Zahnersatz aus China: Dr. Riemer und das Geschäftsmodell hinter Audentic

Shownotes

In dieser Folge von Scale & Help spreche ich mit Dr. Holger Ludwig Riemer, Jurist, Unternehmer und Investor. Seine Geschichte mit Audentic zeigt, wie man aus einer Marktchance ein Unternehmen aufbaut, das heute mit über 1.000 Partnerzahnärzten zusammenarbeitet und mehr als 100.000 Patienten versorgt hat.

Wir sprechen offen über:

Seinen Weg vom Krisenberater für insolvenzbedrohte Unternehmen zum eigenen Unternehmer – und warum das Geld fast immer auf der Unternehmerseite verdient wird, nicht auf der Berater- oder Arbeitnehmerseite Den entscheidenden Unterschied zwischen Anwalt und Unternehmer: Fachwissen vs. Mitarbeiterführung und Entscheidungsfähigkeit Wie er als junger Anwalt in die Zahnersatzbranche hineingezogen wurde und einen ersten Marktführer mit aufbaute Den Ausstieg mit 50 Jahren und die bewusste Entscheidung, in derselben Branche noch einmal von Null zu starten – mit Audentic, gegründet 2011 Das Geschäftsmodell im Detail: Zahnersatz-Produktion in China nach dem Prinzip der Massenfertigung, identische Materialien wie in deutschen Laboren, aber deutlich günstigere Preise Die komplette Logistikkette von der Abdruckabholung beim Zahnarzt über DHL bis zur Fertigung in Shenzhen und zurück – oft innerhalb von 10 bis 14 Tagen Warum klassische Vertriebswege für Zahnärzte nicht ausreichten – und wie er mit Fernsehwerbung im Frühstücksfernsehen direkt Patienten ansprach, um darüber Zahnärzte zu gewinnen Seinen aktuellen Social-Media-Einstieg nach 35 Jahren Unternehmertum – mit über 33.000 Followern innerhalb eines Jahres Sein größtes Learning aus Jahrzehnten Unternehmertum: Nicht Zahlen oder Marktchancen entscheiden am Ende über Erfolg oder Misserfolg, sondern der Umgang mit Menschen

Eine Folge über unternehmerische Weitsicht, einen ungewöhnlichen Vertriebsansatz und die Erkenntnis, dass nach 35 Jahren Geschäftstätigkeit vor allem der menschliche Faktor über Erfolg entscheidet.

Über den Gast: Dr. Holger Ludwig Riemer ist Jurist, Unternehmer und Investor. Nach Jahrzehnten als Anwalt mit Fokus auf Krisen- und Insolvenzberatung wechselte er auf die Unternehmerseite und baute gleich zweimal einen Marktführer in der Zahnersatzbranche auf. Mit seinem Unternehmen Audentic bietet er Zahnärzten in Deutschland hochwertigen, international gefertigten Zahnersatz zu deutlich günstigeren Konditionen als klassische deutsche Dentallabore.

Über Scale & Help: Scale & Help ist der Podcast für echte Gespräche mit echtem Mehrwert. Host Carlo Jesse spricht mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus unterschiedlichsten Branchen über ihre Erfolge, ihre Fehler und das, was Skalierung wirklich bedeutet – jenseits von Hochglanz-Storys.

🔗 Links

Gast:

Audentic: https://www.zahnkostensparen.de/ Dr. Holger Ludwig Riemer – Instagram: https://www.instagram.com/drriemer/ Dr. Holger Ludwig Riemer – LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-holger-ludwig-riemer-324ab4383/

Scale & Help Podcast:

YouTube: https://www.youtube.com/@CarloJesse1 Spotify: https://open.spotify.com/show/5v8dOWzDarxwhgaTykvPzB Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/scale-help-podcast/id1896230322

Host Carlo Jesse:

Instagram: https://www.instagram.com/carlo_jesse1/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/carlo-jesse-8010bba9/ YouTube: https://www.youtube.com/@CarloJesse1

Dr. Holger Ludwig Riemer hätte mit 50 aufhören können – stattdessen gründete er noch einmal von Null ein Unternehmen: Audentic, heute mit über 1.000 Partnerzahnärzten und mehr als 100.000 versorgten Patienten. Eine Folge über Zahnersatz aus China, ungewöhnliche Vertriebsstrategien und die wichtigste Lektion nach 35 Jahren Unternehmertum.

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen bei Scale and Help, dem Podcast für Unternehmensnachfolge, Transformation und echten Impact.

00:00:07: Mit Carlo Yesse triffst du die spannendsten Unternehmer- und Nachfolger im deutschsprachigen

00:00:12: Raum!

00:00:12: Hier erfährst Du wie Unternehmen erfolgreich übergeben, skaliert und neu gedacht werden – unsere Mission One

00:00:18: Business,

00:00:19: one School Let's Go.

00:00:23: Was weiß ein Unternehmer nach fünf und dreißig Jahren, was ich gerne schon nach fünft gewusst hätte?

00:00:28: Mein heutiger Gast könnte finanziell längst aufgehört haben zu arbeiten.

00:00:32: Er hatte es sogar versucht aber golf war offensichtlich nicht die Lösung.

00:00:37: Dr.

00:00:38: Holger Ludwig Riemer ist Jurist Unternehmer und Investor.

00:00:41: besonders spannend finde ich seine Geschichte mit Authentic.

00:00:44: er kannte die Dentalbranche bereits.

00:00:46: er kannt eine Chance und baute daraus ein Unternehmen auf das heute mit über Tausend Partner-Zahnärzten arbeitet und mehr als einhunderttausend Patienten versorgt hat.

00:00:56: Heute möchte ich wissen, wie erkennt man ein skalierbares Geschäftsmodell?

00:01:00: Wie macht man daraus ein großes Unternehmen?

00:01:02: und was weiß man darüber nach vorm Dreißigjahr?

00:01:04: ein Unternehmertum, das man mit dreißig noch nicht wusste?

00:01:07: Herr Dr.

00:01:07: Riemer herzlich willkommen bei Scale und Help!

00:01:10: Ja schön morgen.

00:01:13: Hört sich ja schon spannend an die Einführung.

00:01:16: Ich bin ganz gespannt auf Sie aufmerksam geworden weil sie Social Media mäßig auch in den letzten Monaten da auch aktiv sind und ich dachte, die Geschichte möchte ich mir echt mal anhören.

00:01:30: Ja dem Grunde genommen habe ich ja erst vor einem guten Jahr angefangen.

00:01:34: bis dahin war das für mich gar nicht so sehr im Mittelpunkt meines Interesses aber hab heute glaube ich schon dreiunddreißig tausend Follower.

00:01:43: Das ist ja schon innerhalb eines Jahres finde ich ganz ordentlich, hat man mir gesagt.

00:01:49: Aber es ist so dass sich immer mehr Menschen in den sozialen Netzwerken bewegen.

00:01:54: Und da sind auch sehr viele Vernünftige dabei, die ihre eigenen Interessen verfolgen und informationsbedürftig sind und hungrig was ihre eigenen Ziele anbelangt.

00:02:06: Die werden ja oft auf verschrien.

00:02:07: Die Sozialen Medien werden nur quatscht und weiß der Topf oder was das ist.

00:02:10: natürlich ist auch viel quatsch dabei aber es ist halt viel Gutes auch dabei.

00:02:14: Und mein Ansatz... Was

00:02:15: war denn dem Puls?

00:02:16: Das war dann der Puls, das Sie gesagt haben.

00:02:18: Ich will einfach mal meine Geschichte oder den Alltag und alles was mich so umtreibt in die sozialen Medien

00:02:26: reinzubringt.".

00:02:27: Also es ist tatsächlich so dass andere mich dazu motiviert haben, dass ich doch eigentlich das, was ich jetzt zum Ende meiner Laufbahn, also ich werde definitiv noch zehn Jahre als Unternehmer aktiv sein.

00:02:39: So habe ich mir das auf jeden Fall vorgenommen.

00:02:42: Vielleicht mache ich das auch bis ich nachher im Grab liege, weil das ist irgendwie ja in Bluts wenn man das hat.

00:02:47: Aber es ist halt so dass ich viele Erfahrungen gesammelt habe im Laufe der Jahrzehnte und ich immer mehr auch in die Rolle komme da sich also auch gerade jungen Leuten die auch unternehmerisch interessiert sind einiges zu bieten haben.

00:03:01: Also ich kann den Erfahrung mitgeben Ich kann ihnen strategische Empfehlung geben wo es wie drauf ankommt und das wird dann so dankbar aufgenommen.

00:03:15: Und das habe ich bislang, bevor ich hier in Social Media dann irgendwie begonnen habe, das so privat auch gemacht.

00:03:23: also es gab immer wieder heute auch von früher aus den Netzwerken die da bestehen wenn an einer eine Idee hatte und da wusste keiner so richtig was macht man damit?

00:03:33: Und wen kann man sich da vielleicht schnappen mit dem man das zusammenmacht.

00:03:37: Das waren alles so Sachen wo die Leute dann oft auch die Leute bei mir vorbeigeschickt haben, gehen wir zum Rima und so.

00:03:43: Dem fällt bestimmt was ein ne?

00:03:44: Und das basiert vielleicht auf der grundsätzlichen Einstellung von mir.

00:03:49: Das habe ich schon als junge Anwalt da war ja zum ersten Mal auch quasi selbstständig unterwegs.

00:03:55: Da hab' ich mich auch immer überlegt wie kannst du dich von den ganzen anderen Tausenden von anwälten alles unabhängig davon dass man sich irgendein Fachgebiet daraus sucht aber Wie kann man dann aktiv in dem Markt gehen?

00:04:06: Und da war dann immer die Überlegung bei mir, ich muss anderen Leuten Steine in den Vorgarten werfen.

00:04:11: Das heißt also... Ich habe ganz viele Leute auch versucht kennenzulernen, sie zu verstehen und auch in ihrer Rolle als Unternehmer waren viele Unternehmer dabei.

00:04:21: Dann hab' ich halt ein Gespür dafür bekommen was brauchen die?

00:04:24: Was suchen die an Mitunternehmern?

00:04:26: Was suchen die an Kapital?

00:04:28: Suchen die Immobilien.

00:04:30: und das ist dann immer so dass man wenn man halt einen Vertrauensvolles Gespräch mit den Leuten führen kann, weil sie einem auch irgendwie vertrauen.

00:04:40: Weil man so auf Augenhöhe unterwegs ist, dass man eine ganze Menge erfährt und dann in dem Moment wo sich natürlich Fragen ergeben, wo man Leute sucht oder Geld oder was auch immer, das man dann Verbindungen herstellen kann.

00:04:53: Das sind die Steine, die man in den Vorgarten werfen kann.

00:04:58: also wenn ich erfahren habe, dass irgendwo ein Immobil zu verkaufen ist Dann habe ich nicht versucht mich da irgendwie dazwischen zu klemmen.

00:05:04: Ich hab ja kein Markler oder so, aber ich hab dann geguckt wen könnte das interessieren?

