vorhin besprochen haben mit der Bundeswehrzeit.

01:22:32: Es passt zu den beruflichen Erfahrungen die ich unter anderem auch wirklich gesammelt hab dieses Just Do It nicht unbedingt zu wissen, wo alles hinführt.

01:22:41: Diese Sicherheitsgedanke das der nicht immer an vorderster Front stehen muss und dass Nonplus Ultra ist Und ich kann jetzt natürlich schwer sagen wie viel mich das Leben hier in Amerika geprägt hat aber definitiv hatte seine Rolle gespielt.

01:23:00: und ja also Das ist.

01:23:06: Ich würde sagen Ich konzentriere mich immer auf die positiven Seiten, die vor mir liegen oder mit denen ich jetzt gerade zu dienen habe und sehr wenig auf den negativen Seiten hinter mir liegen.

01:23:20: Mein Ziel ist – oder so wie ich die Situation bewährte – wenn ich jetzt glücklich bin dann ist alles das was ich gemacht habe hat mich zu diesem Punkt gebracht.

01:23:30: Die guten und schlechten Seiten!

01:23:31: Und das wird oft vergessen dass der Weg den wir gehen Wenn der zu dem Punkt führt, wo wir glücklich sind dann spielt all die Faktoren.

01:23:42: All die Sachen, die wir erlebt haben auf unserem Lebensweg Haben dazu geführt und für mich ist das dann irrelevant Zu sagen wenn ich das gemacht hätte Dann wäre vielleicht das passiert?

01:23:52: Vielleicht vielleicht etwas ganz anderes passiert spielt aber auch keine Rolle weil wenn Ich jetzt happy bin habe ich jetzt happy also Happy zu sein Jetzt Glücklich zufrieden happy so ein Trennwort was eigentlich auch irgendwie ein bisschen übergebrauchtet, aber wenn man zufrieden ist und glücklich mit dem was man macht dann da zum Großteil eben auch Satisfaction rausziehen kann.

01:24:15: Das ist immer eine super Situation und das wird oft vergessen.

01:24:17: Da überwiegen dann immer Ängste ja was könnte passieren?

01:24:21: Und wenn ich jetzt hier meine Altersvorsorge habe und da nicht dies und jenes?

01:24:25: wir haben nur eine begrenzte Zeit auf diesem Planeten und die so erfüllend und so gut zu nutzen wie möglich ist das Beste, was wir machen können.

01:24:35: Es gibt nun eigentlich gutes Buch heißt Four Thousand Weeks.

01:24:38: Da spricht darüber, dass es so im Durchschnitt gesehen die Zeit, die wir als Menschen in der Western Civilization zur Verfügung kamen.

01:24:47: Und der Kerngedankte ist, was macht man mit diesen Four Thousands Weeks?

01:24:50: Wie nutze ich die?

01:24:51: Wenn man sich das bewusstmacht, dass das eben ein Finite-Amount of Time ist, dann muss man dementsprechend handeln und ... Wir haben halt nur begrenzte Zeit und wir wissen noch nicht mal wie lange die geht!

01:25:02: Das kann morgen vorbei sein, das kann in zwei Jahren vorbeisein.

01:25:05: Es kann in dreißig Jahren vorbei sein!

01:25:07: Aber der Gedanke, dass ich jetzt mein ganzes Leben darauf ausrichte... ...dass sich mit sieben Sechzig bestimmte Anzahlern euros pro Monat zur Verfügung habe ist für mich der falsche Weg.

01:25:20: Money follows the Mindset ist eher so wie ich operiere wenn man das macht wo man Energie reinlegen kann was einen erfüllt wo man Spaß dran hat, wo man eben auch extra Energie aufwenden kann.

01:25:33: Dann fügen sich oft die anderen Komponenten ein.

01:25:37: Natürlich alles in einem Rahmen der überlegt sein will.

01:25:44: Man muss jetzt nicht kopflos in irgendwelche Sachen reinstützen das sage ich nicht.

01:25:49: aber der Gedanke dass eben nach vorne schaut sich auf die positiven Sachen konzentriert anstatt die negativen ist wahnsinnig wichtig und das fehlt.

