Vom Direktvertrieb-Pionier zur Nummer 1 – Rainer Meutsch über den Aufbau von Berg & Meer"

Shownotes

Rainer Meutsch | Teil 1: Berg & Meer – Wie ein Reiseunternehmen den deutschen Direktvertrieb revolutionierteÜber diese FolgeRainer Meutsch ist der Gründer von Berg & Meer, einer der erfolgreichsten Reisemarken Deutschlands. In dieser ersten Folge einer Doppelepisode spricht Carlo Jesse mit ihm über zwei Jahrzehnte Unternehmertum – vom kleinen Betrieb im Westerwald bis zur Marktführerschaft im Direktvertrieb und dem Verkauf an die TUI.Ein Gespräch über Pioniergeist, die Kraft der richtigen Partnerschaft, den Preis des Erfolgs – und was Rainer heute jedem mitgeben würde, der ein Unternehmen aufbaut oder übernimmt.Kapitel & Zeitstempel 00:00 – Intro & Begrüßung 00:44 – Der unvergessliche Moment: Der 5. Januar 2007 mit Aldi 02:24 – Die Ursprünge: Vom Omnibusunternehmen des Vaters zu Berg & Meer 03:50 – Der Start: Fünf Mitarbeiter, ein Traum, ein Name 04:48 – Direktvertrieb als Pioniermodell – als alle noch auf Reisebüros setzten 05:40 – Die Partnerschaft mit Tchibo: Hebel, Abhängigkeit und Wachstum 07:00 – Von 40 auf 500 Mitarbeiter: Wie das Unternehmen skalierte 08:27 – Die perfekte Unternehmerpartnerschaft mit Klaus Scheyer 10:18 – Mitarbeiterführung: Vornamen, Prominente und Nähe zur Belegschaft 11:45 – Netzwerk zu Prominenten: Von der Disko-DJ-Zeit zum Radio 15:48 – Gibt es etwas, das Rainer bereut? 17:42 – Hat das Reisegeschäft durch das Internet überlebt? 20:27 – Der Verkaufsprozess: Lufthansa, Thomas Cook und TUI im Vergleich 22:19 – Warum ein 20-Minuten-Termin das Ende einer Verhandlung war 24:35 – Der Preis: Eine Zahl, unverhandelbar 25:38 – Was heute noch für Erfolg gilt – und was sich verändert hat 28:17 – Der stufenweise Ausstieg: Wie man ein Lebenswerk loslässt 29:17 – Übergang zu Teil 2: Was nach Berg & Meer kam Die wichtigsten Learnings aus dieser Folge1. Direktvertrieb als unbesetztes Feld Als alle über Reisebüros verkauften, setzte Rainer auf Telefon und Direktvertrieb – mit Produkten, die so simpel und günstig waren, dass Kunden buchten, obwohl sie das Ziel kaum kannten.2. Abhängigkeit als Warnsignal 80 % des Umsatzes mit Tchibo – ein Erfolg, der gleichzeitig eine Schwachstelle war. Der Aufbau eines Gegengewichts durch Aldi war kein Zufall, sondern jahrelange strategische Arbeit.3. Die Kraft der komplementären Partnerschaft Rainer brachte Geschäfte rein, Klaus Scheyer organisierte alles dahinter. Zwei Stärken, die sich nicht überschnitten – sondern ergänzten.4. Verkaufen heißt auch: Werte schützen Trotz potenziell höherer Angebote von Lufthansa und Thomas Cook entschied sich Rainer für die TUI – wegen Standortsicherung für 25 Jahre und der Möglichkeit, das Team im Westerwald zu halten.5. Verantwortung gehört zum Unternehmertum Entscheidungen wurden getroffen und getragen – ohne Absicherung durch Meetings und Protokolle. Wenn etwas schiefging, war es die eigene Verantwortung.6. Die ehrliche Seite des Erfolgs Rainer spricht offen darüber, dass das Aufbauen eines Lebenswerks auch persönliche Kosten hatte – und was er heute in der Balance zwischen Arbeit und Familie anders machen würde.

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00:00:00: Willkommen bei Scale and Help, dem Podcast für Unternehmensnachfolge, Transformation und echten Impact.

00:00:07: Mit Carlo Yesse triffst du die spannendsten Unternehmer- und Nachfolger im deutschsprachigen

00:00:12: Raum!

00:00:12: Hier erfährst Du wie Unternehmen erfolgreich übergeben, skaliert und neu gedacht werden – unsere Mission One

00:00:18: Business,

00:00:19: one School.

00:00:20: Let's go!

00:00:24: Herzlich willkommen beim Scale & Help Podcast.

00:00:26: Ich bin Carlo Yesser und leidenschaftlicher Verfechter von Unternehmen, die mehr erreichen als nur wirtschaftlichen Erfolg.

00:00:32: Heute starte ich eine ganz besondere Doppelfolge mit einem Mann, der beides verkörpert.

00:00:37: Rainer Meutsch, Gründer von Berg & Meer einer der erfolgreichsten Reisemarken Deutschlands und Gründern von Flound Help einer Organisation die weltweit über ein tausend Schulen gebaut hat.

00:00:48: In dieser ersten Folge sprechen wir über sein Unternehmenherz Berg&Mehr.

00:00:52: Raina schön dass du da bist.

00:00:54: Danke Carlo hast aber nett gesagt.

00:00:57: Rainer, kurze Einrichtsfrage damit unsere Hörer ein Gefühl bekommen.