00:05:08: Also was sind die essentiellen Voraussetzungen dieser Immobilien?

00:05:11: und wer hat da jetzt gerade Interesse?

00:05:12: welches Unternehmen möchte vielleicht umziehen... ...oder wer will sein Wohnsitz wechseln und so.

00:05:18: Und dann ist mir in den allermeisten Fällen irgendwas eingefallen und dann habe ich dem einander bekannt gemacht zufälligerweise ist in vielen Fällen dann auch da die Aufgabe raus erwachsen, dass man da Verträge machen muss und die habe ich dann halt auch

00:05:31: aufgemacht.

00:05:32: Also ich war also auch nur Tante.

00:05:33: Ich hab schon selbst ins Geschäft gebracht.

00:05:37: Aber dieser Gedanke andere ins Geschäft zu bringen der ist ja am Ende je älter ich wurde und je mehr Erfolg ich am Ende hatte und es gar nicht mehr so darauf ankommt jetzt irgendwie Geld zu verdienen.

00:05:48: Ist das eigentlich so die Grundlage?

00:05:51: Ich will ja da nicht von profitieren.

00:05:52: Also wenn ich heute Kontakte mache, bekomme dann versuche also ernsthaft den Leuten irgendeine Hilfestellung zu bieten und freue mich, wenn die daraus was entwickeln.

00:06:03: Also ich will da gar nicht irgendwie groß mitwirken oder so natürlich.

00:06:06: Wenn jetzt jemand kommt ein Gründer der hat eine tolle Idee ist natürlich die Frage intern an mich halt auch immer interessiert mich das auch.

00:06:15: Ich habe eine Beteiligungsgesellschaft beispielsweise.

00:06:19: Geh ich damit rein, kann ich mir da was vorstellen?

00:06:21: Ist das skalierbar, was Sie vorhin auch so angedrückt haben.

00:06:24: Kann ich mir vorstellen dass da mal etwas Großes draus wird?

00:06:27: Macht das Sinn damit reingehen?

00:06:29: und da bin ich also extrem flexibel und beweglich.

00:06:32: aber ich bin jetzt nicht eigengeschäft orientiert sondern ich bin ja... Das hört sich ein bisschen an wie Jesus oder so.. Aber ich bin tatsächlich.

00:06:40: Ich freue mich, wenn andere mit meinen Erfahrungen sich gut positionieren können und ein erfolgreiches Geschäft aufbauen.

00:06:47: Das ist für mich ganz toll, wenn ich das dann sehe, dass es

00:06:50: klappt.".

00:06:52: Also die Einstellung ist also sehr amerikanisch.

00:06:56: Es gibt auch sicherlich viele Deutsche, die so denken aber dieses erst mal geben, Netzwerkbereitstellen, vielleicht Ideen... und Konzepte einfach auch offen zu kommunizieren.

00:07:06: Und irgendwie nicht alles so hinter der Mauer zu haben, wie sie sagten um Steine in den Garten zu schmeißen.

00:07:12: Ich habe einige Jahre im USA gelebt das ist habe ich sehr verbreitet auch im Silicon Valley einfach diese Offenheit gar nicht mal sofort an die eigenen Interessen.

00:07:21: Das kommt alle.

00:07:22: später ergeben sich dann ja perspektivisch in der Regel gute Gelegenheit unter Situation auf wenn man es gar nicht bewusst gepusht hat.

00:07:29: aber das habe ich auch sehr stark dort in USA kennengelernt.

00:07:33: Deswegen fangen wir einfach noch mal an.

00:07:34: Als Jurist waren sie ja auch schon Unternehmer, wie Sie schon sagen.

00:07:38: Ja.

00:07:39: So und als Jurist kann man sicherlich eine große Kanzlei aufbauen oder gibt es sehr große Kenzleien.

00:07:45: aber dann kam doch irgendwie dieser Transfer ins wirklich Vollblutunternehmertum nämlich sie haben dann wirklich ein Unternehmen ausgebaut.

00:07:56: das können sie nochmal ausführen.

00:07:58: also klar war das Studium ... Sie waren Jurist Klassischer als Anwalt wahrscheinlich angefangen, vielleicht können wir uns da noch mal mit auf die Reise nehmen.

00:08:07: Also bei mir war schon immer auch die Zielgruppe der Unternehmer.

00:08:10: also den wollte ich verstehen in seinen verschiedenen Situationen wobei der Anwald ja in der Regel oder Jurist er berät über viele Bereiche hinweg und hat auch eine große Beratungsziefe, der muss sich informieren Neuesten BGH Entscheidung auch kennen und weiß der Teufel, was der muss das auch transformiert kriegen.

00:08:35: Dass er dann nachher auch bei Gericht mit seinen schriftsetzten Stand hält wenn er da dann das umsetzt.

00:08:41: aber es ist halt schon so dass Wenn man dann nach her in bestimmten Beratungssituationen sieht ist man immer als Anwalt auch der eigene Flaschenhals.

00:08:55: also ich kann ja als selbstständiger Ja, selbstständig.

00:09:01: Aber ich sag mal wenn ich zwölf vierzehn schon am Tag arbeite dann geht halt nicht mehr.

00:09:05: Ich kann das bis einen gewissen Grad noch irgendwie delegieren.

00:09:09: Man hat Assistenten und der Anwalts-Tag.

00:09:11: Ist ja

00:09:11: selbstständigen Spiel irgendwann zu Ende sein?

00:09:13: Ich bin der Krisenkanzlei die international aufgestellt ist.

00:09:17: sie haben da möglicherweise auch noch andere Grenzen aber dem Grund genommen ist die Selbstständigkeit auch begrenzt.

00:09:23: Also ähnlich wie ein Arzt!

00:09:24: Da ist es ja auch so.

00:09:25: als Arzt kannst du sicherlich auch eine große Praxis aufbauen, aber trotzdem musst du selber dann doch im Infekt da stehen und die Operation durchführen.

00:09:35: Und so wie sie als Anwalt einfach dann doch auch selber trotz aller Assistentinnen und Unterselber dass das besprengt mit dem Unternehmen oder Mandanten führen.

00:09:44: Schüsselmoment

00:09:44: war bei mir eigentlich auch der.

00:09:46: ich habe nachher viel Krisenberatung gemacht Und da war dann halt auch die Beratung von Unternehmern, die also kurz oder in der Insolvenz waren.

00:09:55: Also das ist ja für ein Unternehmer früher noch viel schlimmer.

00:09:58: Da ist man ja aus dem Fenster gesprungen wenn man dann irgendwie Insolvents hatte weil das war das Totalversagen in der Gesellschaft.

00:10:05: Dann hat sich auch die amerikanische Denken hier mehr durchgesetzt.

00:10:08: Mittlerweile ist es so dass das Insolvensrecht ja auch da viele Problemlösungen anbietet Das man also versuchen kann auch das Unternehmen weiter aufzubauen oder überleben zu lassen.

00:10:19: Oder auch wenn man ganz den Bach runtergeht, dass man da nach ein paar Jahren in der Restschuldbefreiung wieder alles los ist.

00:10:26: Im Grunde genommen ist viel drin um die Unternehmer zu motivieren selbst durch eine Krise durchzugehen und selbst wenn es dann mal nicht geklappt hat so wie in Amerika gibt's einen Schlag auf die Schulter.

00:10:35: kommen weiter nächstes Mal wird besser.

00:10:37: also das ist ja auch ne Art von Philosophie muss man lernen dass man also da auch und ich habe halt in der Beratung von Unternehmen In der Krise vor der Kris, also die halt oft auch... Es gab Zeiten da haben die Banken ganze Branchen rausgeworfen.

00:10:52: Also alles was mit Gewerbe so mit Werberagenturen zu tun hatte.

00:10:56: Mit Werbung, mit Gastronomie, mit Maschinenbau und so.

00:11:00: Also da haben sie die Branchen richtig aufgeräumt.

00:11:02: das war so Basel II damals auch.

00:11:05: Und dann wurden dann mit Sicherheiten verlangt von Unternehmern Die ihr letztes Häuschen schon reingegeben hatten.

00:11:10: als Sicherheit für ihren Betrieb war ich also viel unterwegs und habe dann versucht, alternative Konzepte auch für die Zeit nach der Insolvenz oder parallel dazu aufzubauen.

00:11:23: Da wurden dann Auffanggesellschaften gegründet.

00:11:26: Da brauchte man Investoren, die da mit reingegangen sind.

00:11:29: Dann hat man die Mitarbeiter zum Teil wieder mit übernommen – die Kernmitarbeiter.

00:11:35: Und das sind Sachen, die der Insovenswald halt nicht hatte.

00:11:37: Der hat den Kunden stammt.

00:11:40: Denkt, er wird ja auch nicht verkauft.

00:11:41: Er ist halt da wenn man die Produkte hat und die Mitarbeiter, die dazu gehören, die bedienen dann einstellt.

00:11:48: Und dann haben wir vielfach so Auffanggesellschaften gegründet wo mit weniger Mitarbeitern aber das gleiche Geschäft... wo dann auch viel effizienter für die Zukunft gemacht wurde.

00:11:58: Da konnte man aus einem Tausend Mann Laden, Vierhundert Mann Laden machen... Also im

00:12:02: Prinzip Sanierung?

00:12:04: Ja, mit Schnitten, die außerordentlich waren aber wo am Ende wieder eine überlebensfähige Struktur da war.

00:12:11: So, dann hab ich halt auch die Investoren an der Hand gehabt und manchmal waren auch noch Familienmitglieder dabei in so einer Auffangengesellschaft.

00:12:18: Wo man das gleiche Geschäften nur besser für die Zukunft betrieben hat.

00:12:22: Das

00:12:22: geht ja aber schon stark in Unternehmensberatung eigentlich.

00:12:25: Ja natürlich, da ist alles dabei!

00:12:27: Da sind Sie vom Arbeitsrecht Insolvenz-Richt Gesellschaftsrecht, da macht's natürlich besonders spannend weil sie nicht so der Verkehrsrechtler sind oder nur Arbeitsrecht.

00:12:37: Da müssen sie halt so den Querschnitt auch abbilden.

00:12:40: Da müssen schon solide was wissen, wie es geht.

00:12:44: und der Punkt war aber der, dass ich dann halt auch Investoren besorgt habe die das dann möglich gemacht haben diese Neustart umzusetzen.

00:12:52: Und dann hab' ich halt gesehen also Dass das doch eigentlich viel interessanter ist Anstatt das Anwaltshonorat zu verdienen und dazu beraten ob man da nicht selbst mal mit fünf oder zehn Prozent reingeht in so eine auffallende Selbststoff Und dann am Ende die aber nach ein, zwei, drei Jahren wieder verkauft.

00:13:12: Weil die Wertsteigerung ist natürlich immens... Das ist

00:13:15: ja eigentlich schon fast so private equity-mäßig so ein bisschen?

00:13:18: Ja,

00:13:20: in gewisser Weise schon!

00:13:21: Aber da entsteht halt ein neues Geschäft und man ist halt nicht dabei.

00:13:26: Und es hat natürlich gerade am Anfang, wenn das danach funktioniert, die größte Wertsteigerei.