01:25:58: Das fehlt denke ich vor allen Dingen in deutschen dieses Klischee, dass man immer nach den kritischen Problemen, Ausschau halt.

01:26:07: Es ist immer so, dass negative das positiv überwegt.

01:26:10: Da gibt es unheimlich viele gute Memes auch auf Instagram.

01:26:14: Die werden mir wahrscheinlich zugespült wegen dem Algorithmus.

01:26:18: Aber so ein Meme was ich jetzt vor kurzem gesehen habe wo so ein deutsches Kappel steht in irgendeiner Villa und sagt ja die Villa ist schon schön aber wer will denn die Stromrechnung bezahlen?

01:26:28: Also das bringt hat für mich so auf einen Punkt gebracht Glaub ich, und vielleicht ist es auch so.

01:26:35: Sofort wieder nach irgendwelchen Problemen oder negativen Punkten zu suchen anstatt erstmal das zu feiern was da gerade von einem Architekten oder wem aber mal kreiert wurde dieses geniale Objekt mit all diesen tollen Dingen und Möglichkeiten Aber dann über den Strom wiederzusunieren was da nicht noch kommen könnte.

01:26:54: Ja

01:26:54: also man man recognizes dass er ist was cooles Aber der Strom nähert, also das will kein Schwein bezahlen.

01:27:03: Und wenn es dann eben darauf endet... Das hat ja einen Effekt auf die Einstellung.

01:27:08: Also das sind jetzt natürlich Mims und das Spaßchen, das ist lustig!

01:27:12: Wenn man sich überlegt was das mit jemandem Machttag eintag aus?

01:27:16: Mit all den kleinen großen Entscheidungen, die man im Leben fällt?

01:27:19: In der letzten Aspekt immer etwas ist, was negativ ist und was man versucht doch irgendwie nur zu perfektionieren oder auszubügeln, dann findet man sich in der Umstände eine Situation wo man nie wirklich was macht.

01:27:31: Man wartet immer auf das Nächst Bessere.

01:27:33: Also dieses klassische Computer, es kommt jetzt noch ein neuer Computer raus und er kann das und das und wenn er da rausgekommen ist, dann weiß man schon was der nächste rauskommt und wartet etwas in die Ewigkeit weil das Produkt wonach man eigentlich sucht nie da ist, nicht verfügbar ist.

01:27:49: Und da spielt es Framing und das Mindset eine wahnsinnig wichtige Rolle.

01:27:56: Ich glaube, es sind sehr, sehr gute wertvolle Punkte.

01:28:01: Jetzt machen wir vielleicht noch mal direkt von dort zum Abschluss, vielleicht nochmal einen Schwenk, wobei die Zeit eigentlich viel zu gering ist.

01:28:07: Ich glaub, wir könnten da echt noch jetzt noch ewig weitersprechen.

01:28:09: aber jetzt nochmal das Projekt Yukon und Beteiligung an einem Verlag.

01:28:15: Wie kam es dazu?

01:28:17: Superspannen natürlich viele Verlage schließen weiß ich, ein Thema Digitalisierung und KI und Internet.

01:28:27: Du wirst sicherlich Gedanken gemacht haben wie kam es zu dieser Einschicksmöglichkeit?

01:28:33: Und das wirklich am äußersten Zipfel Nordamerikas.

01:28:37: Wie ist dazu kommt, wie läuft das gerade?

01:28:39: Fünfundzwanzig, ne Ende Zweitausendvierenz war hier die Wahl in den USA.

01:28:48: Im November kurz nach der Wahl hat eine gute Freundin von mir aus Studienzeiten in Dortmund hat angerufen und gesagt hey wie geht's euch da?

01:28:58: In Kalifornien im USA also in Ordnung... Die Welt war ja ein Helm Aufruhr mit dem politischen Schock und den Konsequenzen, die man ja schon absehen konnte zumindest zum Teil.

01:29:13: Ja, da habe ich gesagt eigentlich so was alles ganz gut.

01:29:15: aber in politischen Fällen ist es natürlich irgendwie schwierig und ja also jobmäßig würde mich halt auch.

01:29:25: irgendwie gucke ich um, was will ich mich umschauen mal?

01:29:28: Was man so machen kann Und was da für neue Optionen gibt.