00:01:02: Wenn du an deine Zeit mit Berg und Meer denkst was war der Moment den du nie vergessen wirst?

00:01:07: Also erst mal war das eine geile Zeit.

00:01:09: ich war ja da über zwei Jahrzehnte Und den Moment, den ich nicht vergesse... Ah!

00:01:15: Ich glaube das war der Moment am fünften Januar, im Jahr two-tausend sechs.

00:01:19: An dem Tag kamen wir mit all die Reisen heraus und das hatte ja eine bestimmte Geschichte weil wir so groß waren durch Chibo Reisen und waren so abhängig von Chibo.

00:01:28: Achtzig Prozent des Umsatzes macht man mit denen an der Hengsnatür starren Fliegenfänger.

00:01:32: wenn da irgendwo eine Dusche in Afrika geht kannst du direkt in Hamburg antanzen und kannst argumentieren warum die Dusche nicht ging.

00:01:38: Wir waren ja im Fünfsterne Segment Marktführer auch da schon in Deutschland zum zwei Sterne preis meistens verkauft und sehr, sehr erfolgreich.

00:01:45: Aber die waren ja schon erpressbar.

00:01:49: Konditionen und ich hab fünf Jahre um Aldi gekämpft und habe einen Vierzig Absagen bekommen dass sie das nein wir machen keine Reisen und haben immer gekämmt gekämpt gekämt.

00:02:00: dass wird all die reisen auch positioniert bekommen.

00:02:04: Fünften Januar, zwei Tausend Sechs war es genau.

00:02:11: Da kamen wir mit all die Reisen raus und an dem Tag sprengte das alles.

00:02:15: Wir hatten über ein tausend Leute im Callsender, wir hatten über zweieinhalb Tausende Telefonate und wir hatten einen Umsatz gemacht.

00:02:20: Der direkt ein Gegengewicht zu Chibo brachte.

00:02:22: den Tag werde ich nie vergessen.

00:02:24: Ich weiß noch genau, da bin ich erst nach zum Einruhr heim

00:02:26: gekommen.

00:02:28: All die Chibo, da sind natürlich große Namen und haben auch einen unglaublichen Hebel.

00:02:32: Aber das war ja glaube ich nicht der Beginn von Berg und Meer.

00:02:34: Vielleicht gehen wir noch mal ein Stück zurück?

00:02:36: Der Name klingt nach Sehnsucht und Abenteuer.

00:02:39: Wie kam es überhaupt zu dieser Idee, eine Reiseunternehmen zu gründen?

00:02:44: was mit ausgerechnet diesem Namen?

00:02:45: Was war eigentlich der

00:02:46: Start?

00:02:47: Ja, da muss ich noch eine Stufe zurück.

00:02:49: Ich war bei meinem Vater im Omnibus unternehmen und der hatte auch ein Touristik-Unternehmen aber alles nur was vier Räder hatte wollte er und er wollte nie Flug reisen.

00:02:58: Und mich tripps immer irgendwie in die Luft und ich wollte irgendwas organisieren was mit Fliegen zu tun hat.

00:03:03: Mein Vater wollte das nicht und dann bin ich nach Jahren gegangen habe gesagt macht mich selbstständig.

00:03:09: Bei einem Freund ging ich der dieses Unternehmen... Das hieß damals Eurovakance Systems Und die hatten einen Hotel, das hieß Sontra Aschra auf Kosika.

00:03:21: Der Klaus und ein alter Schulfreund, ein alter Fußballfreund von mir, der sagte, willst du nicht zu mir kommen?

00:03:25: Dann machen wir Flugreisen weiter!

00:03:26: Er hatte schon auf Kosica, er hatte paar Mitarbeiter... Da bin ich zu ihm.

00:03:32: Wenn ich Freunden erzählte, ah, ich bin bei Sontraschra.

00:03:36: Ist da

00:03:38: irgendeine religiöse Vereinigung?

00:03:39: Nein, das ist so ein... Aschra heißt im jüdischen Platz der Begegnung, aber das war mir so kompliziert, dass zu erklären.

00:03:46: Da habe ich gesagt, Klaus wir müssen die Firma umändern und dann haben wir da aus dieser EVS Sondra, Aschrabberge und mehr gemacht.

00:03:53: Und mein Vater war ja so beleidig, dass ich ging, er hat ja kein Wort mit mir geredet.

00:03:58: Kein Wort mehr!

00:03:59: Du hast wirklich das Unternehmen verlassen?

00:04:02: Ziel war wahrscheinlich das mal irgendwann zu übernehmen ne?

00:04:04: Ja genau Und ich hatte ja noch einen Bruder, der war auch drin.

00:04:07: Aber mein Vater wollte, dass ich das da schon führe und mir kam dann irgendwann nicht mehr klar.

00:04:16: Hast du von Anfang an gewusst, dass das wirklich so groß wird?

00:04:19: Du hast gerade schon all die Chibo benannt.

00:04:21: Als dein Fußball-Kollege das gestartet hat, das war ja wahrscheinlich auf einem anderen Niveau wie ... Ja, da war die Entwicklung.

00:04:27: Das

00:04:27: war mit fünf bis sechs Mitarbeitern.

00:04:29: Aber meinem Vater nach einem Jahr, wie ich weg war, der war totkrank!

00:04:33: Meine Mutter rief mich an, komm mal zu deinem Vater und ich bin dann zu ihm hin und dann sagt er was willst du eigentlich mit deinen Bergen und See machen?