00:13:32: Die ist deutlich höher als das Honorar, dass man verdienen kann Und da findet sich auch immer einer von den Mitgesellschaftern, der dann die...

00:13:40: Gibt's da konkrete Beispiele?

00:13:42: Die sie nennen können.

00:13:43: Was war denn so?

00:13:44: der

00:13:45: erste

00:13:45: Einschrieb

00:13:46: oder...?

00:13:46: Ich bin ja schon zur Verschwiegenheit verpflichtet.

00:13:50: Ja, hätte sein kann, dass das Publik ist.

00:13:53: Da würde ich aber jetzt ein paar Dinge verraten, die ich nicht verratend darf.

00:13:56: Da bin ich also immer noch als Anwalt, ich bin ja zugelassener Anwaltung immer noch, da bin ich schon verpflichted.

00:14:02: Also da auch ruhig zu sein!

00:14:04: Aber gibt es eine Beteiligung, wo die vielleicht öffentlich ist?

00:14:07: Wo sie offen drüber sprechen können oder sind jetzt alle wirklich unter einem...

00:14:12: Leider habe ich da gerade nichts was übrig geblieben.

00:14:17: Die Dinge werden ja dann auch veräußert.

00:14:19: Das ist also vergangen.

00:14:20: Aber reden wir über Mittelständler.

00:14:23: Irgendwie Größenordnung.

00:14:24: Sind das so?

00:14:24: Unternehmen?

00:14:25: Sie hatten gerade schon mal während irgendwie waren mal tausend Mitarbeiter.

00:14:28: Dann hat man das Ding durchsaniert komplett neu aufgestellt, dann irgendwie auf vierhundert Meter weitergebracht so ein bisschen neues Geschäftsmodell.

00:14:34: Dann funktioniert

00:14:35: das.

00:14:35: Genau diese Größenordnung ja okay aber es geht natürlich auch deutlich kleiner und größer sind dann aber wieder andere Leute da weil man da auch einen anderen Zugang zu Banken- und Kapitalmarkten haben muss.

00:14:47: Aber dann gab's irgendwann den Switch.

00:14:49: also das eine sind ja Beteiligungen.

00:14:51: da haben sie gerade schon mal drüber gesprochen.

00:14:54: aber ich glaube Sie sind ja dann auch wirklich in die Rolle des Unternehmers reingegangen.

00:15:00: klar sie sind auch noch als anwalt tätig haben dann gegründet oder cogegründete.

00:15:06: Wirklich dann unternehmen auch geleitet.

00:15:08: vielleicht wie war so die

00:15:09: nächste?

00:15:11: es gibt ja einen so finalen moment das ist ja den meisten gar nicht so sehr klar.

00:15:16: also dass geld wird eigentlich immer auf der Unternehmerseite verdient wenn's läuft und weniger auf der berater- oder arbeitnehmerseiten.

00:15:27: deswegen ist ja eigentlich Das ist ein bisschen so geheimwissen oder so.

00:15:30: So sollte man immer versuchen, wenn sich irgendwie die Chance oder Möglichkeit ergibt und man auch entsprechende Qualifikation hat auf das... ...auf die Unternehmerseite zu wechseln.

00:15:40: Ja?

00:15:40: Und jetzt, wenn man erstmal nur für eine Minibeteiligung dann in den Unternehmerkreis kommt, den Inhaberkreis ja.

00:15:47: Denn wenn das Unternehmen dann sich gut entwickelt und die Gewinne dann auch nachher kommen, dann ist man ja an dem Gewinn beteiligt.

00:15:53: Da sitzt er dann kein Honorar mehr.

00:15:56: So, und das ist halt der Punkt dass man da Normalerweise muss man Geld in die Hand nehmen, um auf die Inhaber-Seite zu kommen.

00:16:03: Weil da ist ja schon was da.

00:16:05: und wenn das wie auch immer bewertet wird gibt es ja, weiß ich nicht, nicht fünfundzwanzig Theorien der Unternehmensbewertung dann ist er auf jeden Fall eine ordentliche Summe fällig und die haben die meisten ja nicht.

00:16:15: Und die große Chance ist ja, wenn ich Gründer bin beispielsweise mit kleinem Geld etwas aufzubauen.

00:16:20: Wenn ich in der richtigen Branche und Lücke bin und mich richtig bewege, wo ich dann am Ende aber als Inhaber mir diese Werte schaffe, die sonst eben nur den Inhabern schon hat.

00:16:31: Das war halt das Interessante, dass man dann ins Unternehmerlager wechselt selbst die Unternehmen auch hat mehrheitlich oder... Aber

00:16:40: sie waren wirklich im Prinzip Investor im Hintergrund nicht operativ, richtig?

00:16:47: Also wenn ich noch einen

00:16:47: Anwaltsmandat hatte.

00:16:51: Wenn ich noch ein Anwalzmandat hat, habe ich das Anwalzenmandat natürlich auch durchgezogen und hab dann trotzdem die Beteiligung noch gehabt, die ich später veräußert habe.

00:17:00: Und später war ich dann einfach in bestimmte Unternehmungen mit eingestiegen und hab da aktiv mitgearbeitet.

00:17:07: also bin ich auch Vorstand geworden dazu beigetragen, dass dann der Erfolg am Ende auch eintritt, den man sich vorgestellt hat.

00:17:15: Was war denn wirklich so das größte Ding oder was Ihre berufliche Tätigkeit also doch ein relativ langen Zeitraum geprägt hat?

00:17:26: Also Sie sagten gerade wo sie wirklich operativ dann auch involviert waren gab es die Phase, dass man wirklich Anwaltschaft dann irgendwann mal niedergelegt hat oder weil man auch durchgängig weiter als anwalt tätig aber ist das ja rein zeitmäßig nicht mehr möglich oder, weil man die wie mehr Anwalt oder mehr Unternehmer...

00:17:46: Ja, ja.

00:17:46: Man muss sich da entscheiden irgendwann.

00:17:48: also es ist auch eine grundsätzlich andere Tätigkeit der Anwaltung bereit hat.

00:17:53: Das habe ich aufhin schon angedeutet halt im relativ großen Know-how in seinen Bereich in denen er da Sachverstand aufbaut und bietet aber ne breite Beratung an.

00:18:03: und der Unternehmer ist ja meist in einem Punkt Experte, der ist was ein Produkt oder eine Dienstleistung anblankt.

00:18:14: Der Bord wird immer besser und versucht immer besser zu sein.

00:18:19: Das ist halt der konträre Unterschied zwischen Anwalt- und Unternehmer.

00:18:23: Die Anwälte meinen immer sie könnten das was der Unternehmer macht locker weil sie so viel Beratungsnohau haben.

00:18:30: Das kann ich sagen weil ich ja beide Seiten da auch lang genug gemacht habe.

00:18:34: Das stimmt gar nicht.

00:18:35: also der Unternehmere hat Fähigkeiten oder auch Expertise in seinem Punkt, da kommt der Anwalt gar nicht dran.

00:18:43: Der kann dann so seinen Juristen-Ansatz darüber stülpen.

00:18:47: Da hat er seine Berechtigung und Beratung.

00:18:50: Aber den Anwald kann ich einfach den Unternehmer ersetzen.

00:18:53: Ja

00:18:54: beim Unternehmer ist ja mehr... Praxis beim Juristen ist ein unglaublicher theoretischer Background, nämlich das ganze Gesetze und der Unternehmer ist eher der Umsetzer.

00:19:07: Ich fängt ja schon bei Mitarbeiterführung fängt es ja schon an.

00:19:12: Der Anwalt ist dann doch der selbstständige überwiegend Einzelkämpfer, weil er selbst in einer Großkanzlei ist.

00:19:19: Also der hat das gar nicht so gelernt oder drauf viele Mitarbeiter zu führen.

00:19:24: Und das ist ja heute schwieriger denn je, versuchen sie mal so eine Truppe auf ein Erfolg irgendwie zu motivieren und dass die ihnen quasi helfen, das Unternehmen nach vorne zu bringen.

00:19:34: Das ist überhaupt gar keine Anwaltsache.

00:19:36: also es mag da vielleicht das eine oder andere Talent geben der auch ne Begabung hat aber das ist halt grundsätzlich was anderes.

00:19:44: Also diese Umgang mit den Mitarbeitern ist schon ne Unternehmerspezialität Und das wird auch oft unterschätzt, diese Kommunikation die da stattfinden muss.

00:19:53: Also nur weil ich dann Chef bin heißt es ja nicht dass sich alles bestimmen kann und dann müssen sie mir alle folgen weil ich halt in der Organisation oben bin.

00:20:03: also das kann noch genau ins Gegenteil nachher umschlagen.

00:20:06: wenn die alle sagen Ich hab's denn nicht alle und was will er eigentlich?

00:20:09: Wir verstehen gar nicht was der hier macht und Alles was der entscheidet ist irgendwie ungerecht Dann stehe ich nachher alleine.

00:20:16: Also das ist Unternehmensführung und Kommunikation, ein hohes Gutes.

00:20:23: Jetzt haben Sie viele Unternehmer auch kennengelernt durch die Anwalttätigkeit.

00:20:27: Was waren denn so die einschneidenden Erlebnisse?

00:20:32: Es gibt ja Zichtunternehmer aber irgendwie so Eigenschaften wo sagen dass hat mir wirklich imponiert.

00:20:37: also Personalführung dieses fingergespitzen Gefühl dieses Händchen Menschen zu mobilisieren, zu motivieren ist sicherlich ein wichtiges Asset oder ein wichtiger Skill.

00:20:48: Gibt es dann noch so ein paar andere Begegnungen wo sie sagen?

00:20:50: Es gibt ja da auch einfach Klassenunterschiede ne?

00:20:54: Da gibts den Kreiselieger, gibt's nur Oberlieger, da gibts dem Bundesliga und da gibt sicherlich auch der Champions League.

00:20:58: also Personen, Partner mit denen zusammenarbeit haben die sich wirklich imponiert haben.

00:21:04: Und warum war das so?

00:21:05: fällt ihnen vielleicht spontan jemand ein?

00:21:11: Also es gibt Ja für die verschiedenen Bereiche auch ganz unterschiedliche Typen.

00:21:17: Also es gibt schon Leute, die diese Unternehmer-Eigenschaft irgendwie mit Indigenen bekommen haben also das kann man schon sagen und auch ein kaufmännisches Verständnis entwickelt haben für viele Dinge.

00:21:37: Es gibt auch welche, die schlafwandlerisch in einem sich entwickelnden Markt die richtigen strategischen Schritte gehen.

00:21:46: Obwohl sie gar nicht sagen können, warum sie die gehen oder warum die jetzt richtig sind.

00:21:50: aber weil sie einfach das Feeling

00:21:52: darf.

00:21:52: Bauchgefühl für den Markt

00:21:54: und die Trends.

00:21:54: Aber auch so ein Bauch-Gefühl basiert ja am Ende auf ganz vielen Informationen und Erfahrungen.

00:21:59: Klar!