01:29:32: und dann sagt sie so Eigentlich als Spaß, ja.

01:29:35: Der Besitzer des Verlags zu denen sie erarbeitet, der würde seinen Verlag verkaufen wollen und dann musste man halt mit mir nack übernehmen.

01:29:41: Das war so ganzer Lob.

01:29:42: daher gesagt wie das...

01:29:44: Aber Sie war schon, Sie lebte also zwar eine Studienfreundin aber die auch inzwischen in Nordamerika lebt?

01:29:51: Ja

01:29:51: ist es im Jahr zwei Tausend Sieben aus Deutschland nach Kanada ausgewandert da oben in die Gegend hat da seit der Zeit, also die letzten achtzehn Jahre für diesen Verlag gearbeitet.

01:30:05: Ja das war so eine Salopp-Geschichte, die dann im Telefon rausgeschmissen habe ich.

01:30:11: Vielleicht sollten wir mal darüber sprechen, wer weiß was da warum kommt?

01:30:15: Wer open minded ist, geben sich dann halt eben manchmal die interessantesten Geschichten und Opportunities.

01:30:22: Das hat uns die ganze Geschichte gestartet und dann haben wir uns tatsächlich darüber unterhalten.

01:30:27: Dann bin ich Anfang von zwanzig im Januar hochgeflogen, habe mich mit ihr und dem Besitzer getroffen.

01:30:32: Das war eine erste Gespräche.

01:30:33: auch einfach mal zu gucken wie es aussieht.

01:30:35: Auch speziell zu der Zeit weil in Januar ist es da lange dunkel und ratten kalt also das Dunkel war ein bisschen anders als jetzt.

01:30:47: Ich weiß nicht mehr genau, wie das Januar, aber diesen Januar habe ich da auch mal minus zwei und dreißig Grad Celsius mitgenommen.

01:30:55: Das ist dann schon knackig.

01:30:58: Aber alles machbar!

01:30:59: Und auch das sind interessante Erfahrungen die ich da gesammelt hab.

01:31:02: In jeden Fall bin ich hochgefahren, hab da Gespräche geführt mit den beiden... Und bin dann eigentlich jeden Monat hochgefahren für Folgegespräche und Planung.

01:31:13: Das hat sich dann, hat sich das dann entwickelt, also nach und nach... ...und aus den ersten Kennenlernen Gesprächen einfach mal gucken was existiert da?

01:31:22: Wie sieht die Situation aus?

01:31:23: Dann kamen ersten Planungsgespräch überlegungen des Seniorn.

01:31:26: Ich habe natürlich wahnsinnig viel Market-Research gemacht in der Zeit und mir angeguckt wie sieht die Industrie generell aus, wie sieht der Markt aus da oben gegenüber?

01:31:37: Eine markt hier oder in der metropolitan area.

01:31:42: Und dann haben wir

01:31:43: kurz aus dem verlag bedeutet die also die drucken bücher?

01:31:50: Also das ist ein das ist einen business was Ein periodical drückt.

01:31:55: also vier mal im jahr quasi jedes quarter kommt ein magazine raus und Dann gibt es noch zwei drei Drei Spezial-Magazine, das sind so wie eine Art Themenmagazine.

01:32:08: Eins dreht sich um Reise, eins dreht es sich um Business und dann gab's noch eines, das wendet sich speziell an Deutsch, momentan findet das nicht statt aber... Das sind Magazine!

01:32:21: Und das Kernmagazin setzt sich im Prinzip mit allem auseinander was den Yukon betrifft.

01:32:27: also klar ist es Natur und Reise und Landschaft Oder das ist Landschaft und Reise und Environment, aber es ist auch Kultur.

01:32:35: Das ist auch Business.

01:32:37: So ein bisschen so wie National Geographic für eine Region?

01:32:45: Für ne Region!

01:32:46: Das ist eigentlich ein ganz guter Vergleich.

01:32:49: Es ist wie so eine Art Quarterly National Geography für Ne Region.

01:32:53: Die behandeln ja auf alle möglichen Themen.

01:32:55: Das kann mal Reise sein, das kann mal Tier sein... Mining sein.

01:33:02: Yukon ist wahnsinnig reich an natürlichen Mineralien und Großstoffen.