00:04:40: Da schaue ich, aber das ist Berge und Meer... Mein Traum ist es Mit dem Unternehmen war die Nummer eins in Deutschland im Direktvertrieb zu werden.

00:04:50: Das weiß ich noch genau, wie ich das sagte und er sagte... Ich glaube du schaffst das!

00:04:54: Immer was du dir vorgenommen hast, hast du geschafft.

00:04:58: Ich glaube auch Carlo, dass war der Grund warum Bergo mehr letztlich auch die Nummer Eins geworden ist.

00:05:02: Ich hatte so viel Kraft da drin verwendet waren den Achtzigerjahren.

00:05:05: Direkt Vertrieb gab's nicht, da gab es TUI, NUR, GUT, ITS Alle über Reisebüro.

00:05:13: Man kennt das ja, in jedem kleinen Dorf waren mindestens ein oder zwei Reisebros?

00:05:17: Ganz genau.

00:05:18: und ich wollte aber direkt vertriebe über Telefon, dass sich ein Produktentwerfer was so simpel zu buchen ist in so einer hohen Qualität zu einem Spitzenpreis unter dem Motto sixhundertneun neunzig markt nach Hongkong mit Lufthansa im Peninsular Hotel wohnen eine Woche bleiben, dass die Leute sagen, das ist so günstig!

00:05:37: Ich weiß nicht wo Hong Kong ist, aber ich will dahin.

00:05:39: Und so bauten wir die Produkte auf mit Begehrlichkeit.

00:05:42: Und das hat dann auch wirklich Chibo motiviert, uns anzurufen – ich bin da nach Hamburg und wir haben verhandelt dass Chibo über ihre Stores, die hatten tausend damals Reisen am Boden.

00:05:55: Die druckten die Prospekte, wir machten die Produkten immer einzigartig, immer günstiger wie im Reisebüro!

00:06:01: Das ist gelaufen wie Schmitz Katze.

00:06:04: Ja das war natürlich ein... Vertriebshebel mit über tausend Filialen.

00:06:08: Chibo war ja auch wirklich in jedem kleinsten Dorf, und in Deutschland gab es ja ein Chibo-Kaffee oder eine Chibophiliale?

00:06:14: Und hatten eine tolle Marke!

00:06:16: Chivo war ja besetzt mit einer unglaublichen Glaubwürdigkeit.

00:06:19: Wir hätten ja nicht so viel Geld gehabt, mein Partner, um so viele Prospekte zu drucken.

00:06:23: Die hatten das Vertrauen der Kunden wie die Produkte – die boten es in ihren Stores an, druckten sogar die Prospechte, bekam auch eine Prophezion... ...die aber niedriger war als das was Sonst immer einkalkuliert werden musste in Reisebüros.

00:06:36: Und da haben wir dann schon Tausende und Hunderttausende, das ging auf eine Million Kunden zu.

00:06:41: Wie ich eben schon sagte, brauchten mir einen Gegengewicht.

00:06:44: Das gewann, konnte ich dann gewinnen mit Aldi.

00:06:47: Wir hatten zum Schluss Carlo, hundertfünfzig Marken die Reisen am Boden von Praktika, auch wenn es da nicht zwanzig Prozent auf alles bei uns gab.

00:06:57: Aber bis hin zu RTL-Zuschauerreisen, Sat.Eins Zuschauerreise und Leser Reisen, Hörereisen, Kundenreisen Brigitte Geschenke Schäfer Shop – egal wer in Deutschland kam an uns nicht vorbei!

00:07:08: Wir hatten eine Marktdurchdringung von über siebzig Prozent damals also fast den gesamten Markenwärts.

00:07:14: Wahnsinn!

00:07:15: Heute gibt es ja über hundert Unternehmen die direkt Vertrieb machen.

00:07:19: ich hab's ja dann verkauft meine Anteile.

00:07:21: zwei tausend Sieben

00:07:23: Ja, also jetzt vor ... Klapp, zwanzig Jahren.

00:07:26: Egerisch her!

00:07:28: Noch mal kurz so... Jetzt war das ja eher auch ein kleiner Direktvertrieg.

00:07:32: Anfang, wenn plötzlich so'n Kunde oder so'nen Vertriebskalar wie Chivo von einen auf den anderen Tag dazukommt?

00:07:39: So du sagst es ja schon.

00:07:41: Das ist ja Wahnsinn!

00:07:42: Wir hatten damals, wie Chibo da war, die kamen... Da kamen die zu uns, da hatten wir gerade mal um die fünfzig oder vierzig Mitarbeiter.

00:07:56: Und nach in der Jahrtausendwende, da haben wir schon hundertfünfzig zweihundert Mitarbeiter.

00:08:06: Das wuchs überproportional schnell!

00:08:08: Wir brauchten Hotel-Einkäufe, wir brauchten Flug-Einkäufe und das und jenes Kundenbetreuung ... Das wächst ja dann in allen Bereichen.

00:08:18: Das Tolle war an uns, mein Partner Klaus Scheier und ich, wir waren so unterschiedlich.

00:08:23: Wenn ich neue Geschäfte reinprachte hat er hinten die Abwicklung organisiert im Personal, im EDV, im IT-Bereich – in allem!

00:08:34: Dass nicht das was vorne reinkommt, hinten runter fällt.

00:08:37: Es gibt ein geflügeltes Wort bei den Mitarbeitern wenn Rainer Moetsch und Klaus Scheyer unterwegs waren mit dem Flieger Dann kann er nach der Landung, der Klauscheier sämtliche Dateien im Laptop und ich jeden in die Maschine.