00:22:00: Und also da sind wir schon einige begegnet, die wirklich gut sind.

00:22:06: es gibt aber auch viele Ja, ich will ja jetzt nicht alle möglichen da gegen mich

00:22:11: auflegen.

00:22:11: Man merkt das ihr zählt als Anwalt praktiziert haben!

00:22:15: Ja es gibt

00:22:16: halt auch schon

00:22:18: so Rechenknechte oder so... Also es gibt ganz viele die sich nur in den Abrechnungen aus und dann Zahlen bewegen.

00:22:27: Zahlen sind sicher auch wichtig weil erhobene Zahlen einem helfen also auch ein Gefühl beschädigt zu bekommen oder auch nicht.

00:22:37: Und Zahlen geben ja halt, wie soll ich sagen eine belastbare Basis für Entscheidungen auch.

00:22:44: Aber zu viele Zahlen ersetzen keine Führung oder sind alleine nicht das Maßgebliche muss

00:22:56: man einfach sagen.

00:22:57: trotz aller Informationen dann fähig sein, entsprechend Entscheidungen zu fällen.

00:23:01: Und die dann auch irgendwann tendenziell eher schneller als langsamer, weil manche haben so viel Information und irgendwie prüft man weiter und guckt weiter und macht weiter und sagt hier müssen wir mal gucken, da müssen wir gucken.

00:23:14: den Deutsch wird oft attestiert dass sie Dinge bis zur Perfektion treiben.

00:23:20: aber unter anderem sind die Amerikaner zum Teil schon viel viel schneller Am Markt gewesen, am Kunden gewesen.

00:23:26: Vielleicht nicht mal mit einem so perfekten Produkt und waren dann einfach eher der First Mover.

00:23:33: also es hat Vor- und Nachteil aber wie Sie schon sagen unglaublich viele Informationen dann einfach im Gefühl zu entwickeln was machen wir aus den Zahlen?

00:23:39: Was machen wir von Informationen?

00:23:41: und wie starten wir?

00:23:42: einfach ne?

00:23:43: Sprechen wir mal über Authentic!

00:23:47: Das ist ja das wenn ich das richtig verstanden habe jetzt so das aktuelle Projekt Genau.

00:23:57: Wie ging's

00:23:57: da

00:23:58: los?

00:23:59: Ja, also im Grunde ist meine Zahnersatz-Story schon viel älter, die ist an die fünfundzwanzig Jahre glaube ich schon alt.

00:24:05: Ich bin als junger Anwalt – was heißt jung?

00:24:09: Also so jung war ich auch nicht mehr aber bin ich überall ein Investor an diese Zahnsatzbranche herangetragen worden.

00:24:18: Da gab es ja mal einen Skandal und weiß ich nicht oder eine Neugründung Und dann fehlte da einer, der so ein bisschen mit Strategie und Weitblick mal eine Struktur aufbaut die dann größer wird.

00:24:32: Da habe ich mich hinreißen lassen weil das eigentlich genau das war um mal zu beweisen auch mal einen kleinen Marktführer aufzubauen.

00:24:41: Der Marktführerauffaun ist ja schon nummer.

00:24:43: Ja das hat dann auch wunderbar geklappt!

00:24:47: Aber man kann sich auch streiten, wenn man zu viel Geld verdient.

00:24:49: Also das ist nicht nur so, dass gestritten wird, wenn kein Geld da ist und dann wieder so oft so ist.

00:24:55: Wenn man zu mehreren ist... ...wenn ändern sich die Interessenlagen über die Jahre und dann trennt man sich halt voneinander.

00:25:04: Und ich bin dann damals auch gegangen und dann hatte ich auch die Option, da war ich fünfzig Jahre alt.

00:25:10: was soll ich machen jetzt?

00:25:11: Soll ich mir auf der Kölbe Wenn der Anwaltskanzler aufbaut, eine schöne Sekretärin, da hinsetzen alles teuer-teuer und sagen ich mach nur noch mal millionen Aufwärts oder was.

00:25:20: Das ist aber auch

00:25:21: so ein Geschäftsmodell.

00:25:23: Wer eine Option gewesen?

00:25:26: Ja, das wollte ich dann auch nicht.

00:25:30: Man muss dazu sagen dass das Anwalzgeschäft ja auch kein leichtes Geschäft ist.

00:25:33: Also ich habe da wirklich auch über viele Jahre ganz, ganz viel gearbeitet bis tief in die Nacht am Wochenende.

00:25:40: Meine Kinder meine Ehe ist darüber kaputt gegangen weil ich da auch viele Jahre da auch am Wochenend war.

00:25:46: also ich war dann nur samstags morgens zu Hause quasi und dann wurde ich gerade in dieser Krisenberatung da wurde ich auch noch nachts um drei in irgendeinem Restaurant gerufen.

00:25:55: Da saßen sie dann.

00:25:56: da hatten sie einen Wirtschaftsprüfer gefunden und einen vermeintlichen Investor, dann wurde einem etwas erzählt.

00:26:07: Da wurden die besten Geschäfte gemacht.

00:26:12: Aber Sie haben auch nur, wenn sie angezählt sind ... Und die Hausbank hat Ihnen die lebenswichtige Bankverbindung gekündigt?

00:26:19: Dann haben Sie drei Wochen Zeit Ihren Insolvenzantrag darzustellen!

00:26:23: oder sie haben halt eine Lösung.

00:26:25: Und deswegen geht es dann da tach und nachts ständig zur Sache, was kann man noch irgendwie organisieren?

00:26:31: Insofern muss man schon sagen Anwälte sind auch sehr fleißige Leute.

00:26:37: aber das Unternehmerische war die Herausforderung damals etwas Größeres anzulegen und das hat dann wirklich gut geklappt.

00:26:46: Als ich ausgeschieden bin mit fünfzig Dann hab ich gesagt, was mach' ich jetzt?

00:26:50: Das mache ich mit meinem Geld.

00:26:51: Jetzt muss ich da irgendwie gucken und dann habe ich gesagt komm das ich mach das gleiche nochmal.

00:26:56: Also die

00:26:56: wurden ausgezahlt oder wie muss man sich das vorstellen?

00:26:59: Ja ja, ich hab meine Aktien an die anderen Mitaktionäre verkauft.

00:27:03: Okay.

00:27:05: Waren die im öftlichen Umlauf oder waren die in ...

00:27:07: Nein nein, die waren nicht an der Börse oder noch nicht an einer

00:27:10: Börsel.

00:27:10: Da gibt's auch viele, die das auch... Börsen ist ein zweischneidiges Schwert.

00:27:14: wenn ich viel Kapital brauche, ist das okay wenn ich dann die Story dazu habe und das alles auch darlegen kann.

00:27:20: Aber da sind so viele Reglementierungen mit verbunden, jeder ad hoc-Meldung als was man da machen muss... Berichtspflichten?

00:27:25: Ja also das wird bei Unternehmerisch auch gehemmt.

00:27:30: Und dann dürfen sie keinen Fehler machen.

00:27:32: und wenn es dann darum geht, wenn sie gefragt werden wie wird's die nächsten drei Jahre werden Dann können sie gar nicht so richtig sagen, aber wenn sie was

00:27:39: vorsichtig sein, was du sagst.

00:27:42: Wir sind bei den großen Konzernen da die auch an der Börse sind.

00:27:45: also heutzutage kann man gar nicht sagen, wenn wir links rumgehen ist das richtig oder wenn wir rechtsrum gehen und dann sagen die ja... Also wir können es auch nicht sagen.

00:27:53: als Vorstandsvorsitzender sind sie doch gekniffen in der Situation.

00:27:55: Also was machen Sie?

00:27:56: Sie beauftragen eine hochrangige Unternehmensberatung.

00:28:00: Machen wir mal einen Gutachten.

00:28:02: Links rum oder rechts rum?

00:28:03: Dann machen die viele Millionen gut achten und sagen, wir müssen links rum gehen.

00:28:07: Und dann sagen sie ihren Aktionären und allen Aufsichtsrat ja, wir müssten links rumgehen.

00:28:11: Hier ist das Gutachten dazu.

00:28:13: Ja da gehen alle links rum.

00:28:15: Die haben das aber auch gewürfelt weil Rechtsrum wäre genauso gut möglich gewesen.

00:28:19: Das zeigt sich dann oft später ob das richtig ist oder nicht.

00:28:21: Also das ist eine schwierige Situation.

00:28:24: Aber in den Bewegungen also in dieser Größenordnung war ich nicht unterwegs Und da gibt es ganz andere Führer, dann habe ich ja gesagt so was mache ich denn jetzt?

00:28:33: und dann hab' ich gesagt komm ich mach das nochmal.

00:28:36: Das hat sich alles geklappt jetzt.

00:28:38: Das wird nicht mehr so groß und so aber...

00:28:41: Das wäre jetzt interessant!

00:28:42: Dann

00:28:44: selbe Branche?

00:28:45: Selbes Geschäftskonzept.

00:28:50: Da habe ich mir einen früheren technischen Vorstand noch gesucht.

00:28:56: Ich bezahle das alles und habe dir eben auch fünfzig Prozent gegeben, so damit er motiviert ist.

00:29:01: Und dann haben wir das gleich noch mal gemacht.

00:29:03: Also sie haben sich dann zu zweit zusammengeschlossen einmal der technische Partie, der strategische, der kopfkaufwinnische.

00:29:13: Dann waren es im Prinzip Gründer und Co-Gründer also zu zweiter und haben von null wirklich von Null natürlich mit einem Startkapital Dann dasselbe Geschäftsmodell und einem neuen Namen also komplett neu gegründet.

00:29:28: Genau,

00:29:29: ne?

00:29:29: Und das war dann zwei tausend elf glaube ich.

00:29:34: Das hat auch gut funktioniert.

00:29:38: Wie muss man sich das Geschäfts-Modell vorstellen von der Wertschöpfungskette?

00:29:42: Ja das ist im Grunde das was viele machen.

00:29:46: China ist die Werkbank der Welt Und der Zahnersatz, den können Sie in Deutschland machen lassen bei den ganzen Laboren die dann Dentalmeister haben.

00:29:56: Wo das noch ein Handwerk ist oder können das auch von der Produktion etwas anders aufbauen und können ganz andere Mengen auch in der Qualität dann in China machen beispielsweise?

00:30:10: Da haben sie dann, da weiß ich nicht, tausendfünfhundert Leute und während in Deutschland sagen wir mal einen Zahntechniker zwanzig Arbeitsschritte für den Zahnersatz macht der Reihe nach.

00:30:22: Ist das so, dass in China, es ist ein amerikanisches Produktionsprinzip, dann fünfzig Leute nur den ersten Schritt machen und da machen sechzig

00:30:29: Massenproduktionen.

00:30:31: Ja, ist eine Art Massen Produkte obwohl es Sonderanfertigung sind.

00:30:34: Genau, jetzt ist

00:30:34: ja immer wieder eine Duell, wahrscheinlich der Zahnarzt hier nimmt ja diesen Zahnabdruck

00:30:39: wie

00:30:39: das man sich erkennen, dann geht er diese Abdruck normalerweise zum Zahntechniker.