01:33:09: Das kann kulturelle Sachen sein, also alles von Kunst bis hin zu der Auseinandersetzung zwischen den First Nations, also den Einheimischen und dem Zugewanderten.

01:33:20: ein großes Thema ganz spannendes Thema da oben.

01:33:23: Also es behandelt quasi alles Und das ist ein Printprodukt und ja, also eigentlich was ganz Klassisches.

01:33:30: Was man so heute in dem Metropolitan Umfeld eigentlich gar nicht mehr so richtig weiß gar nicht, wann ich mir hier in Hunting Beach oder Newport Beach, wenn ich mir das letzte Mal einen Magazin gekauft habe schon gar nicht sozusagen für die Region.

01:33:44: Das macht mir alles online aber ein... Also was sich relativ schnell gezeigt hat war dass Da oben Zeit ein bisschen an das tickt und generell mit der ganzen Entwicklung in einer AI, Digital Media den... wo unser ganzes Leben hinschwenkt.

01:34:05: Das kreiert einen Gegenmomentum.

01:34:07: Und dieses Gegenmomendum findet man in Regionen wie zum Beispiel im Yukon.

01:34:13: Das findet man auch in Regionen wie Norwegen, Schweden, Finnland In Europa haben die auch einen wahnsinnigen Auftrieb und meiner Meinung nach ist ein eine treibende Kraft dafür.

01:34:26: Wie schnell lebe ich, wie virtuell, wie künstlich doch Großteile unseres Lebens geworden sind und der Wert von was realen, von was erlebbaren?

01:34:38: Und dass es nicht nur die Temperaturen draußen zu stehen und zu fühlen, wie das ist wenn die Temperatur minus thirty-two Grad ist sondern es auch durch ein Magazin durchzublättern.

01:34:47: Das hat einen sehr hohen Stellenwert.

01:34:52: Dann mit dem Research, den ich gemacht habe stellte sich auch raus dass die das viele Nischen Magazine entgegen dem Trend der großen Magazine sehr viel Aufwinder fahren.

01:35:04: Genau aus dem Grund Die Großen Magazine also sagen wir jetzt in Deutschland sowas wie Spiegel und Fokus oder hier so Time Magazine und solche Geschichten haben das Problem, dass der Content ist sehr austauschbar.

01:35:19: Da hat man so seine Mainstreams, alle Tabmente die gleichen Zähnen.

01:35:26: Da oben für uns ist das anders.

01:35:27: wir sind das einzige Magazin am Markt.

01:35:29: es wäre sehr schwierig ein anderes Magazin in der Form aufzubauen.

01:35:32: Das Magazin gibt's seit zwanzig

01:35:33: Jahren

01:35:35: Super fokussiert und etabliert.

01:35:39: Die Markenerwährnis ist wahnsinnig hoch.

01:35:43: Über was für eine Auflage redet man da?

01:35:45: Nehmen wir jetzt mal dieses Spezial Yukon-Magazin.

01:35:48: Da sind halt noch drei, vier andere Seiten dazu aber...

01:35:51: Das bewegt sich so in der Regel zwischen achtzig und achtundzwanzigtausend ist die Circulation.

01:36:00: Dann würde mich jetzt nochmal die übernahmemäßig interessieren.

01:36:04: Also war das dann der Founder?

01:36:05: War das First Generation oder sogar schon zweite dritte Generationen?

01:36:10: Ja, durch den Kontakt.

01:36:11: Durch deine damalige Bekannte oder Studienkollegin der hat es dann komplett irgendwie verkauft oder ist noch mit an Bord?

01:36:19: Wie war denn so das der Prozess?

01:36:20: Wer

01:36:21: hat es ... wurden mehrere Optionen diskutiert und besprochen und es hätte theoretisch auch mehrere Option für uns gegeben.

01:36:29: letzten Endes lief das dann darauf hinaus dass er komplett raus wollte Und das war auch.

01:36:34: Das war auch gut, das wissen wir jetzt.

01:36:36: Aber das war ein Prozess der sich so ganz natürlich entwickelt hat durch die verschiedenen Planungsmeetings, die wir hatten.

01:36:43: Der hat das komplett verkauft und das Business.