00:08:51: Und dadurch war das dann natürlich ein wunderschöner Moment und war perfekt für unsere Firma, war das einzigartig.

00:09:02: Aber das ist auch eine perfekte Kombination?

00:09:04: Da bist du einfach der Extrovertierte, der im Verkauf oder im Vertrieb war diesen tollen Kontakt zu vielen Firmen aufgebaut hat, dass es im Prinzip geregelt hat War dann Komponium der, der eigentlich im Hintergrund Personal, Strukturen und Prozesse all die Dinge.

00:09:19: Ja, das war

00:09:19: eine reale Kombination.

00:09:20: Er hat die Prozesses hier vorgestellt und ich habe gesehen dass genug Chefdreien kamen um das auch eingekauft wurde.

00:09:26: Weißt du beim Einkauf wusste ich wenn ich da was einkaufe mit zwanzigtausend Plätze nach New York?

00:09:31: Dann hab' ich dem Vertrieb der das absetzen kann ob es Arales, Chippo oder Aldi Mit der Nuangse.

00:09:37: Waldorf Astoria, da hatten wir sehr schnell das Gefühl entwickelt wenn wir Lufthansa was versprochen hatten.

00:09:43: unser Maxime war immer Carlo.

00:09:45: Das was wir versprechen muss in einer Erfüllungskode zwischen neunzig und hundertzehn Prozent sein.

00:09:53: Wenn ein Vertriebsweg nicht so gut lief konnte ich den anderen mitzuschalten dass wir immer dem Partnern diese Volumen geben konnten.

00:10:02: Das ist nicht das Vertrauen zu uns an.

00:10:04: Es gab sogar mal einen Spruch, hast du dein Hotel her?

00:10:06: Geht zu Berge und mehr!

00:10:09: Wir füllten.

00:10:10: Aber zu einem besonderen Preis.

00:10:12: Waldorf Astoria – da sind ja legendäre Namen.

00:10:17: Wenn wir Zehntausend versprochen hatten, aber zu Jahreszeiten wo die uns gebrauchen konnten zum Beispiel Janu, Februar, März, für den Preis.

00:10:26: ins Waldorf geht jeder.

00:10:29: Die Mitarbeiterzahl ist ja, wo wart ihr in der Spitze?

00:10:32: Das ist mit vierzig-fünfzig Jahren angefangen.

00:10:34: Wo wart ihr?

00:10:36: So fünfhundert

00:10:39: Mitarbeiter.

00:10:41: Wie hat

00:10:41: sie

00:10:42: so ...

00:10:43: Deine Rolle verändert.

00:10:44: Da muss auch Menschen geführt werden!

00:10:47: Ja und das ist mir glaube ich ganz gut gelungen.

00:10:49: Ich habe immer versucht jeden Mitarbeiter mit Vornamen zu kennen gesiezt aber Vorname.

00:10:58: Ich war immer derjenige, was wenn Thomas Anders kam oder Axel Schulz, der Boxer.

00:11:04: Wir hatten eine eigene VIP-Abteilung und sehr viele Prominente sind mit uns gereist.

00:11:08: Dann kam die nach Rengstorf in Westerwald.

00:11:10: Und ich habe mir das dann immer rausgenommen den unser Unternehmen zu zeigen.

00:11:14: Ich wollte dass die Mitarbeiter auch stolz sind.

00:11:16: wo kriegst du einen Tomas Anders Marhaut Nah der dir die Hand auf die Schulter legt als Callsender Mitarbeiterin?

00:11:24: Oder wenn Roberto Blanco kam oder Heino war oft bei uns Das war für die Menschen toll.

00:11:29: Für mich normal.

00:11:30: und dieser Mixt, wenn ich durch das Unternehmen dann ging so einmal in der Woche Dann hatte ich natürlich immer die Nähe zu den Mitarbeitern mal zur PKW-Abteilung Flugabteilung, Cold Sender unten Dokumentenversand, Kellerleute.

00:11:42: Ich habe mir die Zeit genommen Der Promi, der fühlte sich gewertschätzt dass ich mit die Zeit nehme und mit ihm durchs Haus gehe Und die Mitarbeiter fühlten sich gewerkschätzt, der Chef kommt zu mir.

00:11:55: Das war eine tolle Kombination.

00:11:56: Wie

00:11:56: kam die Verbindung zu den Prominenten?

00:12:02: Ja, genau.

00:12:03: Ich war DJ hier in Westerwald zehn Jahre und das war die größte Disko.

00:12:06: da habe ich meine Erfahrung so in der Musikbranche gesammelt und wieder so in den Diskotheken früher war.

00:12:11: es wurde gefeiert getanzt und man lernt es sich kennen gab ja nicht also viele Möglichkeiten im Wester Wald.

00:12:18: Dann hat mich Radio Luxemburg gefragt, ob ich damals einmal im Monat eine Sendung mitmachen könnte.

00:12:22: Damals mit Jochen Pützenbacher weiß ich noch und das hat mir so viel Spaß gemacht diese einmal im monat dort bei radio luxemburg zu sein dass ich ein eigenes sendekonzept entwickelt habe.

00:12:33: Und dann kamen diese privat sender in den achtziger jahren und ich bot eine show am.

00:12:38: mein abenteuer hab Ich selbst entwickelt so die rüdiger nähbergs.

00:12:42: Die arbeit fuchst sie reinhold messers zu interviewn sowie du mich jetzt im podcast interviews mit Gewinnspiel und Nachrichten, Umwerbung etc.