00:30:45: Aber wahrscheinlich geht dann diese digitale Datei nach China.

00:30:48: Sie können, genau gehen sie auch mal kurz im Prozess durch.

00:30:52: Das geht digital, das ist natürlich immer häufiger auch.

00:30:56: Es kommt auf e-digitalisiert die Zahnarztpraxen aus sind aber klassisch geht das auch mit einem Abdruck und dann Auftragssettel.

00:31:05: Das wird dann alles über DHL Wird das verschickt und... Das

00:31:09: kriegt man ja auch inzwischen irgendwie in den vierundzwanzig, achtundvierzig Stunden glaube ich

00:31:12: teilweise.

00:31:12: Ja also es gab keine zeitliche Verzögerung gegenüber der deutschen Arbeit.

00:31:16: Wahnsinn!

00:31:17: Die Qualität war auch die gleiche weil dass die gleichen Hersteller von den Werkstoffen sind, die bei der chinesischen Produktion eingesetzt werden wie auch in Deutschland.

00:31:26: Das war für die Zartechniker war das ein Riesenthema als dieser Auslandszaunersatz damals aufkam weil der eben sehr viel günstiger, also quasi fast zur Hälfte anbieten konnte in der gleiche Qualität.

00:31:40: Weil

00:31:40: man wusste ja so Zahntechniker das war ja auch oder ist es wahrscheinlich auch noch eine Geldrückmaschine?

00:31:45: So Zahntechneker die haben ja zum Teil mehr verdient als so Zahnärzte.

00:31:50: Das

00:31:54: gab's vor der Gesundheitsreform.

00:31:56: bis dahin die Kasten alles bezahlt.

00:31:58: Also wenn der Zahnarzt gesagt hat, einmal alles oben unten und auch noch in Gold dann hat die Kasse einen Haken dran gemacht und da wurde bezahlt.

00:32:05: Wenn sie damals Zahntechnikermeister waren hatten zwei gute Zahnerste Da waren sie schon Millionär und die auch weil die haben auch alles von der Kasse gekriegt Und dann ist das ja zum ersten Mal entstanden dass also im Gesundheitswesen quasi so eine marktwirtschaftliche Komponente da eingezogen wurde.

00:32:24: Das heißt also, da gab es nur noch achtzehn Befunde die dann finanziert wurden und Zuschüsse, die dann auch limitiert waren Und dann wurde das Ganze dann auf einmal kaufmännisch.

00:32:34: Da kam es nicht mehr darauf an möglichst viel reinzuschreiben oder auch künstlerisch da irgendwelche Fissionen in den Zähnen, sondern das war alles egal.

00:32:41: Sondern am Ende zählte der Preis und der Preis war auf einmal im Wettbewerb Und so sind dann diese Unternehmen da auch groß geworden, die dann diesen Auslandszahnersatz auch mit anbieten.

00:32:50: Und mittlerweile ist das gar kein Thema mehr – die Qualität ist genauso wie in Deutschland auch.

00:32:55: Ich habe jetzt letztens mit dem Doc Esser noch ein Film hier gemacht beim WDR, der damals alles gegenübergestellt hat.

00:33:01: Auch den Zahnersatz aus der Türkei und weißte Toffel was und so.

00:33:04: Dann hatte er ja auch gesagt nachdem man bei uns war sich das angeguckt hat, hat er auch gesagt nee also qualitätsmäßig gibt es eigentlich nichts zu camellen.

00:33:11: Für die Leute haben wir heute alle nicht mehr das Geld.

00:33:14: Ich kann nicht sieben, achttausend Euro bezahlen für irgendeinen Zahnersatz.

00:33:18: Weil ich das einfach nicht mehr habe und dann bin ich froh wenn es nur im Vergleich sieben acht vielleicht zwei drei tausend euro kostet.

00:33:25: Aber

00:33:27: immer dasselbe muss man dazu sagen.

00:33:28: also ja

00:33:29: also wir haben jetzt tatsächlich Freunde also in so relativ exklusiven zahnarztpraxen da wird einmal oben unten komplett alles gemacht.

00:33:37: Da steht irgendwie eine raum von in der Zahl von sechzigtausende euromraum

00:33:43: Und dann kostet bei uns der Zahnersatz dafür aber vielleicht fünf oder

00:33:48: sechs tausend Euro.

00:33:48: Der Material-Einsatz, also nicht die Umsetzung?

00:33:52: Da sind offene Implantate mit dabei und so.

00:33:56: Aber das Gleiche, das ändert sich nicht.

00:33:59: Der Gula was kostet zum... Sie waren ja dann Hersteller von diesem Zahnersatz, aber im Prinzip haben wir Zahnärzte, ich glaube sie haben ja über tausende Zahn Ärzte im Verbund oder kooperieren wir den Die bestellen ja den Zahnersatz.

00:34:12: Das heißt, sie verkaufen ja wirklich nur den Rohstoff beziehungsweise der fertigen Zahnersatz, der dann in China produziert wurde und der Zahnarzt vor Ort setzt die natürlich ein mit Implantarenko.

00:34:24: Genau.

00:34:26: Ja aber da sind es nicht mehr dran.

00:34:28: Aber so diese Nurmetz das mal zu verstehen.

00:34:30: also eine Rechnung ist im Mikro-Pfiffen sechstausend Euro.

00:34:34: Also

00:34:35: das Verhältnis geht so auseinander wie ich das gerade gesagt habe.

00:34:41: Und das ist halt, das deutsche Labor macht dann halt auch deutlich teurer.

00:34:46: Obwohl die im Grunde haben auch das gleiche machen.

00:34:48: Jetzt noch mal als sie dann das gegründet haben also die Firma Authentic komplett von null Dann ist es ja sehr rasant alles gewachsen.

00:34:58: Also mich interessiert immer insbesondere so dieses Skalierungsgeschichte.

00:35:02: Sie waren ja zu zweit.

00:35:02: Sie haben jetzt den Techniker da noch an die Seite geholt oder den ehemaligen Technikvorstand.

00:35:07: jetzt standen sie da haben gesagt so wir starten, haben direkt eine AG gegründet glaube ich wenn ich das richtig gesehen habe.

00:35:14: Wir haben uns eine Vorrats-AG geholt also

00:35:18: schon bestehender Wandel.

00:35:19: Ja da kann man sofort anfangen quasi.

00:35:22: Das ging dann ja alles sehr rasant.

00:35:25: und wie führen sie einfach mal so durch?

00:35:27: die erste Schritt?

00:35:28: Wie ging es los?

00:35:29: Ich weiß nicht wo sind Sie ansässig in welcher Region in Deutschland?

00:35:33: Hier im Ruhrgebiet.

00:35:35: Und dann haben sie irgendwie ein Büro angemietet oder haben sie das aus ihrer Kanzlei gemacht Oder wie muss man sich das vorstellen?

00:35:40: Was

00:35:40: sind die ersten Mitarbeiter?

00:35:42: Die Cancelai hatte ich ja schon verkauft.

00:35:43: Also da haben wir uns Räumigkeiten gesucht und wichtig war, dass wir da einen größeren Raum hatten auch der als Versand genutzt werden kann weil wir ja... Wir drehen ja unglaublich viele Päckchen.

00:35:58: also es ist ja so das sind standardisierte Größen die dann da umgeschlagen werden und da gehen ja hunderte tausende von Päcking durch die müssen ja gepackt werden da braucht man halt entsprechend Fläche wo dann die ganzen Arbeiten drin sind.

00:36:12: Aber das haben wir dann relativ zeitnah gefunden und ja, dann haben wir angefangen Mitarbeiter dann auch zu suchen.

00:36:20: Wobei in diesem Gemängelang ist halt immer so dass also auch ein bisschen Sympathie von früheren Mitarbeitern für einschlagen und da kommt der eine oder andere vielleicht mit und er kennt einen und so.

00:36:31: Da kriegt man schon in überschaubarer Zeit Leute zusammen, die man braucht, die das dann auch mit umsetzen können.

00:36:39: Aber das ist so, was soll ich sagen?

00:36:41: Das ist quasi für mich war das ja ein Tagesgeschäft.

00:36:45: Da musst du mal sehen dass man wieder diese Rahmenverträge kriege mit DHL beispielsweise.

00:36:49: die Hunde in den Zahnarzt praxen dann diese ganzen Abdrücke und direkt

00:36:53: ab.

00:36:54: Man muss nicht zu Postpilgern oder zu der...

00:36:57: Die Kunden also die Zahnärzte rufen bei uns an und sagen ich habe eine Aulung für was ich nicht nachher noch, Und dann wird die weitergegeben und dann fährt ein Fahrer von DHL dahin, im besten Fall.

00:37:10: Und holt nur diese eine Arbeit ab.

00:37:12: Selbst wenn der da hundert Kilometer verschoben muss damit sie noch abends im Depot ist und am nächsten Morgen bei uns.

00:37:19: Dann wird die fertig gemacht, dann wird das nochmal kontrolliert ob was alles so richtig ist und vollständig ist.

00:37:24: Und dann geht er sofort zum Flughafen nach China und dann ist das innerhalb von vierundzwanzig Stunden ist das Ding in China.

00:37:30: Und wenn die noch Fragen haben und nicht wissen, dann lassen sie die Arbeit auch liegen.

00:37:36: Dann rufen wir an, da machen wir mit FaceTime weiß ich nicht was wir da alles haben.

00:37:39: Wir haben verschiedene Videocalls.

00:37:42: wird er nochmal nachgeparkt der wird der Doktor nochmal gefragt wie war das nochmal?

00:37:47: Das kann man in Echtzeit dann quasi alles noch so anpassen und fertigmachen dass es also wirklich nachher auch alles stimmt.

00:37:54: Da gibt's ja wahrscheinlich...

00:37:56: Ja, sehr professionell die ganze Geschichte.

00:37:58: Dann gibts ja wahrscheinlich mehrere Fabriken in China.

00:38:00: Haben sie dann im Prinzip... Gibt es da einen irgendwie etablierten Megaplayer auf dem man zurückgegriffen hat?

00:38:07: Wahrscheinlich derselbe den Sie schon in der Feuerrichtilme hatten oder...?

00:38:10: Aber

00:38:10: nicht lang!

00:38:10: Also da gibt´s auch ein Wettbewerb.

00:38:12: also da gibt's schon verschiedene Große auch und also die haben auch durch die Bank mehr als tausend Mitarbeiter also geht bis dreiviertausend hoch.

00:38:22: Es gibt auch Amerikaner da, diese Gleitwäldungs die mittlerweile in Deutschland versuchen so ein bisschen Fuß zu fassen.

00:38:29: In welcher Region sind sie?

00:38:30: Du hast ja oft...gibt es ja so Industrieklasser da in China, ne?

00:38:33: Ist das irgendwie auch Shenzhen oder

00:38:35: Wachschuh?

00:38:35: Ja, in Shenzhensitzendee.

00:38:38: Das ist so die Hochburg da, ne!

00:38:40: Den Namen habe ich natürlich schon häufig gehört.