01:36:46: Und die besondere Situation für mich war damit der Freundin, den ich nun schon seit sehr langer Zeit kenne und auch hundertprozentig vertrauen kann dass Ich einblick hatte, wie das unternehmen funktioniert.

01:37:02: Wir waren nicht in der Situation da.

01:37:08: Man musste nichts nur face value nehmen sondern es war ganz klar so funktioniert Das business hier sind die Probleme Hier sind die opportunities und soweit und sofort und dass ist natürlich gut.

01:37:21: das hat das hat gab uns ein gutes Gefühl zu sagen okay wir haben einen element mit ihr was sehr stabil ist, was den Markt das Produkt des Business Inside Out kennt.

01:37:35: Und mit mir haben wir eine Komponente die ganz viele neue Aspekte mit reinbringt, die vorher nicht da waren und zusammen kreiert das halt ne Stärke, die da so vorher nicht existiert hat.

01:37:47: Sie werden dann

01:37:48: im Prinzip die Co-Eignerin oder wie?

01:37:51: Ja,

01:37:52: FIFTY!

01:37:53: Wir leiten es zusammen.

01:37:55: Wir haben zwar unsere Fokusbereiche ziemlich eigenständig betreuen, aber das ist fiftie-fifty und das haben wir von dem owner komplett übernommen.

01:38:07: Und der ist First Generation.

01:38:10: Der kommt aus den Yukon, er hat es aufgebaut vor zwanzig Jahren gestartet viel mehr aus einem Business Gedanken heraus als dass der jetzt so wahnsinnig passionate war über das Publishing Business oder diesen Publishing Channel, aber ja das war ein interessantes Geschäftsfeld und ich würde sagen heute noch viel mehr als das vor ein paar Jahren waren.

01:38:33: Also AI spielt eine große Rolle um diese ganzen Folgeeffekte also jetzt zum Beispiel auch das Vertrauen.

01:38:41: Welchen Outlets kann man heute noch vertrauen?

01:38:43: Ich hatte gerade die letzten Tage mehrere professionelle Diskussionen.

01:38:48: Die Fehlerrate bei AI ist wahnsinnig hoch und wir sind mittlerweile in eine Situation geraten, wo wir gar nicht mehr überprüfen können, wo die Fehler existieren.

01:38:58: Beispiel Christmas Summary von hundert Seiten PDF oder mehreren Dokumenten ob da irgendwo welche Fehler eingebaut sind.

01:39:08: wenn du das PDF nicht genau kennst und den Inhalt dieser Hundertseiten also kriegst du gar.

01:39:14: Das, was ich hier feststelle und sehe ist dass wir gerade so an einer Schwelle sind wo viele Leute sehr viel Misstrauen aufbauen.

01:39:23: Für ein wahnsinnig mützliges Tool.

01:39:26: aber diese anfängliche Euphorie und vielleicht auch das fehlende Verständnis von dem was passiert hat jetzt auf jeden Fall eine Komponente kreiert die sehr viel misstrauen verursacht.

01:39:40: und wenn man da sagen kann Wir providen ein Produkt, was hundertprozentig gecheckt ist.

01:39:48: Was von menschlicher... also menschlich gesourced ist.

01:39:53: Worauf man sich verlassen kann?

01:39:54: Das hat einen echten Wert!

01:39:57: Einigen

01:39:57: Journalisten?

01:39:58: Ja wahrscheinlich noch.

01:39:59: Eigene Journalisten, die das...

01:40:02: eigenes Netzwerk an Journalisten.

01:40:05: und da haben wir letztes Jahr gesagt okay if everyone seeks goes with AI, everyone just wants to do AI and everything AI.

01:40:15: We sag und wir gehen die andere

01:40:17: Richtung.".

01:40:18: Und bisher hat sich das auch wirklich grantiert und es sieht so aus als ob das wirklich feuchtet reagieren.

01:40:27: Super spannend!

01:40:27: Also ich glaube...

01:40:29: Letzten Endes kann ich nur sagen in meinem persönlichen Fall wenn ich Profession und Passion verbinden kann dann geht das wieder zurück.

01:40:38: zu diesem Aspekt von ... bin ich heute zufrieden, mache ich was, was mich erfüllt.