00:12:50: Und RPR-I einer der größten mittlerweile in Deutschland gab mir die Chance damals.

00:12:56: und dann habe ich erst eine Stunde gemacht, dann zwei, dann drei Stunden und die Sendung gibt es heute noch nach vierzig Jahren mein Abenteuer.

00:13:03: Dadurch lernte ich natürlich viele Prominente kämmen.

00:13:06: Ich hole das Siegfried & Roy ins Studio.

00:13:08: Die haben mich noch nach Las Vegas mal eingeladen, dort lernte ich Stanzelein Dion kennen oder Tom Hanks.

00:13:16: Dann moderierte ich den deutschen Schlagerpreis und war im Fernsehen und moderierte Silvester-Shows.

00:13:22: dann sitz' ich mit Roberto und Heino am Tisch und wir trinken ein tauschen die Nummern aus Howard Kabendell und Maffay und Lindenberg

00:13:28: etc.,

00:13:29: und die habe ich mir immer gemerkt.

00:13:31: Hab sie dann bei Berge und mehr engagiert zu einer Schlagereise oder einer Eventreise?

00:13:36: Habt ihnen auch Geld gegeben?

00:13:38: als ich mein Unternehmen verkauft hatte Fing ich ja mit meiner Stiftung am Fly and Help und habe die dann gefragt, ob sie Botschafter meiner Stichtung werden möchten.

00:13:46: Wieder mit mir reisen aber wir nehmen Kunden mit, die dafür bezahlen und das Geld gebe ich bei einer Stiftungen.

00:13:51: Und da sind wahnsinnig schöne Freundschaften entstanden.

00:13:53: und hier das Ding... Ich halte es mal gerade hemmend... hat uaah!

00:13:56: Hat fünftausend Kontakte.

00:13:58: Fünftausende in Sicht.

00:14:00: Ja, und da pflege ich.

00:14:02: Ich versuche jeden Kontakt wie zum Beispiel einen Karlo Yese dann in wenigstens einmal im Jahr das wir im Kontakt stehen.

00:14:08: Und wenn es nur zum Geburtstag oder Weihnachten oder Ostern ist?

00:14:12: Sehr schön!

00:14:12: Also jetzt schließt sich für mich auch der Kreis, wie das und das finde ich super spannend, wie dass eigentlich alles gestartet ist ja und wie man diese Verbindung einfach wertvoll für alle Beteiligten sein können.

00:14:23: Gibt's denn eine Entscheidung bei mehr und mehr die du im Nachhinein irgendwie bereust?

00:14:27: Gabs auch mal Schwierigkeiten, das ist ja auch mal spannend zu hören.

00:14:30: Gibt es gibt's irgendeine Sache?

00:14:33: Das hätte ich im Nachhinein anders gemacht.

00:14:35: Also ich habe öfters wenn ich schon mal so zur Ruhe gekommen bin im Flieger denke ich darüber nach was hättest du anders gemacht Carlo?

00:14:41: Ich hätte nichts anders gemacht.

00:14:43: ob dass dieser Attentatsanschlag war in New York wo keiner mehr fliegen wollte.

00:14:52: Da konnten wir innerhalb von achtundvierzig Stunden all unsere Flugreisen umfunktionieren auf Pkw reißen, dass sie nach Bad Klein-Kirchheim-Kärnten oder Tirol gereist sind weil wir über Nacht uns Hotelkontingente in Luxus-Hotels gesichert hatten, wo später ja alle nur noch PkW fahren wollten.

00:15:08: Wir hatten immer eine duftetruppe Eine tolle Truppe Eine schnelle Trupe.

00:15:12: Ich könnte dir ad hoc nichts sagen, was ich anders gemacht hätte.

00:15:15: Was ich vielleicht aber hinterher ist mein Schlauer mehr Zeit für die Familie verwendet hätte denn der negativste Teil in meinem Leben hängt natürlich auch mit der Firma zusammen.

00:15:29: Ich habe meinen Herz und meine Zeit so viel in die Firma verwendete weil ich wollte auch meiner Familie immer ein gutes Leben sicher?

00:15:36: Was mir auch gelungen ist.

00:15:37: Aber... Die Zeit die ich für die Firma verwende hatte, der Preis war sehr hoch.

00:15:44: Denn ich habe dadurch auch meine Ehe verloren.

00:15:48: also die Scheidung kam als ich gerade Im Begriff war aufzuhören bei Berg und Meer, aber die Liebe war gegangen.

00:15:55: Bei meiner Frau und ich hatte eine tolle Frau, die mir immer den Rücken freigehalten hat auch mit zwei tolle Töchter.

00:16:00: Ich habe jede Ferien genommen wo ich mit Töchtern um Frau weg war Aber die Woche über.

00:16:06: es gab kaum einen Tag wo ich vor acht oder neun Uhr nach Hause kam und war am sieben Uhr weg.

00:16:12: Wenn du so eine Firma zu Nummer eins aufbaust mit deinem Themen das erfordert schon Kraft und Zeit Und leider... Muss ich jetzt den Stecker wieder in die Eurstecken?

00:16:24: Und leider, leider hat es dann auch meine Ehe gekröstet.

00:16:29: Ja da sind super ehrliche Worte von dir!

00:16:31: Das finde ich auch faszinierend.

00:16:34: So offen im Prinzip Bedenz.

00:16:37: Jetzt nochmal kurz zu Bergen.