00:38:42: Da ist ja unglaublich Agglomeration.

00:38:45: Waren Sie selber mal da?

00:38:46: Haben sich's mal geguckt?

00:38:47: Ja

00:38:47: mehrfach klar.

00:38:49: Ist ja total spannend.

00:38:50: Also ich kann nur sagen, das ist für jeden Deutschen mal ein Erlebnis.

00:38:56: Wenn er nach China gerade Shenzhen mal fahren würde und sich mal anguckt unter welchen Arbeitsbedingungen.

00:39:07: Also die haben ja große Fabrikgebäude da auch, und da sind so viele Leute unterwegs.

00:39:11: Die arbeiten in zwei Schichten auch da...

00:39:14: Wie die Armeisen wahrscheinlich?

00:39:18: Und geht nicht, gibt's quasi nicht.

00:39:21: Sie haben eine ganz andere Mentalität.

00:39:23: Die wollen auch alle gutes Geld verdienen.

00:39:25: mittlerweile verdient ihr auch deutlich mehr als früher Ja, aber ein ganz anderes Verständnis und auch die haben in Technik aufgerüstet.

00:39:34: Da finden sie mittlerweile auch Gott weiß was alles an Automationen auch was Zahnersatz anbelangt also schon echt der Wahnsinn.

00:39:41: Also

00:39:42: es ist nicht mehr

00:39:44: ein Autos.

00:39:45: Wenn wir jetzt das erste Chinese Auto, da haben wir gesagt, jetzt wollen alle nicht rein.

00:39:51: Aber die Autos von China, also eins kann man ja sagen, sind vom Perfektionsgrad so wie die Deutschen auch und vielleicht sogar besser als Marzinteilen.

00:39:59: Und so ist halt mit den Zähnen halt auch.

00:40:02: Die sind mittlerweile auch im Perfektionsgrad.

00:40:04: natürlich so ein paar Sachen gibt's immer.

00:40:07: Das ist halt produktionsbedingt oder... dem Geschäftsmodell geschuldet, aber die sind wirklich genauso perfekt und deswegen kann man da gar nicht groß schimpfen.

00:40:16: Und Materialien wie Sie auch schon ausgeführt haben ist das identische Rohstoff.

00:40:20: Das

00:40:21: ist jetzt nicht irgendwie ...

00:40:24: Die Hersteller, die diese Dentalmaterialien herstellen, die sind international aktiv und sie haben alle ihre Depots in China.

00:40:31: Also das ist genau das Gleiche da, ne?

00:40:34: Es gibt keinen Qualitätsunterschied.

00:40:37: Ich hab das selbst in den ganzen fünfzehn Jahren als Verantwortlicher nie gehabt, dass es irgendwo mal Schwierigkeiten gegeben hat.

00:40:45: Als die Zahntechniker am Anfang der Reform noch gedacht haben, sie könnten das alles ausbremsen, dann haben Sie erzählt, dass die Chinesen da auch Fußboden, Material und alles mit rein... Also hat's nie

00:40:59: kursiert, dann natürlich auch irgendwelche

00:41:01: Schicksale.

00:41:03: Noch mal rein Interesse.

00:41:04: aber kann man so abbilden.

00:41:05: was denken?

00:41:06: Der Zahnersatzmarkt hier in Deutschland also made-in-China.

00:41:11: reden wir da über wirklich erheblichen Marktanteile inzwischen das da so an neun Zähnen bei den Deutschen hier reinkommt.

00:41:18: und nehmen jetzt mal einen deutschsprachigen Raum.

00:41:21: reden wir mal zehn Prozent oder sogar zwanzig dreißig plus Prozent.

00:41:25: Also der ganze Zahnersatz markt in Deutschland, ich sag mal.

00:41:30: Der liegt irgendwo zwischen vier und fünf Milliarden Euro im Jahr.

00:41:34: Und da gibt es jetzt... Ich weiß gar nicht die neuesten Untersuchungen.

00:41:38: Da hab' ich gar nicht geguckt.

00:41:39: Jetzt muss ich mal raus suchen Aber ich denke mal... Ja aber

00:41:42: nun mal grob!

00:41:42: Dass man mal ein Gefühl

00:41:43: kriegt.

00:41:44: Ausseinszahnersatz wird schon ja bis zu zwanzig Prozent werden.

00:41:49: die schon haben Man kann das auch nicht genau fassen weil es gibt halt die Die Auslandshandelsatzanbieter, die nichts anderes machen.

00:41:55: Und es gibt aber auch viele deutsche größere Labore, die mittlerweile auch erkannt haben, dass sie ohne dieses günstige Angebot aus dem Ausland nicht zurechtkommen und Kunden

00:42:06: selber outsourcen.

00:42:08: Genau!

00:42:08: Die haben selber Kontakte geknüpft ins schäesische Labore um da eben das zusätzlich noch mit anbeten zu können.

00:42:18: Das wird dann nicht so erfasst.

00:42:19: also der Gaubereich ist groß.

00:42:23: Jetzt nochmal auf die Gründung von Authentic.

00:42:27: Sie haben das ja in einer relativ kurzer Zeit dann wirklich richtig hochgefahren, wie sieht es aus?

00:42:33: Wie akquiriert man denn so Zahnärzte?

00:42:35: oder sie hatten auch über Partnerschaften und Kooperationen oder Rahmenverträge gesprochen, wobei das war jetzt mit der AL.

00:42:42: aber beackert man wirklich den Zahnarztmarkt deutschlandweit oder ist der Fokus irgendwie im Ruhrgebiet erst mal gewesen, ist er am Prinzip dann zählt.

00:42:52: Das ist ja das Interessante, warum dieser Zahnersatz besonders ist.

00:42:58: Weil selbst wenn sie ein relativ kleines Unternehmen da haben sind Sie bundesweit tätig und jeder... Wenn Sie also da werblich tätig sind dann kennt jeder Zahnart, jede Helferin kennt sie.

00:43:12: Also Sie haben eine bundesweite Bekanntheit.

00:43:14: Es gibt auch viele Unternehmen die sind nur in einer Stadt oder einem Bundesland und darüber hinaus kennt die keiner.

00:43:21: Ja, richtig.

00:43:21: Für die wäre das beispielsweise, es habe ich auch öfter gehabt eine Wachstumsoption zu sagen.

00:43:26: also wir machen jetzt mal Werbung in ganz Deutschland Wir müssen uns angucken, wie wir das bezahlbar hinbekommen.

00:43:34: Aber dann haben wir gleich unser ganzes Kundenpotential entsprechend potenziert und machen dann mehr Umsatz.

00:43:40: natürlich muss der Unternehmer dann wenn er so eine Expansionsstrategie für ganz Deutschland fährt auch genügend Materialvorhalten um dann auch seine Produkte in ganz Deutschland dann auf verkaufen zu können.

00:43:50: aber früher war das also noch schwieriger weil man dann mehr so regional orientiert war Und viele Produkte hatten aber die Befähigung durchaus überall in Deutschland auch gekauft zu werden.

00:44:01: Man sieht das ja auch mit bayerischem, zum Beispiel bayerisches Bier oder so.

00:44:04: Früher gab es das ja nur im Bayern mittlerweile die ganzen Oktoberfeste in ganz Deutschland und auch das Bayerische Bier in ganz Deutsche nicht nur zum Oktoberfest sondern auch so.

00:44:14: also da haben auch viele gesehen dass sie aus der Regionalität raus müssen um dann ein größeres Geschäft bundesweit machen zu können.

00:44:22: Marketingmäßig?

00:44:23: hat man auch im Prinzip Vertriebsleute dann in der Fläche, wie so Farmerreferenten.

00:44:31: In einer Pharma-Brahmische kennt man das ja so dass die Pharma Referenten entsprechend bei den Ärzten reinrennen und ihre Medikamente dort platzieren.

00:44:40: oder es läuft das ganze Ding auch online?

00:44:42: Dass man da ein Internetaufschnitt...

00:44:44: In der ersten Phase war das sicher so, so Außendienstler gebrauchen konnte, weil ja noch gar keine so richtig wusste was ist denn Auslandszahner?

00:44:53: Sagt können wir dem vertrauen und so.

00:44:55: Und wenn dann eine Person kam die das also auch erläutert hatte und so Dann war dann auch eher der Schulterschlag dann gegeben dass man gesagt könnte Wir machen mal was zusammen, wir probieren das auch und so.

00:45:07: Aber mittlerweile ist es alles so bekannt auch und auch wie das funktioniert.

00:45:12: Also da brauchen wir den Zahnersatz gar nicht mehr so groß zu erklären.

00:45:17: Der weiß auch, worum es geht.

00:45:19: Er kann sich auch telefonisch dann informieren beispielsweise.

00:45:22: Das war übrigens der Punkt wo ich sagen als ich zum ersten Mal damit konfrontiert wurde ob ich da reingehen würde oder nicht.

00:45:30: Da hab' ich mir überlegt

00:45:31: was die kriegen?

00:45:32: Die Zahnärzte dazu so ein Päckchen zu packen und die Abdrücke da reinzutun und nur so einen Auftrag zitteln.

00:45:38: das machen die Zahnerze doch im Leben nicht!

00:45:40: Da hätte ich gedacht dass das Konzept geht an dieser Stelle schon funktioniert das nicht Ja.

00:45:45: Aber tatsächlich war das so, weil der Zahnarzt natürlich dadurch ein günstiges Angebot machen konnte und den Patienten nicht verliert, der also eine hohe Motivation hatte, das dann auch hinzubekommen?

00:45:59: Und wenn er sich zwei oder drei von diesen Tüten gepackt hatte, hat er sich daran gewöhnt!

00:46:04: Das ist heute völlig urlustig, da schwicht auch keiner mehr drüber... Da hätte ich gedacht, dass es einen Dealbreak hat.

00:46:11: Da funktioniert das nicht.

00:46:16: Der Prozess war doch eigentlich vorher so grundsätzlich identisch, weil nebenbei jetzt mal bei uns hier in Münsterland da weiß ich das zum Beispiel irgendwie in Ostenbrück ein relativ großes Dentalabor ist.

00:46:29: Da war es auch schon so dass der Abdruck dann gemacht wurde und dann wird ja eben im Paket gepackt.

00:46:33: Dann ist glaube ich oft so einen kleinen Opel Corsa oder Ford Fiesta vom Dentalarbor davor gefahren hat diese Abdrücke abgeholt in das Dentalaborge gebracht und der Unterschied ist doch eigentlich nur, dass es dann jetzt quer DHL läuft aber dieses Paket was von irgendwie von A nach B muss.

00:46:50: Das war doch eigentlich schon immer so.

00:46:53: und jetzt mal wirklich vom Arbeitsprozess her.

00:46:56: Ja, natürlich die Arbeitsmateriale mussten darüber.

00:46:58: Aber da war das oft auch so dass der Zahnt Techniker noch in die Praxis gegangen ist.

00:47:02: Das meine ich.

00:47:03: Stimmt!

00:47:03: Da ist der Fahrrad

00:47:05: reingegangen

00:47:06: und dann richtig.