01:40:43: Und da noch eine Möglichkeit gehabt zu haben... ... Passion und Profession zusammenzubringen.

01:40:50: Ich verbringe jetzt natürlich viel Zeit hier im Yukon.. ..und mach Dinge die ich sowieso gerne mache.

01:40:58: Und ja, betreibe ein Business oder bin Teil eines Businesses das darin lebt!

01:41:07: Als wir unser Gespräch angefangen haben und du dich als so wie war der kleine Tamo vor vierzig, fünfvierzig Jahren da hast ja ich schon gesagt du warst von Kind ab an Abenteuer lustig.

01:41:18: So und ich glaube der Yukon steht ja auch für Du bist hier durch den Teutobober Wald gerannt.

01:41:24: Der Yukon mehr Natur geht wahrscheinlich gar nicht, mehr Abenteuerlos geht eigentlich gar nicht.

01:41:29: Ich glaube das schließt sich ja vielleicht der Kreis aber ich bin auch nicht ganz sicher ob da vielleicht nochmal andere Episode dazukommen.

01:41:35: Das würde mich freuen!

01:41:36: Aber wir werden erst mal das irgendwie weiter verfolgen.

01:41:39: Wir haben jetzt schon circa zwanzig Minuten länger geschworen als geplant.

01:41:42: Super vielen Dank Tamo, dass du dir die Zeit genommen hast.

01:41:47: Ja, mich gefangen.

01:41:47: Es ist ein

01:41:47: Co-Verlag in Harvard und du hast noch viele andere Dinge zu tun... unglaublich inspirierend für mich selbst, weil wir auch viele Jahre nicht gesprochen haben.

01:41:56: Wir waren zwar immer wieder random im Kontakt als ich auch in den USA gelebt habe aber es war jetzt für mich noch mal unglaublich spannend informativ.

01:42:02: Ich glaube da war ganz ganz viel drin an Framing Mindset Dinge die wirklich jeder egal ob Unternehmer oder Nichtunternehmer mitnehmen kann.

01:42:13: Da waren ganz ganz viele Stationen.

01:42:15: also schwierig das glaube ich zusammenzufassen.

01:42:17: Aber ich glaube auch der Abschluss jetzt nochmal zu sagen dass sich dieses Thema Passion und Profession da jetzt vielleicht irgendwie zusammengekommen sind.

01:42:26: Ich glaube, das trägt ja auch nochmal wirklich zur Zufriedenheit um glückslich sein bei.

01:42:32: Ja, wir verfolgen es noch weiter und würde mich freuen wenn wir regelmäßiger jetzt einfach im Kontakt sind.

01:42:37: Ja gerne!

01:42:38: Ganz ganz spannend.

01:42:39: Ja super haben ich total gefreut.

01:42:42: Gerne in Kontakt bleiben.

01:42:43: Also ganz ganz vielen lieben Dank.

01:42:45: Ich wünsch dir bei euch ist es jetzt circa kurz vor... Elf wahrscheinlich?

01:42:49: Ja, für die vor elf.

01:42:50: Für den vor elf morgens.

01:42:51: Gibt

01:42:51: es vor elf?

01:42:52: Ja fast vier und zwei Stunden im Pel.

01:42:55: Um die Zeit jetzt.

01:42:57: Wahnsinn!

01:42:58: Wann geht's zurück nach Kalifornien?

01:43:01: Pendelst du irgendwie jede Woche oder wie muss man sich das vorstellen?

01:43:04: Nee nicht jede Woche.

01:43:05: also ich bin in der Regel so zwischen zwei und vier Wochen hier oben.

01:43:09: Und ja zurück gehts jetzt in zwei Wochen.

01:43:13: Hier gibt es einiges noch zu tun.

01:43:15: Also hier ist so ein bisschen wie eine Art neuer Goldrausch, das ist auch interessant.

01:43:19: Unabhängig von unserem Business.

01:43:21: Hier passiert unheimlich viel und spannender eingebettet zu sein.

01:43:27: Ja, ich verfolge weiter.

01:43:30: nochmal ganz, ganz lieben Dank!

01:43:32: Und ciao und bis bald würde

01:43:36: ich sagen.

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