00:16:39: Mir hat das Reisegeschäft durchs Internet verändert.

00:16:41: Wäre das heute noch genauso

00:16:43: möglich?!

00:16:45: Erbergung Meer ist noch weiterhin sehr erfolgreich.

00:16:47: Ich habe es ja an die Trüfer gekauft und mehr und mehr hat dann auch, wir waren ja die ersten, die auch Internet nutzten in den neunziger Jahren ob das die Plattform da von Cibo war oder die anderen, da waren wir auch schon revolutionär und auch als Callsender.

00:16:59: Wir waren damals auch das Callsigner von Air Berlin.

00:17:02: Ich weiß heute noch die Nummer Null onehundertachtisch sieben drei sieben acht hundert weil das ist so ein Typ von einem Flugzeug.

00:17:11: Das war unsere Nummer.

00:17:12: War das zu Honolzeiten?

00:17:14: Ja genau.

00:17:15: Hundert hat uns den Deal eingetötet, haben wir Jahre gemacht und... Heute, also das Geschäft hat sich verändert wird über Fünfzehnt übers Internet gebucht.

00:17:27: aber du musst einfach dabei sein und das hat die Firma wirklich geschafft.

00:17:30: Die haben damals wie ich die Firma Verlies buchten zwanzig Prozent übers Internet.

00:17:35: heute sind sie über fünfzig Prozent also revolutionär nach vorne gegangen und spielen überall eine Rolle mit und das Unternehmen ist heute immer noch so leistungsstark und kraftvoll wie es damals war stark.

00:17:49: Viele Unternehmensnachfolger kaufen Firmen über Übernehmenfieren von ihren Eltern.

00:17:55: Was würdest du jemandem raten, der in so einem Unternehmen einsteigt?

00:17:58: In deinem Fall ist ja so, dass du bei deinem Kompagnon eingestiegen bist und ihr wart ja im Prinzip scheinbar ein grandioses Duo das sich perfekt ergänzt hat.

00:18:07: Bester weil es macht mal einen Kopf und eine Arsch.

00:18:11: Also wenn jemand dann ein Unternehmen reinkommt übernimmt was wäre das erste was er tun soll?

00:18:18: Erstmal Hundert Tage zuhören.

00:18:23: Einzelmitarbeitergespräche führen, nichts aufdoktrieren, zuhörn, notieren, Notizen machen und sich ein Bild machen.

00:18:31: Ist das was ich will?

00:18:33: Will ich etwas verändern?

00:18:34: Wie will ich es verändern?

00:18:35: mit welchen Leuten?

00:18:37: Was sind die Stärken des Unternehmens?

00:18:39: Das kannst du nur durchzuhören.

00:18:41: Denn das, was Du weißt, weißt Du ja!

00:18:43: Aber in den Köpfen der Mitarbeiter ist Christian nur raus wenn sie reden und da brichst sie nicht.

00:18:47: lass ich einfach reden.

00:18:49: Ja also das hört sich super sinnvoll an.

00:18:52: Also nicht sofort ab Tag eins Änderungen anschieben sollen erstmal das Unternehmen wahrscheinlich verstehen.

00:18:59: Der Verkauf von Berg und Meer Das war ja ein großer Schritt.

00:19:03: Du hast doch gesagt zwei tausend Sieben war der Zeitpunkt.

00:19:07: Wann habt ihr das erst mal konkret darüber nachgedacht, dass zu verkaufen?

00:19:10: oder hat sich das wirklich so ergeben, dass Tui an euch herangetreten ist?

00:19:14: Ja ja.

00:19:16: Es wollten uns mehrere Firmen kaufen weil wir waren in dem was wir taten einzigartig und wir waren erfolgreich im Geld verdienen und hatten den Blick nach vorne.

00:19:28: also es war ein Zukunftsgeschäft Weil das Wachstum war begrenzt, was über Reisebüro ging.

00:19:34: Aber über Direktvertrieb konnten Unternehmen ein Wachstem generieren.

00:19:39: und vor allen Dingen Aktienunternehmen brauchen ja immer eine Geschichte.

00:19:43: Und die TUI ist auch eine AG wie man weiß und Lufthansa wollte uns haben und auch Thomas Kuck TUI fasziniert hat, warum wir uns für die entschieden haben.

00:19:53: Also ich glaube über Lufthansa oder Thomas Cook hätten mir mehr Geld erzielen können.

00:19:56: aber... Die TUI gab uns zum Wachstum die Möglichkeit deren Flugzeuge zu nutzen.

00:20:03: Chibo und Aldi begehrten nicht nur in der Vor- und Nachsaisonplätze in den Baden-Wasser-Zielgebieten Mallorca, Gran Canaria sondern auch in der Hochsaison.

00:20:14: Und die TUI war interessiert die Vor-und Nachsaisung zu füllen und gab uns aber auch in der Hochsaisonplätze.

00:20:20: Nicht nur in den Fliegern, sondern auch in Hotels!

00:20:23: Wir konnten deren Hotels ja mehr über zweihundert nutzen.

00:20:26: Und das Dritte für mich das Wichtigste... Sie gaben uns ein Standort-Zischerung.

00:20:33: Zu-Sicherungen?

00:20:34: Über fünfundzwanzig Jahre

00:20:35: im Westervald.

00:20:36: Im Westervalten.

00:20:37: Das waren ja alles Leute mit denen ich ja groß geworden bin die Dagmas und die Petras und die Heiges und so sagen es dieser Welt Das wollte ich auch nicht gefähten und meinen Kommandion auch nicht.