00:47:06: Es gibt ja Grundsätze, es gibt ja in dieser Branche dieses Über- Unterordnungsverhältnis.

00:47:10: Der Zahnarzt ist ja der Auftraggeber, der ist immer der Chef und er hat das auch im Blut Und der Zahntechniker ist so ein bisschen der Auftragnehmer.

00:47:20: Der Handwerker, das andere ist der Handwerk.

00:47:22: Ich sage

00:47:23: manchmal auch ein bisschen, dass klar wird früher.

00:47:26: Er musste dann auch am Wochenende noch schroben weil der Patient für Montag eingestellt war und er musste auch hinten die Zahnfarbe zu bestimmen.

00:47:35: Ja, so was gibt es heute gar nicht mehr.

00:47:37: Also diese

00:47:38: ganze Ausgarnung... Da gibts doch immer so dieses Scala!

00:47:40: Dann gibts noch so eine Scala in den Weistönen, ne?

00:47:42: Da kannst

00:47:43: du dann... Ja genau und da muss man dann den Farb tun.

00:47:46: Die sind Fächer.

00:47:47: Ja, früher musste der Zeintechniker oft dahin und aber heute also bei uns ist das nicht mehr so.

00:47:53: Also die sind völlig reduziert auf dieser Logistik, die dann auch einwandfrei funktioniert.

00:48:00: Aber natürlich musst du immer wieder überprüft werden zwischendurch.

00:48:04: Das heißt, Zahnarzt packt das ein.

00:48:06: Dann kommt das bei uns an und muss gecheckt werden nach telefoniert werden.

00:48:09: In jedem Fall geht es nach China.

00:48:10: Da wird das wiedergecheckt dann werden die Arbeiten gemacht.

00:48:13: Die kommen da entgecheckt, hier nochmal gechecked bevor das dann wieder ausgeht mit DHL und nicht der Patient schon im Stuhl ist vielleicht schon betäubt und dann wird dann die Arbeit ausgepackt.

00:48:23: Und dann muss sie auch passen weil das auf gar keinen Fall sagt oh das klemmt jetzt hier aber das geht nicht.

00:48:30: und so wobei man sagen muss dass es auch eine Besonderheit dieser Branche Dadurch, dass ja der Zahnarzt vorher quasi die Lücke geschaffen hat.

00:48:39: Da wo er was reinpacken will nachher, sei es im Plastrat oder was auch immer ein Zahnersatz am lebendigen Körper ist in Bewegung.

00:48:48: Das heißt also, wenn alles vermessen wurde und dann gefertigt wird, dann wird man dann nach vierzehn Tagen unter Umständen sehen.

00:48:57: Da fehlen aber jetzt zwei Zentimeter nicht zwei Zentometer, zwei Millimetern.

00:49:04: Ob man das noch ein bisschen zurechtschleift oder anpasst, damit er dann wirklich passt.

00:49:08: Weil der Körper sicher weiterentwickelt hat, ne?

00:49:11: Ja.

00:49:11: Selbst unterhalb von zwei Wochen.

00:49:13: Zwei Wochen ist tatsächlich ... Also sagen so die Zeit ist plus minus fast identisch.

00:49:18: Ob jetzt

00:49:18: ihr Haus am deutschen Zeitpunkt... Es gibt auch Arbeiten mit mehreren Schritten, die dauern dann durchaus auch länger.

00:49:22: Aber ich sag mal, so zehn Tage, zwölf Tage da kann man das schon hinkriegen.

00:49:26: Keine Frage.

00:49:28: Jetzt nochmal eben auf die Skalierung dass wir es ja so hoch gefahren haben ging.

00:49:33: Ist das dann relativ organisch?

00:49:34: Reden wir über fünf Prozent, zehn Prozent Wachstum.

00:49:37: Sie haben ja wieder von Null angefangen und waren ambitioniert.

00:49:39: Haben gesagt so, wir wollen eigentlich auch wieder so einen Marktführer, so einen kleinen Marktführeraufbauen.

00:49:45: Ist

00:49:45: man in die Zahlen jetzt reingekommen?

00:49:47: Also ein Marktführerer wird man glaube ich heute nicht neu werden können.

00:49:51: also Ich glaube dass er auch zu viel Kapital erforderlich wäre.

00:49:57: Aber wieso Kapitale?

00:49:58: im Infekt brauchst du doch nur ein Büro.

00:50:02: Der Zahnarzt zahlt im Prinzip die Rechnung für den Zahnersatz.

00:50:06: Oder wofür wird das Kapital benötigt, um so was aufzusetzen?

00:50:10: Weil die Produktion ist ja Out-Gessort nach China...

00:50:12: Das wäre schon Werbung!

00:50:13: Also man muss schon sehr differenziert in einem Ausmaß Werbung machen weil die Zahnärzte, sagen wir mal, wir haben fünfzigtausend Zahnerz in Deutschland.

00:50:23: Ich sag mal, fünfzehntausend von denen arbeiten mit Auslandszahnersatz meistens auch aufgrund von kaufmännischen Erwägungen, ne?

00:50:32: Weil die wollen den Patienten nicht

00:50:33: mehr machen.

00:50:33: Das ist ja so etwa dreißig Prozent.

00:50:35: Ja, nee ... Ja also... Fünfzehntausend

00:50:38: von... Ja

00:50:38: das ist schon eine Menge, die groß ist und da wird auch einiges dann umsetzer gemacht.

00:50:43: aber es ist so dass dann halt auch gerade bei älteren immer noch so bisschen die Sorge vor China isst aus der Vergangenheit auch, ne Da weiß ich nich'.

00:50:55: Und dann muss sich nachher vielleicht Gott weiss wieviel nacharbeiten.

00:50:58: Und jetzt ist das auch so, dass mittlerweile viele Zahnärztin da sind.

00:51:02: Also es kommen immer mehr Zahnerzdinnen als Zahnarzt in den Markt und die Zahenerz-Dinnen sind nicht so wie soll ich sagen experimentierfreudig.

00:51:12: Die machen das was sie gelernt haben.

00:51:14: Sie wollen auch mit das dann die Kinder von der Schulabwohnnisse.

00:51:16: ein idealer Nebenjob in Anführungsstrichen ja?

00:51:20: So.

00:51:21: und also da verändert sich auch der ganze Markt.

00:51:24: Wenn man da rein will, muss man halt mehr sprechen.

00:51:27: Mehr überzeugen und dann reicht dieses Kaufmann nicht weil auch emotionale Vorbehalte sind die nicht zwingend berechtigt sind und hier muss man auflösen.

00:51:39: Wie sind Sie denn jetzt an die tausend Zahnärzte gekommen?

00:51:42: Man hat ja authentisch wie gesagt irgendwann gab es den Kunden Nummer eins.

00:51:46: Man hat dann sicherlich in seinem Netzwerk auch ein paar Zahnärzte wahrscheinlich gehabt und da wurden die angerufen, du jetzt in Zukunft wir machen das mit Authentic.

00:51:53: Und die haben natürlich auch ihre etablierten Lieferanten ob jetzt in China oder wo auch immer.

00:51:59: wie hat man da den Fuß in die Tür bekommen?

00:52:02: Es ging ja doch relativ

00:52:04: rasant.

00:52:06: Ich sag mal so also ich bin ja... Einer der ersten, als ich damals in die Branche kam.

00:52:12: Das war ja auch ein großer Vorteil.

00:52:14: Also ich kann mal als Anwalt beratend aus ganz vielen Branchen und dann musste ich mich auf einmal nur mit der beschäftigen.

00:52:20: Und dann habe ich mich gefragt warum machen die manche Dinge nicht die in anderen Branchen alltäglich sind?

00:52:26: Das ist einfach so weil man da in der Best Practice

00:52:29: einfach aus anderen Industrien

00:52:30: Ja, also Analogien aus vielen Branchen ziehen.

00:52:37: Ich habe dann irgendwann auch ... Als wir damals diesen Marktführer da aufgebaut haben, hab ich irgendwann auch gesagt.

00:52:42: Ich kann jetzt hier nicht warten bis die Zahnärzte irgendwie Auftragszettel schicken.

00:52:48: Da müssen die Außendienzer und weiße Töpfe also mehr machen.

00:52:51: Und ich bin immer davon abhängig dass die Zahnerze auf mich reagieren.

00:52:54: Das kann jetzt nicht sein.

00:52:57: Wir gehen jetzt raus und wir machen jetzt Werbung bei den Patienten.

00:53:01: Wir versuchen die Patienten dann anzusprechen.

00:53:06: Ja, wir erklären denen diese komplizierten Berechnungen und wie das funktioniert.

00:53:11: Ist ja auch ein Riesenthema.

00:53:12: HKP was für eine Art von Versorgung, was zahlt die Kasse?

00:53:16: Was nicht so.

00:53:17: und dann bin ich ja bis hin und habe dann auch Fernsehwerbung gemacht.

00:53:20: also Ich hab da über zwei Jahre habe ich selbst meinen Gesicht in die in die Spots gehalten.

00:53:25: Die war da im Frühstück

00:53:27: ist es gelaufen bei welchen Gründern

00:53:29: Prosiven satt eins im frühstücksfernsehen.

00:53:31: Das war am ende die beste zeit.

00:53:33: Ja, wenn die Frauen da so bügeln und gleichzeitig Fernsehe gucken.

00:53:39: Aber die Zeiten sind auch vorbei muss man sagen.

00:53:42: Fernsehwerbung ist eigentlich künstlich geworden

00:53:44: oder?

00:53:46: Relativ.

00:53:47: Fernsehen spielt auch gar nicht mehr so sehr entscheidend die Rolle, also früher war das noch anders.

00:53:51: Man muss aufpassen dass man da nicht irgendwelche Restlaufzeiten irgendwie angedreht kriegt für viel Geld und die bringst dann nicht... Also es sind alles so Erfahrungssätze, die man da machen möchte.

00:54:00: Aber das waren eine gute Lead-Generierung!

00:54:03: Sie haben sich wirklich als Zahnhersteller oder Zahnersatzherstellern dort positioniert in der Werbung?

00:54:09: Wir haben damals bis zu fünf tausenden Patienten im Monat gehabt die dann halt daran interessiert war.

00:54:15: Also ich weiß noch diesen Spruch, den ich gesagt habe, Sie suchen Zahnersatz und scheuen die hohen Kosten... Da hab' ich was für sie!

00:54:22: Ja, ja, aber es

00:54:23: ist ja genial!

00:54:24: Ich bin Hamburg-Mannheimer Versicherungsvertreter, aber wurden trotzdem geschickt?

00:54:29: Ja, wir haben ein

00:54:30: sehr seriöses Auftreten.

00:54:32: das kann einem Bundy gut vorstellen.

00:54:34: Wollen die halt aufgeklärt, die Patienten da?

00:54:36: Weil das war halt auch alles sehr unübersichtig, ist es heute auch noch.

00:54:41: Und die dann einem dann die Aufklärung, indem sie sagen haben Sie denn auch einen Zahnarzt wo ich hingehen kann.

00:54:46: Ich wollte

00:54:46: gerade sagen, da gehen wir zum Hersteller Gett, kannst natürlich nicht umsetzen und dann ruft er an.

00:54:52: Dann habe ich den

00:54:52: Zahnärzten geschickt von denen wir wussten, die würden uns auch die Arbeit schicken.

00:54:57: Ja?

00:54:58: So und dann bin ich ja ganz raus dass ich dann nicht mehr muss ich nicht auf ein Zahnarz warten wie das Kaninchen auf die Schlange Sondern.

00:55:06: ich kann dann selber sagen, wenn ich so und so viel Werbung mache in denen einfach die Patienten schicke.

00:55:11: Dann kommt das in den meisten Fällen.

00:55:13: Da gab es natürlich immer auch Grunde warum nicht.

00:55:15: Aber das hat zumindest funktioniert als Hebel.

00:55:18: Stark!

00:55:19: Und der

00:55:20: Ansatz hatte ich jetzt noch gar nicht gehört?

00:55:22: Das machen wir heute halt auch ja müssen für sich behalten.

00:55:24: Das sind alles zusammen.

00:55:27: Aber mittlerweile in der Branche wissen dass die Leute auch.

00:55:30: also ganz viel sind dazu übergegangen auch die Patientin anzusprechen.

00:55:33: aber Ich sag mal, das ist jetzt nicht immer ... Wenn man sich das manchmal anguckt.

00:55:39: Das ist so Hölzern und da passiert auch nicht viel.

00:55:41: Man muss auch Struktur dafür aufbauen.

00:55:43: also es ist nicht so Und wir sind halt jetzt auch über Social Media aktiv Jetzt auch seit zum guten Jahr weil da halt auch die meisten Patienten einfach sitzen und wer dann da ein Problem hat und weiß nicht wie er sich bewegen kann der ruft uns halt an und dann erklären wir ihm das.

00:56:01: Also ich

00:56:04: kann

00:56:04: mir vorstellen, dass auch so Influencer-Marketing da irgendwie sehr gut funktionieren könnte.

00:56:08: Da gibt es ja, klar hat man baut einen eigenen Kanal auf.

00:56:11: aber wenn man da jetzt so Influence erhebelt die schon mehrere hunderttausend oder Millionen Follower haben und vielleicht auch ein ansehnliches Auftreten haben das die da potenziell Werbung machen können und dann weiß ich ob sie das noch schon machen.

00:56:25: Also ich hab mal ganz früher mit dem Sky-Dumont einen Aufklärungsfilm gedreht.

00:56:30: Den haben wir dann... Ja,

00:56:31: Sky-dumont!

00:56:31: Das ist doch...

00:56:33: Der war gut, muss man sagen.

00:56:34: Gut aussehender,

00:56:35: smarter.

00:56:36: Mittlerweile

00:56:37: ist er... Ich will ja nicht... Aber es ist wirklich klasse aber das trifft die Ziggruppe nicht mehr ganz so.

00:56:43: Also mittlerweile sind ja ab dreißig bis fünftig sechzig.

00:56:49: Da sind so die meisten Patienten alt.

00:56:52: die dann ihre Probleme haben.

00:56:53: Danach gibt's meist nur noch so Prothesen und vorher hab ich das noch nicht, ne?

00:56:59: Aber Sky-Dumore war zum Beispiel auch jemand mit dem man das gut machen konnte.

00:57:04: aber sie haben recht einen Influencer wenn man den Richtigen erwischt der kann sich ja auch einiges dazu beitragen.

00:57:10: Wir sehen jetzt wie es schon anläuft.

00:57:12: also wir mit unserer aktiven Rolle die wir da auch haben.

00:57:17: bei Social Media tut sich da auch schon einiges Und ich bin froh, dass ich da mich nochmal darauf eingelassen habe.

00:57:27: Ich bin quasi jetzt jeden Tag erfreut über neue Entwicklungen und was sich da alles tut...

00:57:34: Also meine Schwester braucht im Moment ein paar Implantate?

00:57:38: Das ist ja für mich jetzt Neuland!

00:57:41: Die ist tatsächlich.

00:57:42: kriegt ihr Zeit dann Angebot für ein paar Inplantate.

00:57:45: Ich glaube,

00:57:46: dann soll sie den Teil im Kostenplan mal rüber schicken und dann machen wir ihren Gegenangebot.

00:57:52: Und das kann sich

00:57:53: auf jeden Fall

00:57:53: vergleichen und ich sag ihnen die wird's umfallen.

00:57:57: Das werde ich auf jeden fall... also danke erst mal dafür dass er hier in der Atmung lebt.

00:58:00: Vielleicht haben Sie da direkt nur halt gut.

00:58:03: Dann vielleicht, Sie haben jetzt so viele Erfahrungen.

00:58:06: was war der teuerste Fehler?

00:58:08: Da wurde auf jedenfall ein Geld verdient, einen erfolgreichen Exit gehabt, dann wieder erfolgreich gegründet.

00:58:13: Gab's irgendwie der Feuerteuerste Fehler jetzt mal?

00:58:15: Vielleicht rein opportunistisch, dass sie vielleicht eine Chance nicht wahrgenommen haben.

00:58:20: Teuer ist relativ... Gibt es da irgendwas, irgendein Learning was uns vielleicht noch mitgehen können?

00:58:27: Also ich bin trotz allem konservativ und sehr zurückhaltend weil ich will natürlich auch kein Geld verlieren.

00:58:39: Also wenn ich alles zusammenfasse und dann bin jetzt auch in dem Alter, wo ich mir so öfter mal beim Glas Rotwein Gedanken mache was so alles passiert ist und was vielleicht noch kommen.

00:58:49: Immer sind es immer die Menschen.

00:58:51: also ich kann natürlich auf irgendwelche Umstände weiß ich, schuld abschieben.

00:58:57: Im Grunde genommen sind das immer die Menschen.

00:59:02: Für den Erfolg ist es ganz wichtig, dass man die richtige Konstellation von Menschen hat und auch für den langfristigen Erfolg.

00:59:10: Es gibt ja den Klassiker, da hatte einer ein bisschen unternehmerisches Glück.

00:59:15: Und das Erste was er mit seinen Hunderttausend macht, der verdient halt, dann kauft er sich einen Porsche.

00:59:20: Das war ihm schon immer ein Anliegen.

00:59:22: Da kommt die erste Umsatzsteuerzahlung oder die Scheidung von der Frau, da ist ja Porsche wieder weg.

00:59:28: Das ist halt dieses Vorschnelles.

00:59:31: schon jetzt wenn sie mal dran schnuppern so ein bisschen und dann fangen die schon an zu kaufen oder in der Welt zu zeigen was da alles schon.

00:59:38: das sind alle so Eigenschaften die sind gefährlich und je größer das wird, je tiefgreifender die Entscheidungen auch sind, desto wichtiger ist es dass die Leute eine gewisse Souveränität haben und dass man mit denen auch vernünftig kommunizieren kann.

00:59:53: also Und da steckt halt oft vielmals so Irrationalität.

00:59:58: Auch wer hat den Erfolg eigentlich gehabt?

00:59:59: Wenn er folgt, dann ist Erfolge sagt man ja hat viele Väter.

01:00:02: Da ist was wahres dran.

01:00:04: Ja der wird dann gestritten.

01:00:05: Wer war jetzt der Maßgebliche oder nicht?

01:00:07: und das totaler Käse.

01:00:09: also dass man darüber steht Genau so ist es, wenn Fehler gemacht wurden.

01:00:14: Der Deutsche macht ja keine Fehler und wenn dann waren's die anderen Ja das führt am Ende aber zu nichts.

01:00:19: Wenn der Fehler gemacht wurde und es sich nicht mehr beseitigen Dann ist er halt da.

01:00:23: Da muss man gucken ob man den Umgang weiter pflegen kann Und ob man weiter erfolgreich ist.

01:00:28: dann gehts weiter und wenn nicht muss man Konsequenzen ziehen.

01:00:30: Aber es ist fast alles immer menschlich gemacht.

01:00:33: Die menschliche Schwäche, die menschlichen Irrationalität Die macht so viel kaputt und so schwierig Das ist, glaube ich der Gamechanger für alles.

01:00:43: Also es lässt sich vieles schönrechnen.

01:00:44: Ich habe auch viele Chancen gesehen wo ich im Nachhinein sage, wärst du da mal reingegangen oder so aber unterm Strich wäre man das dann mal ein paar Jahre verfolgt was da so passiert würde ich sagen ich bin kein einziges Mal jetzt irgendwie so dass ich sage da hab' ich echt etwas verpasst.

01:01:03: also dieses menschliche glaube ich ist das Entscheidende.

01:01:08: Ich glaube, das sind doch schöne und nochmal sehr aufschlussreiches Schlussworte.

01:01:13: Vielen Dank Herr Dr.

01:01:15: Riemer für diese Transparenz und diese Offenheit uns die Branche noch mal irgendwie nahezubringen und was da in dem Bereich gerade los ist, was für Möglichkeiten da sind und auch ihre unternehmerische Karriere beginnt als Jurist wo sie auch schon Unternehmer waren offen zu sein, viele Unternehmer kennengelernt und dann mehr Unternehmen erfolgreich ausgebaut, mehrere Beteiligungen.

01:01:41: Ich hab ja auch Immobilienunternehmen, ne?

01:01:45: Da braucht man jetzt wahrscheinlich nochmal eine Stunde oder... Da können wir

01:01:47: noch mal eindrehen weil da habe ich genau im richtigen Moment alle meine Immobilen verkaufte auf dem Höhepunkt twenty-einzwanzig wo alle noch so gierig waren und gedacht haben Da geht's noch was, obwohl schriftlich überall schon zu lesen war.

01:02:03: Das hört nächstes Jahr auf, ne?

01:02:04: Ja dann haben

01:02:06: sie so ein natürlich perfektes Timing gehabt.

01:02:09: So und das, dass so ein bisschen dieses Feeling halt auch, das ist halt ganz entscheidend.

01:02:15: Also vielen Dank für die Zeit!

01:02:17: Wir bleiben einfach in Kontakt.

01:02:18: ich werde es weiter verfolgen und danke fürs Angebot direkt an sie in Verbindung bringen.

01:02:26: Sie werden dann weiterleiten, an die entsprechenden... Weißt

01:02:30: du genau so wie sie oder?

01:02:32: Die heißt genauso wie ich ja!

01:02:33: Ihr

01:02:33: könnt sich auch direkt an mich winnen.

01:02:35: also da werden wir die schon gut verarschen.

01:02:37: Also genau ein Nachname, Frau Dr.

01:02:40: Hechelmann beziehungsweise ihr Wann ist promoviert.

01:02:43: Genau, Nachnamen sind andere als nicht jetzt aber das kriegen wir hin.

01:02:46: Ja freue ich mich.

01:02:48: Alles klar, also vielen Dank, schönen Tag noch und bis bald.

01:02:51: Vielen

01:02:51: Dank auch.

01:02:52: Bis dann, tschüss.

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