00:20:47: Und die gab uns zwar weniger Geld, aber gab uns diese Sicherheit.

00:20:51: Und das war uns wichtig.

00:20:52: Deshalb haben wir es an die TUI verkauft.

00:20:54: Haben sie auch nie bereut?

00:20:56: Sehr schön!

00:20:57: Wie läuft so ein Verkaufsprozess ab?

00:20:58: Jetzt hat es ein paar Namen genannt... Die Lufthansa wollte ganz gerne, Thomas Cook wollte ganz während der TUI noch an die Gespräche erinnern.

00:21:06: Ja, ja.

00:21:06: Das war Thomas Guck, weil sich immer noch Pischler hieß der Typ.

00:21:10: Ich glaube Stefan... Wir kamen da rein und die wollten uns ja kaufen!

00:21:15: Ja

00:21:15: das ist

00:21:17: eine gute Situation.

00:21:18: Wir waren bei denen in Oberursel war es glaube ich, also fünf Jahre her und dann sagte wir saßen im Besprechungsraum und wir hatten... Da hat mir schon gestunken einen Termin, vierzehn Uhr siebzehn wollte er das

00:21:33: Gespräch... Das ist ja ne kuriose Zeit!

00:21:37: Und wir sitzen da, waren so kurz nach zwei da sitzen.

00:21:41: Dann geht die Tür auf und dann kommt dieser Pischler rein.

00:21:43: Er sagt zu meiner Herren nur damit sie Bescheid wissen ich habe genau zwanzig Minuten Zeit, ich muss dann Bundeskanzlerin oder muss ich dahin?

00:21:50: Also was geht es um?

00:21:53: Was ist das für ein Geschäft?

00:21:54: Ja!

00:21:55: Das war ja euer Lebenswerk.

00:21:57: Genau, dann sagten wir auch wissen Sie was Herr Pichler?

00:22:00: mir können doch gerade wieder gehen.

00:22:02: Ihnen brauchen wir nicht zu verhandeln.

00:22:06: Wir bleiben so mehr Zeit, reden so ordentlich mit uns.

00:22:09: Dann können wir reden.

00:22:10: Andermals gehen wir wieder.

00:22:11: Wir mussten ja nicht verkaufen!

00:22:13: Wir waren erfolgreich verdient und Geld brauchten wir gar nicht.

00:22:16: Bei der Lufthansa war es sich auch noch.

00:22:18: Es war viel zu kompliziert.

00:22:19: Die wollten so viele hier erschienen, wollten damit reden in irgendwelchen Verkaufsprozessen Vergisses... Die TUI hat das damals sehr professionell gemacht.

00:22:29: Die TUII kam.

00:22:31: der Chef des Tui, Vorstand Deutschland kam in der Westerwald und blieb zwei Tage.

00:22:38: Wollte mit mir Mittagessen, Abendessen die Kneiben sehen, im Koblenzimmer gewesen, in Rengstorf-Neuwied... Wir hatten eine schöne Zeit!

00:22:47: Im Nachhinein wusste ich warum er das tat.

00:22:50: Er wollte wissen wie ticken sie eigentlich?

00:22:54: Außerhalb auch des normalen Geschirrslebens?

00:22:56: was macht der Abendes?

00:22:57: Wie ist der Vernetz?

00:22:58: Wie is es da in seiner Heimat?

00:23:01: Die hat das clever gemacht.

00:23:02: Und der sagte mir später mal, wir sind doch heute noch befreundet, er sagte mir die Art und Weise wie ihr beide das Geschäft führt mit den Menschen, die ich da erlebt habe über die zwei Tage euch wollten haben.

00:23:14: Wir haben damals einen Preis genannt, eine Summe genannt wo wir meinten unsere Firma ist so viel wert.

00:23:19: Das würde mich interessieren die Zahl habt ihr wirklich in den Raum geworfen?

00:23:22: Hier haben wir nicht nur geworfend sondern gesagt das ist unverhandelbar.

00:23:27: Wir haben nichts mehr gehandelt weil wir sagten dass es unsere Firma wert und sie hatten Nachhaltigkeit.

00:23:32: Michael Frenzel der damalige Vorstandsvorsitzender hat mal jahre später auf einer Vorstandssitzung gesagt Ne, offener Jahres-Hauptversammlung vor Tausenden von Menschen.

00:23:42: Die beste Akquisition von den vierhundertdreißig Firmen die wir gemacht haben war Berge und mehr.

00:23:46: Das was sie damals versprochen haben, haben die nachhaltig gehalten.

00:23:49: Es war das beste Kompliment.

00:23:51: Alles richtig gemacht, die hatten Spaß.

00:23:53: wie hatten Spaß?

00:23:55: Ja in so einer Win-Win Situation muss es ja auch irgendwie sein.

00:23:57: Also dass ist wirklich schön zu hören, dass alt auf dem Level... Persönliche und weiche Faktoren imizellen, nämlich Menschlichkeit.

00:24:05: Und du stehst ja auch wirklich oder ihr für das Unternehmen all die Dinge, die ihr gerade benannt hast.

00:24:10: Euch ist die Region wichtig, euch sind die Mitarbeiter wichtig?

00:24:12: Ihr habt es geschafft, fünfzehn Jahre Standortsicherung dort zugesichert zu bekommen also so menschlich und persönlich... Das funktioniert auch heute noch in der Geschäftswelt.

00:24:25: Also die Grundvoraussetzungen sind die Gleichen für Erfolg zu haben die ich genannt habe, die werden auch heute noch zählen.

00:24:34: Was mir heute auffällt ist dass sehr viel über Zahlen gesteuert wird.

00:24:40: wir haben viel über Bauch und Kopf gesteuerd.

00:24:44: Die Hälfte des Geschäfts waren Kopfbauch getrieben.

00:24:48: Heute in großen Unternehmen sichert mich sich gegen alles ab.

00:24:54: Es werden nur Tizen gemacht und sehr viele Meetings- und Besprechungen, damit möglichst viele dran teilhaben, wenn es schief geht.

00:25:00: Dass ich viele habe die an diesem Schiff gehen mit verantwortlich sind.

00:25:04: Wenn wir was entschieden haben, haben wir das entschieden und wenn's schief ging waren wir jetzt... Wir haben sie nie auf andere geschoben.

00:25:12: Verantwortung übernehmen ist glaube ich heute ein ganz wichtiger Bestandteil für eine erfolgreiche Firma.

00:25:19: Und du musst auch schon mal auf die Fresse fallen.

00:25:21: Du lernst da von Wenn du älter wirst, deshalb ist es auch gut wenn manche Firmen von fünftigfünfzigjährigen in der Spitze geführt werden.

00:25:32: Die sind nämlich oft schon viel auf die Fresse gefallen.

00:25:35: Sind aber immer wieder aufgestanden!

00:25:37: Der Vorteil an etwas älderen Chefs ist dass sie öfters die fünf Gerate sein lassen, schon mal über die ein oder andere Entscheidung eine Nacht länger schlafen und dann dieses Wir-Gefühl eher zelebrieren und nicht mehr so ich getrieben sind, so ekomanisch in den Unternehmen als wie sie als dreißigfünfeinunddreißigjährige durchs Unternehmen gehen.

00:26:02: Da willst du dich profilieren, da willst du stark sein, gut sein, du willst besser sein wie die anderen und fix das schon mal durch ohne die Meinung der Anderen

00:26:10: zuzuhören.".

00:26:12: Wenn man in ein alter Reinkompass Richtung Fünfzig geht, lernst du automatisch A mit Nein sagen.

00:26:20: Kann ich auch Geld verdienen?

00:26:22: Ich muss nicht mehr jeden Kram mitmachen!

00:26:25: Am Anfang habe ich doch jedes Geschäft versucht mitzunehmen – auch wenn es nachher kein Geld brachte.

00:26:31: Aber über diese Erfahrungen konnte ich nachher die Geschäfte selektieren und seinen Lassungsdach lieber sein.

00:26:36: Das bringt nichts.

00:26:37: Vergebene Liebesmüh.

00:26:39: Und das ist das Schöne an dem Älterwerden.

00:26:42: Ich glaube, das war nochmal super spannende Worte die man so als Unternehmer und Unternehmensnachfolger mitnehmen kann.

00:26:48: Was irgendwie auch heutzutage noch wichtig ist bei der Unternehnensführung.

00:26:53: Der Verkauf des Unternehens an Tui, ich glaube das war dann erstmal der Endpunkt obwohl du dann glaube ich auch noch ein paar Jahre weitergearbeitet hast?

00:27:01: Ist das richtig oder seid ihr dann direkt ausgestiegen?

00:27:04: Vielleicht den noch mal zum

00:27:05: Schluss.

00:27:06: Das hatten wir auch genau geplant, aber wir hatten unser Unternehmen stufenweise verkauft, das war die erste Scharche mit dem Jahr im Jahr zweinteinzehnt.

00:27:14: Dann nochmal vierzig Prozent im Jahr zwei tausendvier.

00:27:18: Aber das war alles vorbereitet und das Ende der letzten Anteile verkaufte sieben.

00:27:30: Damit waren hundert Prozent unserer Anteilen weg!

00:27:33: Und dann hat Klaus Scheier noch ein Jahr das Unternehmen seinen Nachfolger mitbegleitet und ich zwei Jahre.

00:27:43: Das zweite Jahr habe ich stufenweise aufgehört, ich habe im Januar noch zu hundert Prozent gearbeitet, Februar, neunzig Prozent, so jeden Monat zehn Prozent weniger, sodass ich im August da nur noch so zwanzig, dreißig Prozent geararbeitet hab und nur noch ein, zwei Tage in der Woche in der Firma war Und habe mich da noch mal eine neue Aufgabe vorbereitet.

00:28:04: Deswegen, ich glaube das ist jetzt ein perfekter Übergangspunkt.

00:28:06: Ich glaube viele hätten sich dann einfach zur Ruhe gesetzt und sagt so Das ist das non plus altar in der Spitze nämlich das Unternehmen erfolgreich an einen großen Aktienkonzern zu verkaufen.

00:28:16: Ja aber du hast dann nochmal Eine zweite Karriere und da wollen wir jetzt in der zweiten Doppelfolge drüber sprechen gestartet.

00:28:25: deswegen erstmal vielen Dank für die Ausführung.

00:28:27: Zu deinem Unternehmer herz Berg und Meer, was ihr da aufgebaut habt im Direktvertrieb mit Shibo.

00:28:33: Mit Aldi, mit mehreren hundert Marken.

00:28:36: Faszinierend!

00:28:37: Und daraus ist dann Fly&Help geschadet und darüber werden wir jetzt in den nächsten Minuten sprechen.

00:28:44: also bis dahin erstmal Tschüss.

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